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E-Commerce

Online Bestellsystem Website für die Gastronomie: Lohnt sich die eigene Seite?

Welda-Team15 Min. Lesezeit1 November 2026

Wer unter dem Stichwort Online Bestellsystem Website Gastronomie sucht, will meist eines wissen: Rechnet sich die eigene Bestellseite gegenüber der Provision von Lieferando, Uber Eats oder Wolt? Die kurze Antwort lautet: Sie rechnet sich, wenn genug Stammgäste von der Plattform auf Ihre Seite wechseln, die Lieferung geklärt ist und Ihr Team den zusätzlichen Kanal tragen kann. Wer dagegen vor allem Neukunden über die Plattform gewinnt, tauscht Provision nur gegen Werbekosten und Fahrerlöhne.

Dieser Beitrag richtet sich an Inhaber von Restaurants, Imbissen, Pizzerien, Cafés, Bäckereien und Metzgereien mit Mittagstisch. Er zeigt, wie Sie die Schwelle mit Ihrer eigenen Abrechnung berechnen, welche deutschen Pflichten auf einer eigenen Bestellseite auf Sie zukommen und wie Sie erkennen, dass die Antwort für Ihren Betrieb vorerst Nein lautet.

Die Abrechnung lesen: was die Plattform kostet und was sie leistet

Beginnen Sie nicht bei einem Anbieter, sondern bei den Abrechnungen der letzten drei Monate. Addieren Sie alles, was abgezogen wurde: Provision, Lieferleistung, wenn die Plattform die Fahrer stellt, Ihren Anteil an Aktionen, Ausgaben für bessere Platzierung, Zahlungsgebühren und Abzüge für Reklamationen. Teilen Sie die Summe durch die Zahl der Bestellungen. Das ist Ihr tatsächlicher Abzug je Bestellung. Er kann von dem Satz abweichen, an den Sie sich aus dem Vertrag erinnern, und unterscheidet sich je nach Vertrag, Stadt und Liefermodell. Rechnen Sie deshalb nur mit Ihrer Zahl. Wie sich diese Logik bei Produktmarktplätzen zeigt, beschreibt unser Beitrag zu Marktplatz-Gebühren und Rentabilität.

Dann schreiben Sie auf, was Sie dafür bekommen. Die Plattform bringt hungrige Menschen, die Sie noch nicht kennen. Sie zieht das Geld ein, nimmt einen Teil der Kundenanfragen ab und übernimmt je nach Vertrag die Lieferung. Ein Stadtteillokal, das seit Jahren dieselben Familien beliefert, zahlt hauptsächlich für Bequemlichkeit des Gastes. Ein neues Konzept in einer Großstadt zahlt für echte Reichweite. Beide sehen dieselbe Zeile auf der Abrechnung, kaufen aber etwas völlig anderes ein. Diese Unterscheidung ist wichtiger als die Höhe der Provision selbst.

Die Schwelle: wie viele Bestellungen müssen wechseln?

Teilen Sie Ihre monatlichen Fixkosten durch den Nettovorteil je verlagerter Bestellung. Das Ergebnis ist die Zahl der Bestellungen, die jeden Monat von der Plattform auf Ihre Seite wechseln müssen, bevor Sie einen Cent gewinnen.

Ein Rechenbeispiel, bewusst in neutralen Einheiten statt in Euro, weil es um die Methode geht. Der Warenkorb beträgt im Schnitt 100 Einheiten, die Abrechnung zeigt 22 Einheiten Abzug je Bestellung. Auf der eigenen Seite fallen 9 Einheiten an: Zahlungsgebühr, Mehrkosten für die Lieferung und ein kleiner Flyer-Anteil. Der Vorteil beträgt also 13 Einheiten. Die Fixkosten für Pflege, Software, Werbung und den auf Monate verteilten Aufbauanteil liegen bei 3.900 Einheiten. Daraus ergeben sich etwa 300 Bestellungen im Monat. Bei 1.200 Plattformbestellungen monatlich müsste also rund jede vierte dauerhaft wechseln. Bei 400 Bestellungen wären es drei von vier, und das ist kein realistischer Plan.

Beispielrechnung, die monatliche Fixkosten durch den Nettovorteil je Bestellung teilt und so die Schwelle von etwa 300 Bestellungen ermittelt
Beispiel: Tragen Sie die Werte aus Ihrer eigenen Plattformabrechnung ein.

Drei Fehler verzerren diese Rechnung regelmäßig. Erstens die Telefonbestellungen: Wer heute anruft, kostet keine Provision. Wechselt dieser Gast auf die Website, sparen Sie nichts und zahlen womöglich Kartengebühren dazu. In die Schwelle gehören nur Bestellungen, die wirklich von der Plattform kommen, sowie echte Neukunden. Dass Ihr Telefon in der Stoßzeit seltener klingelt, kann trotzdem wertvoll sein, gehört aber in eine eigene Spalte.

Zweitens der Rabatt. „Auf unserer Website zehn Prozent günstiger“ klingt nach einer einfachen Idee, verschiebt aber die Schwelle erheblich, wie die folgende Grafik zeigt. Besser wirken oft Dinge, die wenig kosten: eine Beilage, die die Küche ohnehin vorbereitet, ein Stempel für Stammgäste oder Gerichte, die es nur direkt gibt.

Drittens die eigene Zeit. Tragen Sie ein, wie viele Stunden in der Woche für Karte, Reklamationen und Zahlungsabgleich anfallen, und setzen Sie einen Stundensatz an. Auch die Stunde des Inhabers ist nicht gratis.

Balkendiagramm, das zeigt, wie ein Rabatt den Vorteil je Bestellung senkt und die monatliche Schwelle stark erhöht
Ein dauerhafter Rabatt verschiebt die Schwelle schneller, als viele erwarten. Beispielwerte.

Kassengesetz, TSE und die Bestellung, die an der Kasse vorbeiläuft

In Deutschland ist das die Frage, die viele Inhaber zu spät stellen. Sie kommt selten in Verkaufsgesprächen vor, und sie lässt sich nicht pauschal beantworten. Wer ein elektronisches Aufzeichnungssystem einsetzt, muss es grundsätzlich durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung schützen, außerdem gelten Belegausgabepflicht und Meldepflichten. Wie sich eine Online-Bestellung dazu verhält, hängt vom Ablauf ab: Wird online vorab bezahlt? Kassiert der Fahrer bar an der Tür? Wird die Bestellung in die Kasse übernommen oder läuft sie getrennt?

Lassen Sie das nicht vom Softwareanbieter entscheiden, sondern von Ihrer Steuerberatung. Bringen Sie dafür einen einfachen Zettel mit: alle Zahlungswege, wer das Geld annimmt, wo der Umsatz erfasst wird und welcher Beleg entsteht. Barzahlung beim Fahrer ist dabei die Stelle, an der besonders genau hinzuschauen ist, ebenso der Abend, an dem Fahrergeld und Kassenstand zusammengeführt werden.

Hinzu kommt die Umsatzsteuer. Speisen und Getränke werden unterschiedlich behandelt, und die Regeln haben sich in den letzten Jahren mehrfach geändert. Ihre Bestellseite muss das je Artikel sauber abbilden können, sonst stimmt am Monatsende die Auswertung nicht. Fragen Sie also jeden Anbieter konkret: Wie werden Menüs aus Burger und Softdrink aufgeteilt, und wie erscheint das in der Auswertung, die mein Steuerbüro bekommt?

Fünf Schritte vom Bestelleingang über Erfassung im Kassensystem und Beleg bis zum Tagesabschluss
An jedem Schritt entscheidet sich, ob die Abrechnung am Abend stimmt.

Auch die Kasse selbst gehört in die Überlegung. Wenn Sie noch nicht wissen, ob zuerst Kasse oder Warenwirtschaft dran ist, lesen Sie vorab Gastro-Kassensystem oder Warenwirtschaft. Eine Bestellseite auf ein ungeklärtes Kassenfundament zu setzen, verdoppelt das Problem nur.

Pflichtangaben: was auf eine deutsche Bestellseite gehört

Auf der Plattform haben Sie einen Teil davon gar nicht gesehen. Auf Ihrer eigenen Seite treten Sie direkt gegenüber dem Gast auf. Das Folgende ist eine Orientierung und keine Rechtsberatung; lassen Sie Ihre Texte prüfen, denn eine ungeprüft kopierte Vorlage ist ein vermeidbares Abmahnrisiko.

Allergene und kennzeichnungspflichtige Zusatzstoffe sollten Sie als Erstes klären, denn bei Fernbestellungen müssen die Pflichtinformationen grundsätzlich vor Abschluss der Bestellung verfügbar sein. Das ist auch eine Küchenfrage: Wer pflegt die Angaben, wenn sich das Rezept oder der Lieferant ändert? Ein Bestellsystem, in dem Allergene nur als Freitext unter dem Gericht stehen, wird schnell ungenau.

Preise müssen als Gesamtpreise verständlich sein, Pfand ist gesondert anzugeben, und Liefergebühr sowie Mindestbestellwert gehören früh in den Ablauf. Der letzte Schritt braucht eine eindeutige Beschriftung wie „zahlungspflichtig bestellen“. Impressum und Datenschutzerklärung müssen leicht erreichbar sein, AGB und Widerrufsbelehrung gehören dazu, wobei für schnell verderbliche Speisen besondere Regeln gelten können.

Beim Datenschutz zählen DSGVO und die Regeln zu Cookies: Google Analytics und Meta-Pixel laufen nach gängiger Auffassung erst nach Einwilligung. Mit Zahlungsanbieter und Hosting-Dienst sollten Verträge zur Auftragsverarbeitung vorliegen, soweit erforderlich. Werbemails an frühere Besteller sind nicht automatisch erlaubt; klären Sie die Einwilligung vorab.

Zwei Punkte werden gern vergessen: Wer Einwegverpackungen für Speisen in Umlauf bringt, sollte die Pflichten nach dem Verpackungsgesetz sowie die Mehrwegangebotspflicht prüfen, die auch bei Lieferungen eine Rolle spielen kann. Und wer Alkohol verkauft, muss den Jugendschutz im Bestell- und Lieferablauf mitdenken.

Checkliste mit acht Punkten für eine deutsche Bestellseite, darunter Impressum, Allergene, Preise, Bestell-Button und Cookie-Einwilligung
Orientierung für das Gespräch mit Rechts- und Steuerberatung, keine Rechtsberatung.

Der Fahrer ist die teuerste Zeile

Wenn Sie bisher Plattformfahrer nutzen, verschwindet mit dem Wechsel auch der Fahrer. Das wird häufig unterschätzt, und es ist die Zeile, an der viele schöne Rechnungen scheitern.

Eigene Fahrer geben Ihnen die volle Kontrolle und den direkten Kontakt zum Gast. Sie bezahlen dafür Lohn nach Mindestlohn oder Minijob-Regeln, Fahrzeug oder E-Bike, Versicherung, Sprit und vor allem den Leerlauf am Nachmittag. Die richtige Frage lautet also nicht: Was kostet eine Lieferung? Sondern: Wie viele zusätzliche Touren schafft der Fahrer, den ich ohnehin bezahle? Zusätzliche Bestellungen auf vorhandener Kapazität sind günstig. Bestellungen, für die Sie einen weiteren Fahrer einstellen müssen, sind es nicht.

Externe Lieferpartner berechnen pro Fahrt. Damit vermeiden Sie Leerlauf und Sie sehen die Kosten klar je Bestellung, müssen aber prüfen, wie zuverlässig am Freitagabend jemand verfügbar ist, wer bei kaltem Essen haftet und wie der Gast informiert wird. Reine Lieferdienste für anderswo aufgegebene Bestellungen gibt es ebenfalls; fragen Sie nach den genauen Bedingungen für Ihr Liefergebiet.

Abholung ist die am meisten unterschätzte Lösung. Sie braucht keinen Fahrer, sie ändert in der Küche wenig, und Sie können die Bestellseite mit Gästen testen, die ohnehin am Laden vorbeikommen. Viele Betriebe sollten genau so anfangen und erst nach einigen Monaten mit echten Zahlen über Lieferung nachdenken.

Vergleich von Abholung, eigenen Fahrern und externem Lieferpartner nach Stärke und Risiko
Das Liefermodell entscheidet über den Nettovorteil oft mehr als die Provision.

Eine Speisekarte ist kein Produktkatalog

Ein Onlineshop für Schuhe verzeiht einen Tag Verzögerung. Ein Abendessen nicht. Ein gängiges Shopsystem mit Gerichten statt Produkten füllen zu wollen, ist deshalb eine gefährliche Abkürzung. Mit Erweiterungen und Einrichtung lässt sich manches lösen, aber prüfen Sie die folgenden Punkte in der Praxis.

Optionen, die in der Küche ankommen. Große Pizza halb Salami, halb Thunfisch, ohne Zwiebeln, extra Käse, Tomatensoße statt Sahne. Pflicht- und Wahloptionen müssen sauber getrennt sein, Aufpreise richtig gerechnet werden, und vor allem muss das Ganze lesbar auf dem Bon stehen. Ein Bon mit einer unlesbaren Zeile bedeutet Nachkochen.

Liefergebiete nach Straßenrealität. Ein Radius um den Betrieb stimmt selten. Das Viertel hinter der Bahnlinie liegt auf der Karte nah und ist abends zwanzig Minuten entfernt. Sie brauchen Gebiete nach Postleitzahl oder selbst gezogener Fläche, jeweils mit eigenem Mindestbestellwert, eigener Gebühr und eigener Zeitangabe. Adressen außerhalb sollten schon vor der Zahlung abgewiesen werden.

Zeiten und Kapazität. Letzte Bestellung vor Küchenschluss, Mittagskarte, Ruhetag, Feiertage und vor allem die Möglichkeit, Lieferzeiten zu verlängern oder Bestellungen kurz zu stoppen. Wer das nur mit einem Anruf beim Dienstleister ändern kann, wird es am Samstagabend nicht tun.

Ausverkauft-Schalter. Das Tagesgericht ist um 19 Uhr aus. Die Person am Pass muss es in zwei Schritten am Handy abschalten können. Sonst bestellt der Gast etwas, das es nicht mehr gibt, und Ihr Team telefoniert hinterher.

Der Bestelleingang. Eine E-Mail ist kein Bestelleingang. Es braucht einen Signalton, einen automatischen Bondruck oder einen Bildschirm und eine Warnung, wenn eine Bestellung unbestätigt bleibt.

Bäckerei, Metzgerei, Feinkost: wenn es gar nicht um Provision geht

Nicht jeder Lebensmittelbetrieb, der hier sucht, ist ein Lieferrestaurant. Eine Bäckerei mit Tortenbestellungen, eine Metzgerei mit Grillpaketen oder ein Caterer braucht eher eine Vorbestellseite: Wunschtermin, Abholzeit, Annahmeschluss am Vortag, vielleicht eine Anzahlung. Der Gewinn liegt hier weniger in gesparter Provision als darin, dass Bestellungen nicht mehr über Telefon, Zettel und WhatsApp verteilt sind. Die Rechnung sieht deshalb anders aus: Stellen Sie die gesparte Arbeitszeit und weniger Fehlproduktionen den laufenden Kosten gegenüber.

Wer haltbare, versandfähige Ware anbietet, also Kaffee, Gewürze, Öl oder Feinkost, braucht wiederum keine Gastro-Lösung. Hier passt ein normaler Onlineshop mit Versandanbindung, und das Thema gehört eher zu Marktplatz oder eigener Shop. Kühlkette und Haltbarkeitsangaben sind dann die Punkte, die Sie genau klären sollten.

Drei Wege zur Bestellseite und was den Aufwand bestimmt

WegPasst zuVersteckter Kostenpunkt
Fertiges Gastro-Bestellsystem (Abo)Einzelbetrieb mit normaler Karte, schneller StartGebühr je Bestellung, Datenzugriff, Domain, Bedingungen beim Ausstieg
Shopsystem wie Shopify oder WooCommerce mit ErweiterungenBetriebe, die auch verpackte Ware verkaufen und Wert auf Design und Inhalte legenLizenzgebühren je Erweiterung, Kompatibilität, Pflege
Individuelle SoftwareMehrere Standorte, besondere Abläufe, eigene App geplantLange Entwicklung, dauerhafte Abhängigkeit von Entwicklern

Beim Vergleich von Angeboten bestimmen diese Punkte den Aufwand: Zahl der Standorte und Liefergebiete, Zahl der Gerichte und Optionsgruppen, wer die Karte einpflegt, Zahlungsarten inklusive Barzahlung, Bondruck oder Küchenbildschirm, Kassenanbindung, mehrsprachige Karte, Analyse, Schulung und Betreuung nach dem Start. Vergleichen Sie danach die Kosten über zwei Jahre und nicht nur die Einrichtung. Tragen Sie Abo, Erweiterungen, Zahlungsgebühren, eventuelle Gebühren je Bestellung, Hosting, Domain, Wartung und den Stundensatz für kleine Änderungen ein.

Vier Fragen klären den Rest: Auf wen läuft die Domain? In welchem Format bekomme ich Kunden- und Bestelldaten? Was bleibt mir, wenn ich kündige? Kann ich heute Abend selbst einen Preis ändern? Konkrete Beträge nennen wir hier bewusst nicht, weil der Umfang sie stark verändert. Mit dieser Liste bekommen Sie von zwei oder drei Anbietern vergleichbare Angebote. Das günstigste schließt mitunter die Karteneingabe, den Bondruck oder die Pflege aus, also fragen Sie genau danach.

Wie die Stammgäste den Weg finden

Die Bestellseite selbst bringt keinen einzigen Gast. Der Weg dorthin führt fast immer über Berührungspunkte, die Sie schon haben. Im Google-Unternehmensprofil gehört der direkte Bestell-Link dorthin, wo Menschen Ihren Namen suchen; sonst landen auch Ihre treuesten Gäste bei der Plattform. Instagram, Schaufenster, Tischaufsteller und Tüten sind die nächsten Stellen. Ist Ihre Website selbst noch schwach, lesen Sie zuerst unseren Leitfaden Website für Restaurants und Cafés.

Das eigentliche Ziel ist der wiederkehrende Plattformgast, und dabei ist Vorsicht geboten. Der Flyer in der Tüte ist der bekannte Weg. Plattformverträge können aber Vorgaben zu Preisgleichheit, zur Abwerbung von Kunden oder zu Beilagen enthalten; lesen Sie Ihren Vertrag und fragen Sie im Zweifel nach. Geben Sie dem Gast einen anderen Grund als den Rabatt: die volle Karte, Mittagsangebote, Gerichte, die es nur direkt gibt. Versehen Sie jeden Kanal mit einem eigenen QR-Code, dann sehen Sie, was tatsächlich Bestellungen bringt. Wer Anzeigen schaltet, rechnet deren Kosten in die Bestellung ein, sonst wurde die Provision nur umbenannt.

Zeitstrahl von der Auswertung der Abrechnungen über Testbetrieb und Start bis zur Bewertung nach dem Quartal
Die Plattform zu kündigen ist kein Ziel, sondern höchstens das Ergebnis.

Planen Sie den Abschied von der Plattform nicht ein. Für viele Betriebe ist auf Dauer beides sinnvoll: Die Plattform bringt neue Gäste zu Kosten, die Sie akzeptieren, und die eigene Seite bedient die Stammgäste. Der Arbeitsaufwand sollte dabei klar verteilt sein. Täglich: Zahlungseingänge gegen Bestellungen prüfen, Stornos und Rückzahlungen, Rückfragen zwischen Fahrer und Gast, Fahrergeld abrechnen. Wöchentlich: Karte und Preise pflegen, Aktionen einstellen. Legen Sie vor dem Start fest, wer am Freitagabend den Anruf „Mir wurde das Geld abgebucht, aber keine Bestätigung kam“ annimmt, auf welchem Bildschirm das geprüft wird und bis zu welcher Summe ohne Rückfrage erstattet werden darf.

Die Vorführung: spielen Sie den Freitagabend durch

Lassen Sie sich keine Präsentation zeigen. Geben Sie dem Anbieter drei Gerichte aus Ihrer Karte und lassen Sie am Handy live bestellen. Danach wird geprüft, was in der Küche ankommt. Folgende Fragen sollten Sie stellen: Wie sieht ein Bon mit drei Sonderwünschen aus? Was passiert bei einer Adresse an der Liefergrenze? Wie schalte ich ein ausverkauftes Gericht ab? Kann ich die Lieferzeit bei Andrang selbst verlängern? Was sieht der Gast, wenn die Zahlung abbricht, das Geld aber eingezogen wurde? Was passiert, wenn der Bondrucker kein Papier mehr hat? Wie exportiere ich Bestelldaten für die Steuerberatung? Wie erreiche ich am Samstagabend den Support?

Die typischen Fehler in solchen Projekten sind selten technisch. Am ersten Tag wird die gesamte Karte mit allen Optionen eingestellt, statt mit den Rennern zu beginnen. Der Bestellablauf wurde nur am Laptop getestet, obwohl die Gäste am Handy bestellen. Niemand ist für die Pflege zuständig. Und der Start gilt als Ziel: Wer nie in die Bestelldaten schaut, erfährt nie, an welchem Schritt die Gäste abspringen.

Wann die ehrliche Antwort Nein lautet

Liegt die Schwelle nahe an Ihrer gesamten Bestellzahl, trägt sich die Seite derzeit nicht. Ein neuer Betrieb ohne Stammgäste steckt das Geld besser in Sichtbarkeit und Bewertungen. Sind Wareneinsatz und Marge noch ungeklärt, ist die Provision vielleicht nicht das erste Problem. Ein Betrieb, in dem am Abend niemand Reklamationen annehmen kann, verliert mit einem weiteren Kanal womöglich mehr Gäste, als er gewinnt. Und wer die Kassenfrage nicht geklärt hat, sollte zuerst dort ansetzen.

Dazwischen liegen kleinere Schritte: eine reine Abholseite, ein Bestellformular für Büros in der Nähe oder eine Vorbestellseite für Torten und Platten. Für viele Betriebe ist einer davon der richtige Anfang.

Entscheidungshilfe, die Betriebssituationen einer eigenen Bestellseite, der Plattform, einer Abholseite, einer Vorbestellseite oder einem normalen Onlineshop zuordnet
Die Zeile, die am ehesten passt, zeigt Ihren sinnvollen ersten Schritt.

Was Welda dabei übernimmt und was nicht

Unser Teil in einem solchen Projekt ist der Aufbau des Shops und die Anbindung von Zahlung und Messung. Unsere Beratung zur Online Bestellsystem Website für die Gastronomie und zum Lebensmittelverkauf läuft je nach Bedarf auf Shopify oder WooCommerce: mobil optimierter Shop, strukturierter Katalog, Zahlungs- und Versandintegrationen, GA4 Enhanced Ecommerce und Meta-Pixel, dazu Admin-Schulung und Dokumentation. Nach dem Go-live können wir die Zahlen weiter verfolgen und optimieren.

Offen gesagt: Unser Angebot ist allgemein für Onlineshops beschrieben und kein fertiges Gastro-Paket. Liefergebiete, Bondruck und Live-Fahrerverfolgung hängen von der gewählten Plattform und ihren Erweiterungen ab; das klären wir im Vorgespräch Punkt für Punkt und sagen Ihnen vorher, was machbar ist und was nicht. Eine Anbindung an Lieferplattformen sagen wir nicht zu, unsere Marktplatzanbindungen betreffen Amazon und Etsy. Wer verpackte Lebensmittel oder versandfähige Ware verkauft, passt besser zu dem, was wir normalerweise bauen.

Bei Thekenverkauf kann Welda Stock den Bestand aus Shop und Laden in einem Pool führen. Es hat aber keine Tisch- und Bonverwaltung, und eine TSE-Anbindung oder eine automatische rezepturbasierte Abbuchung sagen wir nicht zu. Für Tische und Bons arbeiten wir an Welda Restoran, ohne einen Termin zu nennen.

Häufige Fragen

Was kostet eine eigene Bestellseite für die Gastronomie?

Das hängt von Kartengröße, Optionen, Liefergebieten, Zahlungsarten, Kassenanbindung und Betreuung ab, deshalb wäre eine einzelne Zahl irreführend. Vergleichen Sie Angebote über zwei Jahre. Für unsere Arbeit klären wir Umfang und Preis im kostenlosen Gespräch.

Muss ich bei Lieferando kündigen?

Das ist in der Regel nicht das Ziel. Viele Betriebe nutzen die Plattform weiter für Neukunden und verlagern Stammgäste. Entscheiden Sie erst, wenn Sie die verlagerten Bestellungen der ersten Monate kennen.

Darf ich auf meiner Website günstiger sein als auf der Plattform?

Prüfen Sie zuerst Ihren Vertrag und lassen Sie sich im Zweifel beraten. Bedenken Sie außerdem, dass der Preisnachlass direkt von Ihrem Nettovorteil abgeht.

Brauche ich für die Bestellseite eine TSE?

Das hängt von Ihren Zahlungswegen und davon ab, wie die Umsätze erfasst werden. Besprechen Sie den konkreten Ablauf mit Ihrer Steuerberatung, bevor Sie sich für ein System entscheiden, und fragen Sie den Anbieter, wie seine Lösung dazu passt.

Brauche ich zusätzlich eine App?

Am Anfang meist nicht. Eine schnelle, mobil optimierte Website führt ohne Download zur Bestellung. Eine App lohnt sich eher bei großer, häufig bestellender Kundschaft.

Wie lange dauert die Umsetzung?

Das hängt vor allem davon ab, wie gut Karte, Allergenangaben, Fotos und Texte vorbereitet sind. Planen Sie auch Zeit für die Freischaltung beim Zahlungsanbieter sowie für Rechts- und Steuerberatung ein; das dauert oft länger als der Aufbau.

Was Sie diese Woche tun können

Nehmen Sie drei Monatsabrechnungen, berechnen Sie den Abzug je Bestellung, schätzen Sie den Anteil der Stammgäste, rechnen Sie die Lieferung durch und vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrer Steuerberatung. Ist die Schwelle ein überschaubarer Teil Ihrer Bestellungen, lohnt es sich, das Thema Online Bestellsystem Website Gastronomie konkret anzugehen. Ist sie unerreichbar, haben Sie gelernt, dass die Provision dieses Jahr nicht Ihr wichtigster Kampf ist, und auch das hilft. Bringen Sie Ihre Zahlen und Ihre Karte in ein kostenloses Gespräch mit. Wir gehen gemeinsam Umfang, Kostentreiber und die Frage durch, ob das zu Ihrem Betrieb passt.

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