Die Kosten für ein SEO Audit richten sich weniger nach der Seitenzahl Ihrer Website als nach vier Fragen: Welche Entscheidung soll das Audit vorbereiten, wie komplex ist die Website tatsächlich, wie viel menschliche Bewertung steckt in der Auswertung, und welche Unterlagen gehören am Ende Ihnen? Deshalb können zwei Angebote für dieselbe Website weit auseinanderliegen, ohne dass eines davon unseriös sein muss. Meist beschreiben sie schlicht unterschiedliche Leistungen. Wer vor einem monatlichen SEO-Betreuungsvertrag einmalig prüfen lassen möchte, sollte deshalb nicht zuerst nach dem Preis fragen, sondern den Umfang schriftlich festhalten. Erst dann lassen sich Zahlen überhaupt vergleichen.
Genau dafür ist dieser Leitfaden gedacht. Sie bekommen Formulierungen für eine kurze Anfrage, eine Liste der Ergebnisse, die ins Angebot gehören, und eine Methode, Angebote nach Inhalt statt nach Endsumme zu vergleichen. Falls Sie zuerst klären möchten, was in einem Audit grundsätzlich geprüft wird, lesen Sie unseren Beitrag Was ist ein SEO-Audit?. Hier geht es um den Einkauf.
Erst der Anlass, dann das Angebot
Der Satz "Wir hätten gern ein SEO Audit" sagt einem Anbieter fast nichts. Er schätzt den Umfang nach eigener Gewohnheit, und Sie erhalten Angebote, die nichts miteinander zu tun haben. Ein einziger Satz zum Anlass ändert das. Vier Situationen kommen besonders häufig vor:
- Die Sichtbarkeit ist seit einem bestimmten Datum gefallen. Hier muss nicht zwingend die gesamte Website durchleuchtet werden. Im Mittelpunkt stehen Zeitpunkt, betroffene Seitengruppen und Änderungen in diesem Zeitraum. Der Umfang ist eng, aber tief.
- Ein Relaunch oder Domainumzug steht bevor. Dann geht es darum, Bestehendes nicht zu verlieren: URL-Inventar, Seiten mit Traffic, Weiterleitungsplan, Kontrolle nach dem Livegang. Unsere SEO-Checkliste zum Website-Umzug zeigt, was dazugehört. Die Überschriftenstruktur eines Templates zu korrigieren, das in zwei Monaten verschwindet, wäre vergeudetes Geld.
- Ein Betreuungsvertrag soll unterschrieben werden. Das ist der breiteste Umfang. Technik, Inhalte, Wettbewerb und Nachfrage werden gemeinsam betrachtet, und das Ergebnis ist eine Roadmap, die festlegt, was der Vertrag leisten muss.
- Sie zweifeln an der bisherigen Agentur. Das ist eine Zweitmeinung. Sind berichtete Leistungen auf der Website erkennbar? Decken sich die Reports mit den Daten der Search Console? Die Nachprüfung zählt hier mehr als ein Vollscan.

Ein konstruiertes Beispiel: Ein Sanitär- und Heizungsbetrieb aus dem Rhein-Main-Gebiet schreibt drei Agenturen an und bittet um ein SEO Audit. Die eine Agentur liefert einen technischen Crawl-Bericht, die andere prüft nur die Leistungsseiten, die dritte will erst ein Gespräch. Fragt der Betrieb dagegen: "Warum erhalten wir aus Offenbach und Hanau kaum noch Anfragen über Google, und was sollten wir als Erstes ändern?", dann antworten alle drei auf dieselbe Frage. Dieses Beispiel greifen wir weiter unten noch einmal auf.
Was alles als "SEO Audit" verkauft wird
Hinter dem gleichen Begriff stecken drei unterschiedliche Produkte. Beim automatisierten Bericht prüft eine Software eine Seite oder einen Crawl gegen feste Regeln und gibt eine Punktzahl mit Warnungen aus. Das ist auch bei unserem kostenlosen SEO-Bericht so: Er prüft die eingegebene Seite sowie robots.txt und Sitemap Ihrer Domain mit mehr als 20 Kontrollen und vergibt bis zu 100 Punkte. Die gesamte Website wird nicht gecrawlt, Rankings, Wettbewerber und Backlinks sind nicht enthalten. Für einen ersten Blick reicht das völlig aus. Problematisch wird es erst, wenn ein solcher Ausdruck als professionelles Audit berechnet wird.
Beim technischen Audit crawlt ein Spezialist die gesamte Website und erfasst Probleme bei Crawling, Indexierung, Ladezeit, Weiterleitungen und strukturierten Daten auf URL-Ebene. Das klärt, ob Suchmaschinen die Website erreichen und verstehen können. Es klärt nicht unbedingt, welche Leistungsseite als Nächstes Investitionen verdient.
Beim strategischen Audit kommen Inhalte, Suchintention, Wettbewerb und betriebswirtschaftlicher Kontext hinzu. Jemand muss verstehen, womit Sie Geld verdienen, die Suchergebnisse dazu lesen und alles in eine begründete Reihenfolge bringen. Das meinen die meisten Unternehmen, wenn sie vor einem Vertrag prüfen lassen wollen, und hier macht menschliche Arbeitszeit den größten Teil der Kosten aus.
So finden Sie schnell heraus, was angeboten wird: Greifen Sie einen beliebigen Punkt aus einem Musterbericht heraus und lassen Sie ihn sich anhand Ihrer Website erklären. Wer nur Tool-Ausgaben weiterverkauft, zitiert eine allgemeine Regel. Wer wirklich gearbeitet hat, zeigt eine URL, öffnet die Daten und benennt die Folgen für Ihr Geschäft.
Kostentreiber, die den Aufwand wirklich verändern
Ein Audit besteht überwiegend aus Fachleute-Stunden. Wer die Kosten verstehen will, muss also wissen, wohin diese Stunden fließen. Die folgende Tabelle zeigt, welche Punkte Angebote am stärksten verändern und was Sie dazu klären sollten.
| Kostentreiber | Warum Aufwand entsteht | Das sollten Sie klären |
|---|---|---|
| Anzahl der Templates | Tausende URLs eines Templates teilen meist denselben Fehler. Jedes weitere Template braucht eine eigene Prüfung. | Wie viele Templates, wie viele Stichproben? |
| Manuelle Inhaltsprüfung | Suchintention und Qualität beurteilt man durch Lesen, nicht per Software. | Wie viele Seiten liest ein Mensch tatsächlich? |
| JavaScript-Rendering | Rohes und gerendertes HTML müssen verglichen werden. | Wird ein gerenderter Crawl durchgeführt? |
| Sprachen und Länder | Hreflang, lokale Nachfrage und Duplikate werden je Markt geprüft. | Welche Märkte gehören dazu? |
| Standorte und Regionen | Unternehmensprofile, Regionalseiten und lokale Ergebnisse sind eigene Arbeitspakete. | Wie viele Standorte werden geprüft? |
| Wettbewerbsanalyse | Jeder Wettbewerber bedeutet weitere Suchergebnisse und Inhalte. | Wie viele Wettbewerber, welche Suchanfragen? |
| Logfile-Analyse | Sie zeigt, wohin Bots wirklich gehen. Sinnvoll bei großen Websites, bei kleinen oft unnötig. | Brauchen wir das, und warum? |
| Backlink-Prüfung | Riskante und wertvolle Links zu trennen, erfordert Urteilsvermögen. | Überblick oder vollständige Prüfung? |
| Präsentationen | Ergebnisse für Geschäftsführung und Entwicklung aufzubereiten, ist eigene Arbeit. | Wie viele Termine sind enthalten? |
Am meisten täuscht die Seitenzahl, obwohl sie als Erstes abgefragt wird. Ein Onlineshop mit 15.000 URLs kann aus vier Templates bestehen, und der Aufwand steckt in Filternavigation und Crawl-Budget. Eine Kanzlei mit 80 handgeschriebenen Seiten braucht dagegen eine Prüfung fast jeder einzelnen Seite auf Tiefe und Glaubwürdigkeit. Ein Preis pro Seite wird keinem von beiden gerecht. Nennt jemand einen Betrag, nachdem er nur nach der Seitenzahl gefragt hat, wurde der Aufwand vermutlich geschätzt, ohne die Website anzusehen.

Was den Aufwand im deutschsprachigen Markt zusätzlich prägt
Einige Punkte tauchen in internationalen Audit-Vorlagen kaum auf, entscheiden aber gerade hier über den sinnvollen Umfang. Ob ein Anbieter sie von sich aus anspricht, sagt einiges darüber, wie gut er diesen Markt kennt.
Regionale Suche und Einsatzgebiete. Ein Handwerksbetrieb oder eine Praxis gewinnt Kunden meist über Anfragen wie "Heizungsnotdienst Offenbach". Hier geht es um Google Unternehmensprofil, Ortsseiten und Bewertungen. Schablonenhafte Stadtseiten, auf denen nur der Ortsname wechselt, bieten kaum Mehrwert und gehören im Audit angesprochen.
Portale in den Suchergebnissen. Bei vielen Dienstleistungen und Produkten stehen Vergleichs- und Bewertungsportale sowie Branchenverzeichnisse weit oben. Ein brauchbares Audit prüft die Suchergebnisseite selbst und sagt offen, wo sich der Kampf um Platz eins nicht lohnt und wo die Präsenz auf einem Portal oder eine spezifischere Suchanfrage sinnvoller ist. Wer nur Ihre Domain betrachtet, übersieht das.
DACH statt nur Deutschland. Wer auch in Österreich und der Schweiz verkauft, hat oft sehr ähnliche Sprachversionen. Hreflang, Währung, Versandbedingungen und abweichende Begriffe wie "Jänner" oder das Schweizer "ss" müssen geprüft werden. Legen Sie vorab fest, ob diese Märkte vollständig oder nur stichprobenartig geprüft werden.
Einwilligung und Datenlücken. Über das Consent-Banner kann ein spürbarer Teil der Besucher aus Analytics herausfallen. Das ist eine wahrscheinliche Erklärung dafür, dass GA4 und Search Console nicht übereinstimmen, und nicht automatisch ein Fehler. Ein Auditor sollte diese Einschränkung nennen, bevor er Schlüsse aus Besucherzahlen zieht.
DSGVO bei den Zugängen. Benötigt der Anbieter Zugriff auf Systeme mit personenbezogenen Daten, etwa Formulareingänge im CMS, kann ein Auftragsverarbeitungsvertrag nötig sein. Geben Sie nur frei, was gebraucht wird. Für die Search Console reicht ohnehin in der Regel ein eingeschränkter Nutzerzugang. Dies ist eine allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung; im Zweifel klären Sie das mit Ihrem Datenschutzbeauftragten oder Ihrer Rechtsberatung.
Das Angebot lesen: Festpreis, Stundensatz und Inklusiv-Audit
Neben dem Umfang entscheidet das Abrechnungsmodell darüber, wer das Risiko von Mehraufwand trägt. Viele Angebote wirken erst dann vergleichbar, wenn Sie dieses Modell herausgelesen haben.

Der Festpreis ist die naheliegende Wahl, sobald der Umfang feststeht. Prüfen Sie dann besonders den Absatz mit den Ausschlüssen: Sind Rückfragen, ein zweiter Präsentationstermin oder die spätere Nachkontrolle enthalten? Ein Stunden- oder Tagessatz ist sinnvoll, wenn die Ursache noch offen ist, wie bei einem plötzlichen Einbruch. Dann sollten Sie eine Obergrenze und einen Stundennachweis vereinbaren. Beim "kostenlos im Vertrag enthaltenen" Audit zahlen Sie natürlich trotzdem, nur über die Vertragslaufzeit. Fragen Sie, ob Sie den Bericht erhalten und behalten dürfen, wenn Sie nicht unterschreiben.
Drei Formalien sind außerdem schnell geklärt. Erstens: Sind die Beträge netto oder brutto ausgewiesen? Bei der Gegenüberstellung von Anbietern sollte die Darstellung einheitlich sein. Zweitens: Was schuldet der Anbieter, ein fertiges Ergebnis oder eine Tätigkeit? In Deutschland wird das oft unter den Begriffen Werkvertrag und Dienstvertrag diskutiert, und die Abgrenzung kann bei Abnahme und Nachbesserung eine Rolle spielen. Lassen Sie sich im Zweifel beraten, regeln Sie aber in jedem Fall die Lieferergebnisse schriftlich. Drittens: Gibt es eine Schlusszahlung nach Übergabe und Abnahme? Das verschafft Ihnen die einfachste Absicherung für den Fall, dass die Lieferung nicht zur Beschreibung passt.
Was am Ende auf Ihrem Tisch liegen muss
Nichts klärt die Preisdiskussion schneller als eine genaue Beschreibung des Ergebnisses. "Bericht" kann eine PDF mit fünf Seiten oder eine Arbeitsdatei mit Hunderten von Zeilen bedeuten. Folgendes sollten Sie vorab festschreiben:
- Management-Zusammenfassung: Höchstens ein bis zwei Seiten mit dem aktuellen Stand, den wenigen wichtigen Entscheidungen und den Folgen, wenn nichts geschieht.
- Befundliste: Eine bearbeitbare Tabelle mit Befund, betroffenen URLs oder Template, Beleg, empfohlener Korrektur, Priorität und Zuständigkeit. Screenshots in einer PDF lassen sich nicht in Ihr Aufgabensystem übernehmen.
- Begründete Priorisierung: Nach Wirkung und Aufwand. Etiketten wie "kritisch" oder "mittel" reichen nicht aus, wenn der Grund fehlt.
- Umsetzungshinweise: So konkret, dass Ihre Entwicklung den Aufwand ohne weiteren Termin schätzen kann.
- Zuordnung von Seiten zu Suchanfragen: Welche wichtige Seite bedient welche Suche, und wo konkurrieren Seiten miteinander?
- Rohdaten: Crawl-Dateien und Auswertungen, damit der nächste Dienstleister nicht wieder bei null anfängt.
- Messplan: Mit welcher Kennzahl und wann wird überprüft, ob eine Korrektur gewirkt hat?

Bitten Sie zudem um einen anonymisierten Musterbefund. Kundendaten können geschwärzt werden, die Arbeitsweise nicht. Der Unterschied sieht zum Beispiel so aus:
| Schwacher Befund | Brauchbarer Befund | |
|---|---|---|
| Befund | Title-Tags sind nicht optimal. | Alle 22 Ortsseiten nutzen denselben Title; nur der Ort wechselt, und der Inhalt ist nahezu identisch. |
| Beleg | Screenshot aus einem Tool. | Crawl-Export und Search-Console-Daten je URL. |
| Bedeutung | "Wichtig für SEO." | Die Region mit den meisten Aufträgen erzielt kaum Impressionen. |
| Maßnahme | Titles optimieren. | Vier Haupteinsatzorte mit echten Referenzangaben ausbauen, Rest zusammenlegen und weiterleiten. |
| Priorität | Hoch. | Zuerst, da ohne Entwicklung im CMS möglich. |
Die Zahlen in der Tabelle sind Beispiele. Für die linke Spalte gibt es keinen Grund, viel zu bezahlen. Die rechte Spalte bewahrt Ihre Entwicklung dagegen davor, an den falschen Stellen zu arbeiten.
Audit und Betreuungsvertrag sauber trennen
Die meisten, die vorab ein einmaliges Audit möchten, meinen damit: "Zeigen Sie mir, wie Sie arbeiten, bevor ich mich monatlich binde." Das ist vernünftig. Es hat aber einen eingebauten Interessenkonflikt, denn wer den Bericht schreibt, verkauft womöglich auch die daraus folgenden Leistungen. Auch wir gehören zu diesen Anbietern, und der folgende Hinweis gilt daher ebenso für uns.

Vier Punkte sollten daher schriftlich feststehen. Der Bericht gehört Ihnen und darf an andere Dienstleister weitergegeben werden. Das Audit ist nicht an einen Folgeauftrag gebunden. Falls eine Anrechnung auf einen späteren Vertrag vorgesehen ist, steht sie vorab im Angebot. Und jede Empfehlung stützt sich auf einen Befund auf Ihrer Website, nicht auf das Leistungspaket des Anbieters.
Geht es danach in den Betreuungsvertrag, wird das Audit zur Grundlage. Sie können nun fragen, welche Monatsstunden für welchen Befund vorgesehen sind. Hierbei hilft unser Beitrag SEO-Angebote bewerten. Vielleicht ist das der größte Nutzen des vorgeschalteten Audits: Ein offenes Monatsbudget wird an konkrete Arbeit gebunden.
Folgekosten, die in keinem Audit-Preis stecken
Ein Audit ist eine Diagnose. Die Therapie folgt getrennt und dauert meist länger. Wer nur die Rechnung fürs Audit einplant, erlebt bei der Berichtsübergabe oft eine Überraschung. Bedenken Sie deshalb auch:
- Entwicklungszeit für Weiterleitungen, Template-Änderungen und Ladezeit, ob intern, freiberuflich oder über Ihre Webagentur.
- Inhaltsarbeit: Seiten zusammenlegen, überarbeiten oder neu schreiben. Hier entsteht häufig der größte Teil des Folgeaufwands.
- Nachkontrolle: Wer prüft, ob die Korrekturen korrekt live sind? Oft ist das eine eigene Position.
- Werkzeuge: Sind für Wiederholungsprüfungen Lizenzen nötig, oder genügen kostenlose Tools?
- Zusatztermine und weitere Sprachen: Was über den Umfang hinausgeht, wird oft gesondert berechnet.
- Zeit des eigenen Teams: Zugänge einrichten, Fragen beantworten, Befunde lesen. Das steht auf keiner Rechnung, ist aber real.
Die bessere Frage lautet deshalb nicht nur, was ein Audit kostet, sondern ob am Ende Arbeit herauskommt, die Sie auch schaffen. Hat Ihre Entwicklung nur wenige Stunden im Monat frei, landet ein hundert Punkte langer Bericht in der Schublade. Nennen Sie dem Anbieter daher Ihre Kapazität vorab. Bei knappem Budget hilft unser Beitrag zu SEO-Prioritäten bei kleinem Budget, die richtige Reihenfolge zu finden.
Drei Angebote auf einen Nenner bringen
Summen können Sie erst vergleichen, wenn der Umfang gleich ist. Dafür brauchen Sie kein formales Ausschreibungsverfahren, sondern nur ein paar Stunden Arbeit:
- Dieselbe Anfrage an alle senden. Fragestellung, Domain und Sprachen, wichtigste Leistungen, CMS, Status der Search-Console-Zugänge. Eine halbe Seite genügt.
- Umfang zeilenweise anfordern. Ein einzeiliges "Umfassendes SEO Audit" senden Sie zurück und bitten um Angaben entlang der obigen Kostentreiber.
- Musterbefund und Bearbeiter erfragen. Arbeitet die Person aus dem Verkaufsgespräch selbst an den Daten? Welche Tools werden eingesetzt, und wer interpretiert sie?
- Geschätzte Stunden erfragen. Nicht jeder nennt einen Stundensatz, und das ist in Ordnung. Eine Stundenschätzung zeigt aber, ob der versprochene Umfang realistisch ist.
- Fragen, was weggelassen werden könnte. Wer sich Ihre Website angesehen hat, sagt vielleicht, dass eine Logfile-Analyse überflüssig ist. Wer alles für unverzichtbar hält, plant womöglich eher die Rechnung als das Audit.
Danach sehen Sie für jedes Angebot Leistung, Aufwand, Person und Unterlagen. So erkennen Sie, welche Zeile das günstige Angebot auslässt und welche das teure hinzufügt. Wenn Sie diese Übersicht für Ihre eigene Website gemeinsam durchgehen möchten, sprechen Sie mit uns über SEO Audit Kosten und den passenden Umfang. Das Honorar klären wir im kostenlosen Gespräch, sobald der Umfang feststeht.
Wann sich ein bezahltes Audit nicht lohnt
Nicht jedes Unternehmen braucht zum jetzigen Zeitpunkt ein Audit. In diesen Fällen ist das Geld woanders wahrscheinlich besser angelegt:
- Die Website ist neu und klein. Bei einigen wenigen Seiten und kurzer Datenhistorie gibt es wenig auszuwerten. Kümmern Sie sich zuerst um die Grundlagen, die Search Console und echte Leistungsseiten. Eine kostenlose automatische Prüfung reicht vorerst oft aus.
- Ein Neubau steht ohnehin an. Polieren Sie nicht das alte Template, sondern fragen Sie nach Inventar und Launch-Kontrolle.
- Niemand kann die Befunde umsetzen. Berichte veralten. Sichern Sie zuerst die Kapazität oder planen Sie die Umsetzung gleich mit ein.
- Es ist gar kein Suchproblem. Wenn Besucher kommen, aber keine Anfragen, kann das am Angebot, an der Erreichbarkeit oder am Seitentext liegen. Ein SEO Audit kann darauf hindeuten, löst das aber nicht.
Wer Ihnen das offen sagt, verrät auch etwas darüber, wie er später arbeiten wird. "Jede Website braucht sofort ein Voll-Audit" sollten Sie dagegen als Warnzeichen notieren.
Gut vorbereitet zahlen Sie keine Wartezeit
Jeder Tag, an dem ein Auditor auf Zugänge wartet, geht am Ende irgendwo in den Aufwand ein. Vor dem Start sollten Sie Folgendes bereithalten:
- Personenbezogene Nutzerzugänge mit eingeschränkten Rechten für Search Console und Analytics. Keine Admin-Passwörter weitergeben, Zugänge nach Abschluss entfernen.
- Eine Liste wesentlicher Änderungen der letzten Jahre mit Datum: Relaunch, CMS-Wechsel, Domainumzug, gelöschte Inhalte.
- Ihre lukrativsten Leistungen oder Produktgruppen. Von außen lässt sich das nicht erraten.
- Frühere Agenturberichte und Informationen zu Linkaufbau, auch wenn das unangenehm ist. Gekaufte Links sollten Sie lieber offenlegen, als dass sie später auffallen.
- Eine ehrliche Übersicht, wer was umsetzen kann: Entwicklung, Text, Anbieter des CMS.

Abnahme: Den Bericht prüfen, bevor Sie ihn akzeptieren
Haben Sie eine Schlusszahlung an die Abnahme geknüpft, gibt Ihnen das ein Druckmittel. Auch ohne diese Regelung lohnt sich die kurze Prüfung, denn sie deckt schwache Berichte schnell auf.

Warnzeichen erkennen Sie außerdem an typischen Formulierungen: Garantien für Platz eins, ein Urteil, das sich auf eine einzige Punktzahl stützt, Textbausteine zu Problemen, die Ihre Website gar nicht hat, die gleiche Priorität für jede Zeile und Traffic-Prognosen ohne Quelle. Die Rankings bestimmt die Suchmaschine. Ein ehrliches Audit zeigt Chancen auf und garantiert keine Ergebnisse.
Welche Rolle das Audit bei Welda spielt
In unserer SEO-Betreuung ist das technische Audit der erste Schritt. Mit Search Console, Screaming Frog und PageSpeed Insights prüfen wir den technischen Zustand, die aktuellen Rankings und das Wettbewerbsumfeld und fassen die wichtigsten Probleme und Chancen in einem priorisierten Bericht zusammen. Anschließend folgen Keyword- und Content-Strategie, Umsetzung und monatliches Reporting. Wir arbeiten ausschließlich mit White-Hat-Methoden und garantieren keine Platz-eins-Position.
Eine feste Preisliste haben wir nicht: Die Kosten richten sich nach der Größe Ihrer Website, der Wettbewerbsintensität des Zielmarkts und dem benötigten Content-Umfang. Wenn Sie ausschließlich das Audit wünschen, sagen Sie das gleich zu Beginn. Wir klären dann gemeinsam, ob ein einmaliger Auftrag zu Ihrer Situation passt, welcher Umfang sinnvoll ist und was Ihre SEO Audit Kosten bestimmen würde. Wer sich zunächst selbst einen Überblick verschaffen möchte, kann mit dem kostenlosen Bericht beginnen. Für ein kostenloses Gespräch schreiben Sie uns.
Häufige Fragen
Warum unterscheiden sich die Kosten für ein SEO Audit so stark?
Weil Angebote meist unterschiedliche Leistungen beschreiben. Automatischer Bericht und strategisches Audit unterscheiden sich in Umfang, Aufwand und Ergebnis. Gleichen Sie vor dem Vergleich Umfang, Bearbeiter und Unterlagen an.
Kann man einem Preis vertrauen, der ohne Blick auf die Website genannt wird?
Seien Sie vorsichtig. Ein Betrag ohne Kenntnis von Website, Umfang und Markt ist meist der Preis eines festen Pakets und verfälscht Ihren Vergleich. Bei uns wird das Honorar im kostenlosen Gespräch geklärt, sobald der Umfang feststeht.
Wie lange dauert ein SEO Audit?
Das hängt vom Umfang, von der Komplexität der Website und davon ab, wie schnell Zugänge bereitstehen. Lassen Sie sich im Angebot die Dauer je Phase nennen und fragen Sie, wie sich Verzögerungen auswirken.
Können wir ein SEO Audit selbst durchführen?
Die Grundlagen ja. Search Console, kostenlose Crawler-Versionen und automatische Berichte zeigen schon einiges, und unser Überblick zum SEO-Audit erklärt, worauf Sie achten sollten. Schwieriger ist es, Befunde betriebswirtschaftlich zu gewichten und die eigene Arbeit unvoreingenommen zu sehen.
Steigen die Rankings nach dem Audit von selbst?
Nein. Ein Bericht verändert nichts, bevor Korrekturen umgesetzt sind, und selbst dann beeinflussen Suchmaschine und Wettbewerb das Ergebnis. Niemand kann seriös ein Ranking garantieren.
Wie oft sollte man ein Audit durchführen lassen?
Weniger nach Kalender als nach Ereignis: Relaunch, CMS-Wechsel, unerklärter Einbruch, Agenturwechsel oder Eintritt in einen neuen Markt. Läuft eine monatliche SEO-Betreuung, sollten Grundprüfungen ohnehin dazugehören.
Lohnt sich ein Audit ohne anschließenden Betreuungsvertrag?
Ja, sofern jemand die Befunde umsetzt. Interne Entwicklung und Redaktion können mit einem gut aufbereiteten Bericht viel erreichen. Fehlt diese Kapazität, verliert der Bericht schnell an Wert. Planen Sie die Umsetzung deshalb vor dem Kauf.