Die Google Ads Agentur Kosten sind das Honorar, das Sie einer Agentur oder einem Freelancer für Aufbau und Betreuung Ihrer Kampagnen zahlen. Sie kommen zum Werbebudget hinzu, das an Google geht. Eine allgemein gültige Summe gibt es nicht, denn die Höhe hängt vom Umfang, von der Zahl der Kanäle und vom monatlichen Aufwand ab. Was Sie aber sofort prüfen können, ist das Modell: Festpauschale, Prozent vom Werbebudget und Einrichtungsgebühr machen aus derselben Arbeit sehr unterschiedliche Gesamtkosten und setzen sehr unterschiedliche Anreize.
Wenn gerade ein oder mehrere Angebote auf Ihrem Schreibtisch liegen und Sie sich fragen, ob das angemessen ist, hilft Ihnen dieser Leitfaden. Wir zerlegen ein Angebot zunächst in seine Bestandteile, rechnen die Modelle mit einem Beispiel durch und klären dann, welches zu Ihrer Situation passt und was Sie vor der Unterschrift fragen sollten. Marktpreise nennen wir bewusst nicht: Solche Zahlen sind ohne bekannten Leistungsumfang wenig aussagekräftig und setzen schnell einen falschen Anker. Unsere Rechenbeispiele arbeiten deshalb mit neutralen „Einheiten“, damit die Methode im Vordergrund steht und Sie Ihre eigenen Beträge einsetzen können.
Erst trennen: Werbebudget, Betreuung und Einrichtung
Viele Missverständnisse entstehen, weil drei verschiedene Zahlungen als eine einzige „Werbekosten“-Summe betrachtet werden. Sie gehen an unterschiedliche Empfänger, bezahlen unterschiedliche Dinge und haben andere Folgen, wenn Sie dort kürzen.
Das Werbebudget fließt an Google, für Klicks und Einblendungen. Es ist bei direkter Abrechnung kein Einkommen der Agentur. Wie hoch es sein sollte, hängt vor allem vom Wettbewerb und von Ihren Zielen ab; dazu finden Sie mehr im Beitrag Werbebudget festlegen.
Die Betreuungsgebühr bezahlt die laufende Arbeit: Suchbegriffe prüfen, Keywords ausschließen, Gebotsstrategien anpassen, Anzeigentexte testen, Budget zwischen Kampagnen verschieben und Ihnen berichten.
Die Einrichtungsgebühr deckt die einmalige Arbeit zu Beginn ab: Kontostruktur, Keyword-Recherche, Conversion-Tracking, erste Anzeigen und Zielgruppenlisten. Manche Agenturen weisen sie gesondert aus, andere verteilen sie auf die Monatsgebühr, wieder andere verzichten darauf, wenn Sie sich für eine Mindestlaufzeit verpflichten.

Tragen Sie deshalb jedes Angebot zuerst in diese drei Spalten ein. Steht dort nur ein einziger „Paketpreis“, bitten Sie um die Aufschlüsselung, also darum, welcher Betrag tatsächlich bei Google ankommt. Das ist keine unhöfliche Nachfrage, denn ohne diese Zahl lässt sich auch kein Kampagnenerfolg beurteilen. Auch wir trennen das klar: Bei Welda sind die Google Ads Agentur Kosten vollständig getrennt von den Werbeausgaben, die Sie direkt an Google und Meta zahlen.
Wovon die Agenturkosten wirklich abhängen
Zwei Unternehmen mit gleichem Budget können einen völlig unterschiedlichen Aufwand verursachen. Deshalb lautet die erste Frage nicht „Ist das günstig?“, sondern „Welche Leistung kaufe ich zu diesem Preis?“. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Kostentreiber und was Sie im Erstgespräch klären sollten.
| Kostentreiber | Warum er den Aufwand verändert | Was Sie fragen sollten |
|---|---|---|
| Kampagnentypen | Suche, Performance Max, YouTube und Shopping brauchen jeweils eigenen Aufbau und eigene Kontrolle | Welche Kampagnentypen sind im Angebot benannt? |
| Sortiment | Große Shops bringen Feed-Arbeit und Segmentierung nach Marge mit | Wer betreut Feed und Merchant Center? |
| Regionen und Sprachen | Österreich und die Schweiz bedeuten eigene Keywords, Texte und Auswertungen | Wie ändert sich die Gebühr bei neuen Märkten? |
| Zustand des Trackings | Fehlerhafte Daten müssen repariert werden, bevor Optimierung Sinn ergibt | Ist eine Tracking-Prüfung in der Einrichtung enthalten? |
| Creatives | Texte, Bilder und Videos werden häufig separat berechnet | Wie viele Varianten pro Monat sind enthalten? |
| Berichte und Termine | Wöchentlicher Jour fixe und Monatsbericht sind nicht derselbe Aufwand | Wie oft gibt es Berichte und Abstimmungen? |
| Wettbewerb | Umkämpfte Auktionen brauchen engere Kontrolle und mehr Tests | Wie häufig wird das Konto tatsächlich geprüft? |
Ein Beispiel macht den Unterschied greifbar: Ein Sanitärbetrieb aus Augsburg, der nur im Umkreis von wenigen Kilometern Notdienst-Suchanfragen bewerben will, braucht saubere Keywords, Anruf-Tracking und passende Anzeigenzeiten. Ein Onlineshop für Fahrradzubehör mit mehreren tausend Artikeln im gesamten DACH-Raum braucht dagegen Feed-Pflege, margenbasierte Steuerung und getrennte Auswertungen je Land. Wenn beide Unternehmen dasselbe „Paket“ angeboten bekommen, lohnt sich mindestens eine Rückfrage.
Die drei Modelle: Pauschale, Prozent und Einrichtung
Die meisten Angebote sind eine Mischung aus drei Bausteinen. Keiner davon ist per se richtig oder falsch. Jeder lässt ein anderes Risiko bei Ihnen und ein anderes bei der Agentur.
Monatliche Festpauschale
Für einen festgelegten Umfang zahlen Sie jeden Monat denselben Betrag. Der große Vorteil ist die Planbarkeit: Die Gebühr steigt nicht automatisch, wenn Sie das Budget verdoppeln, und eine Empfehlung zur Budgeterhöhung ist deshalb weniger von Eigeninteresse überschattet. Die Schwachstelle ist der Umfang. Sind Kampagnen, Kanäle und Änderungsrunden nicht schriftlich festgehalten, hören Sie später womöglich: „Das ist nicht in der Pauschale enthalten.“ Bei sehr kleinem Budget kann eine Pauschale zudem relativ schwer wiegen. Eine Variante ist das Stundenkontingent; hier sollten Sie klären, ob ungenutzte Stunden verfallen und wie die Arbeit dokumentiert wird.
Prozent vom Werbebudget
Die Agentur erhält einen vereinbarten Anteil Ihrer monatlichen Ausgaben. Für kleine Konten wirkt der Einstieg niedrig, und in ruhigen Monaten sinkt die Gebühr mit. Zwei Punkte verdienen aber Aufmerksamkeit. Erstens verdient die Agentur mehr, wenn Sie mehr ausgeben. Das ist kein Vorwurf, aber Budgetempfehlungen sollten Sie entsprechend einordnen. Zweitens wächst der Aufwand selten im selben Tempo wie das Budget: Eine Verdopplung der Ausgaben verdoppelt nicht zwingend die Arbeit, wohl aber die Gebühr. Wer dieses Modell wählt, sollte einen Mindest- und einen Höchstbetrag ansprechen.
Einrichtungsgebühr
Die Einrichtung ist eher ein Zusatz als ein eigenes Modell, beeinflusst die Entscheidung aber stark. Eine gesondert ausgewiesene Gebühr erhöht die erste Rechnung und macht zugleich sichtbar, was geleistet wird. „Kostenlose Einrichtung“ bedeutet dagegen nicht, dass die Arbeit nichts kostet; häufig steckt sie in der Monatsgebühr oder wird durch eine längere Mindestlaufzeit abgesichert. Beides kann völlig legitim sein. Wichtig ist, dass Sie wissen, was bei einer vorzeitigen Beendigung fällig wird.
Mischformen und erfolgsabhängige Vergütung
Manche Agenturen kombinieren eine Grundpauschale mit einem prozentualen Anteil oder arbeiten mit Budgetstaffeln. Andere bieten eine Vergütung pro Lead oder eine Umsatzbeteiligung an. Das klingt attraktiv, weil das Risiko scheinbar bei der Agentur liegt. Voraussetzung sind aber eine Messung, der beide Seiten vertrauen, und eine schriftliche Definition, was als qualifizierter Lead gilt. Bei wackeligem Tracking wird daraus schnell das Modell mit dem meisten Diskussionsbedarf.

Rechenbeispiel: Wo sich die Modelle schneiden
Die Entscheidung zwischen Pauschale und Prozent beginnt mit einer einfachen Division: Pauschale ÷ Prozentsatz = Schnittpunkt beim Werbebudget. Unterhalb dieses Werts ist das Prozentmodell günstiger, oberhalb die Pauschale.
Nehmen wir beispielhaft eine Pauschale von 40 Einheiten pro Monat und ein Prozentmodell mit 10 %. Diese Werte dienen nur der Rechnung und sind keine Marktdurchschnitte. 40 ÷ 0,10 ergibt 400 Einheiten. Bei einem Budget von 100 Einheiten zahlen Sie im Prozentmodell 10, mit Pauschale 40. Bei 800 Einheiten dreht sich das Bild: 80 im Prozentmodell, weiterhin 40 mit Pauschale.

Entscheidend ist daher weniger Ihr heutiges Budget als die Frage, wohin es sich in den nächsten zwölf Monaten entwickelt. Wenn die Kampagnen funktionieren, möchten Sie vermutlich mehr investieren. Rechnen Sie jedes Angebot also sowohl mit dem aktuellen Budget als auch mit Ihrem Wachstumsszenario durch.
Drei Angebote über zwölf Monate vergleichen
Der häufigste Fehler besteht darin, nur die Monatsgebühr zu vergleichen. Im folgenden Beispiel stehen drei fiktive Angebote nebeneinander. Das Werbebudget ist jeweils gleich, deshalb zählen wir nur die Zahlungen an die Agentur. Alle Werte sind netto gedacht.
| Beispielposten (Einheiten) | Angebot A | Angebot B | Angebot C |
|---|---|---|---|
| Monatliche Betreuung | Pauschal 40 | 10 % vom Budget | Pauschal 25 |
| Einrichtung | 120 | Keine | Keine |
| Conversion-Tracking | In der Einrichtung | Enthalten | Extra: 150 |
| Creatives | Enthalten | Extra: 200 | Extra: 200 |
| 12 Monate gesamt, Budget konstant 300 | 600 | 560 | 650 |
| 12 Monate gesamt, Budget zweites Halbjahr 600 | 600 | 740 | 650 |
Das auf den ersten Blick günstigste Angebot C ist bei konstantem Budget das teuerste. Angebot B ohne Einrichtungsgebühr liegt bei gleichbleibendem Budget vorn und wird im Wachstum zum teuersten. Das anfangs teure Angebot A bleibt im Wachstum am niedrigsten. Das macht A nicht automatisch zum Sieger, zeigt aber, warum die Monatsgebühr allein keine Entscheidungsgrundlage ist. Prüfen Sie außerdem, ob die Leistungen tatsächlich vergleichbar sind: Ein Team, das einmal im Monat einen Bericht schickt, und ein Team, das wöchentlich Suchbegriffe bereinigt, gehören nicht in dieselbe Zeile.
Für das Gesamtbild tragen Sie Ihr eigenes Angebot in die folgende Formel ein. Im Beispiel liegen Creatives und Landingpage außerhalb des Angebots, also genau jene Posten, die vielen erst später auffallen.

Rechnet sich die Gebühr?
Der zweite Test setzt die Gebühr ins Verhältnis zu Ihrem Geschäftsmodell: monatliche Betreuungsgebühr ÷ Rohertrag pro Kunde = zusätzliche Kunden, die zur Deckung nötig sind. Bei 40 Einheiten Gebühr und 20 Einheiten Rohertrag sind das zwei zusätzliche Kunden im Monat. Bei einem margenschwachen Einmalkauf ist diese Hürde hoch, bei einer Steuerkanzlei mit langfristigen Mandaten oft leichter zu nehmen. Es geht darum, die Rendite in Kunden und Ertrag zu lesen statt in Klicks. Vertiefend dazu: ROAS richtig messen.
Welches Modell passt zu Ihnen und welches nicht?
Betrachten Sie vier Dinge gemeinsam: die Größe des Budgets, Ihre Wachstumspläne, die Saisonalität und den Zustand des Kontos. Die folgenden Szenarien sind Ausgangspunkte und keine festen Regeln.
- Wachsendes Budget, stabiles Konto: Eine Fest- oder Staffelpauschale ist meist die sauberere Lösung. Die Gebühr folgt dem Umfang und nicht automatisch den Ausgaben.
- Kleines Budget, Markttest: Prüfen Sie eine schmale Pauschale oder ein Prozentmodell mit Deckel. Die Gefahr ist hier, dass die Gebühr das Werbebudget in den Schatten stellt. Lässt sich mit dem Budget nicht genug lernen, verkleinern Sie zuerst den Umfang.
- Saisongeschäft: Ferienwohnungen an der Ostsee oder ein Gartenbaubetrieb haben starke und ruhige Monate. Ein Prozentmodell mit Mindest- und Höchstbetrag oder eine reduzierte Betreuung außerhalb der Saison kann besser passen.
- Kein Konto oder unzuverlässiges Tracking: Fordern Sie vor jedem Monatsvertrag eine einzeln beschriebene Einrichtung samt Prüfung an. Ohne saubere Daten bleibt jeder Modellvergleich Raterei.
- Mehrere Länder oder Produktlinien: Eine Mischstruktur mit festgelegtem Umfang je Markt oder Kampagnengruppe bleibt in der Regel transparenter als ein einziger Satz für alles.

Manchmal lautet die ehrliche Antwort auch: noch keine Agentur beauftragen. Wenn Ihr Kontaktformular nicht funktioniert, niemand eingehende Anrufe annimmt, Sie den Ertrag pro Kunde nicht kennen oder das Werbebudget neben jeder denkbaren Gebühr winzig wirkt, löst Betreuung das Problem nicht. Dann ist es die bessere Investition, zuerst diese Grundlagen zu ordnen. Wer selbst starten möchte, findet in unserem Google-Ads-Einstieg einen guten Anfang. Grundwissen hilft später auch im Gespräch mit jeder Agentur.
Kosten, die nicht im Angebot stehen
Oft verrät ein Angebot mehr durch das, was fehlt, als durch das, was darin steht. Keiner der folgenden Punkte deutet auf schlechte Absichten hin, aber jeder kann zur Überraschung werden, wenn er nicht früh angesprochen wird.
- Creatives und Videos: Wenn YouTube oder Performance Max im Spiel sind, wer produziert die Assets?
- Landingpages: Die Anzeige bringt den Klick, die Seite bringt die Conversion. Sind Änderungen ein separater Auftrag, planen Sie das von Anfang an mit ein.
- Tracking-Pflege: Website-Updates können Tags zerstören. Sind Reparaturen in der Monatsgebühr enthalten?
- Tools und Lizenzen: Werden Kosten für Anruf-Tracking, Dashboards oder Gebotstools weitergereicht?
- Zusätzliche Kanäle und Märkte: Wie verändert sich die Gebühr, wenn Meta Ads oder Österreich dazukommen?
- Mindestlaufzeit und Kündigung: Wie lang ist die Bindung, welche Kündigungsfrist gilt, und muss eine erlassene Einrichtungsgebühr bei vorzeitigem Ende nachgezahlt werden?
- Abrechnung über die Agentur: Läuft das Werbebudget über die Agenturrechnung, sollten Sie es mit den Ausgaben im Google-Ads-Konto abgleichen können. Das Vorgehen selbst ist kein Problem, fehlende Transparenz schon.
- Künstlersozialabgabe: Bei kreativen Leistungen freier Kreativer oder bestimmter Agenturformen kann die Abgabe ein Thema sein. Fragen Sie Ihre Steuerberatung, ob das bei Ihnen relevant ist.
Die teuerste versteckte Position taucht auf keiner Rechnung auf: Werbebudget ohne Conversion-Tracking. Werden Formularanfragen und Anrufe nicht gemessen, wissen Sie nicht, welche Kampagne Kunden gebracht hat. Was eingerichtet sein sollte, zeigt unser Leitfaden Conversion-Tracking einrichten. Bei Welda steht die Messung am Anfang, und ohne funktionierendes Tracking schalten wir keine Anzeigen.
Fragen für das Erstgespräch
Die Qualität der Antworten sagt oft mehr als das Angebot selbst. Wer hier klar antwortet, führt meist auch das Konto klar. Für die umfassendere Bewertung einer Agentur lesen Sie unseren Beitrag Online-Werbeagentur wählen.
- Auf wessen Namen läuft das Werbekonto, und was passiert damit, wenn wir die Zusammenarbeit beenden?
- Zahle ich direkt an Google, oder läuft das Budget über Ihre Rechnung?
- Welche Arbeit wird für diese Gebühr monatlich konkret erledigt? Wie oft wird das Konto geprüft?
- Wer betreut das Konto tatsächlich: mein heutiger Gesprächspartner oder jemand anderes?
- Welche Kennzahlen stehen im Bericht? Nur Klicks, oder Ausgaben, Conversions, CPA und ROAS gemeinsam?
- Was ist für die ersten Monate ein realistisches Ziel, und wie kommen Sie darauf?
- Wie ändert sich die Gebühr, wenn wir das Budget erhöhen, kürzen oder pausieren?
- Habe ich direkten Zugriff auf Kampagnendaten und Änderungsverlauf?
- Welche Kündigungsfrist gilt, und welche Daten und Inhalte bleiben bei mir?

Bei manchen Antworten lohnt sich ein genauerer Blick. Garantierte Spitzenplätze oder eine fest zugesagte Zahl an Kunden passen schlecht zur Funktionsweise einer Anzeigenauktion. Eine vorsichtige Antwort wie „Die ersten Wochen dienen dem Testen, das Bild wird mit wachsender Datenmenge klarer“ ist meist realistischer.
Häufige Fehler beim Agenturvergleich
- Die niedrigste Monatsgebühr wählen: Bei unterschiedlichem Umfang sind Monatsgebühren nicht vergleichbar. Rechnen Sie immer die Summe über zwölf Monate.
- Das Budget kürzen, die Gebühr aber behalten: Sehr geringe Ausgaben liefern dem System zu wenig Daten, während die Gebühr gleich bleibt. Prüfen Sie das Verhältnis regelmäßig.
- Nicht nach dem Kontoeigentum fragen: Historie und Zielgruppen haben Wert. Ein Konto auf den Namen der Agentur kann später einen Neuanfang bedeuten.
- Sich mit Klickberichten zufriedengeben: Mehr Klicks sind nicht mehr Kunden. Ausgaben und Ergebnisse gehören nebeneinander.
- Prozentsätze isoliert vergleichen: Ein niedriger Satz kann schmalen Umfang oder viele Zusatzposten bedeuten. Ohne Leistungsbeschreibung sagt er wenig aus.
- Zu früh urteilen: Wer nach wenigen Wochen Agentur oder Modell wechselt, kann die Lernphase zurücksetzen. Vereinbaren Sie den Bewertungszeitraum vorab.
- Die Kontohygiene nicht ansprechen: Geld für irrelevante Suchanfragen summiert sich leise. Fragen Sie, wie oft auszuschließende Keywords überprüft werden; die Antwort ist aufschlussreich.
Rechnung, DSGVO und Vertrag: Worauf Sie achten sollten
Die folgenden Hinweise ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung, sondern geben Ihnen Fragen an die Hand. Achten Sie im Angebot zunächst darauf, ob Beträge netto oder brutto ausgewiesen sind, damit Sie Gleiches mit Gleichem vergleichen. Rechnet ein Anbieter aus dem EU-Ausland ab, kann das Reverse-Charge-Verfahren eine Rolle spielen. Wie die Rechnungen von Google und der Agentur konkret zu behandeln sind, klärt Ihre Steuerberatung am besten.
Conversion-Tracking und Remarketing berühren personenbezogene Daten und Cookies. Damit sind die DSGVO und das TDDDG relevant, und in der Praxis geht es um Einwilligungen über ein Consent-Tool, die Datenschutzerklärung und häufig den Google Consent Mode. Verarbeitet eine Agentur in Ihrem Auftrag personenbezogene Daten, sollten Sie klären, ob ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nötig ist. Besondere Sorgfalt verlangt das Hochladen von Kundenlisten für das Targeting. Auch die Umsetzung des Consent-Banners sollte einen benannten Verantwortlichen haben, denn als Websitebetreiber tragen Sie in der Regel selbst Verantwortung.
Je nach Branche gelten weitere Regeln für Werbeaussagen, etwa das Wettbewerbsrecht allgemein oder das Heilmittelwerbegesetz bei einer Zahnarztpraxis. Klären Sie, wer Anzeigentexte freigibt. Im Vertrag sollten außerdem stehen: Leistungsbeschreibung, Berichtsfrequenz, Kontoeigentum, Datenzugriff, Regeln für Preisanpassungen, Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und Nutzungsrechte an Texten und Creatives.
Agentur oder Modell wechseln: die Schritte
Läuft bereits ein Konto, gehört auch der Wechselaufwand in Ihre Kalkulation. Eine gut geplante Übergabe erhält die Historie, eine schlecht geplante kann Monate gesammelter Erkenntnisse kosten.
- Eigentum klären. Prüfen Sie, auf wen Konto und Zahlungsprofil laufen. Gehört das Konto der Agentur, sprechen Sie frühzeitig über die Übertragung.
- Exportieren. Sichern Sie Kampagnenstruktur, Ausschlusslisten, Conversion-Einstellungen und aktuelle Berichte.
- Tracking-Zugriffe gesondert prüfen. GA4 und Tag Manager sind ebenso wichtig wie das Werbekonto und werden oft vergessen.
- Nur ein Team im Konto. Parallele Änderungen machen Ergebnisse unlesbar. Legen Sie ein klares Übergabedatum fest und achten Sie auf die Kündigungsfrist beim bisherigen Anbieter.
- Den ersten Monat für das Audit nutzen. Staffeln Sie größere Umbauten. Wer alles gleichzeitig ändert, weiß danach nicht, was gewirkt hat.

Wie Welda damit umgeht
Wir betreuen Google Ads in den Formaten Suche, Performance Max, YouTube und Shopping und auf Wunsch zusammen mit Meta Ads. Eigentum und Kontrolle über die Werbekonten bleiben bei Ihnen. Wir arbeiten über einen Administratorzugriff, und wenn die Zusammenarbeit endet, bleiben Konten und historische Daten bei Ihnen. Jeden Monat erhalten Sie einen Bericht, der Ausgaben, Conversions, CPA und ROAS gemeinsam zeigt.
Feste Listenpreise veröffentlichen wir nicht, denn die Gebühr richtet sich nach Kampagnenumfang, Zahl der Kanäle und monatlichem Aufwand. Wenn Sie ein Angebot möchten, das sich mit der hier beschriebenen Methode vergleichen lässt, halten wir den Umfang gemeinsam schriftlich fest und klären Ihre Google Ads Agentur Kosten in einem kostenlosen Gespräch. Andere Angebote können Sie dabei gerne in dieselbe Tabelle eintragen. Und wenn Anzeigen für Sie noch nicht der richtige nächste Schritt sind, sagen wir Ihnen das.
Häufig gestellte Fragen
Ist die Agenturgebühr im Werbebudget enthalten?
Das sollte sie nicht sein, zumindest sollte sie getrennt ausgewiesen werden. Das Werbebudget geht an Google, die Gebühr an den Dienstleister. Haben Sie nur einen Paketpreis erhalten, lassen Sie sich schriftlich bestätigen, welcher Betrag monatlich tatsächlich in Anzeigen fließt.
Was ist besser: Pauschale oder Prozent?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Wächst Ihr Budget, ist eine Festpauschale besser planbar. Bei kleinem oder schwankendem Budget kann ein gedecktes Prozentmodell flexibler sein. Berechnen Sie den Schnittpunkt und vergleichen Sie beide Angebote über zwölf Monate.
Muss ich eine Einrichtungsgebühr zahlen?
Die Arbeit fällt in jedem Fall an, die Frage ist nur, wo die Kosten stehen. Eine eigene Position macht den Umfang sichtbar. Ist die Einrichtung „kostenlos“, fragen Sie, ob sie in der Monatsgebühr oder in der Mindestlaufzeit steckt und was bei vorzeitigem Ausstieg gilt.
Ist eine Mindestlaufzeit grundsätzlich schlecht?
Nicht unbedingt, denn Kampagnen brauchen Zeit zum Lernen und die Agentur investiert am Anfang viel Arbeit. Prüfen Sie aber die Dauer, die automatische Verlängerung und die Kündigungsfrist. Gerade eine stillschweigende Verlängerung wird leicht übersehen.
Kann ich Google Ads nicht selbst betreuen?
Doch. Bei einem Standort und wenigen Keywords ist das vernünftig, wenn Sie die Zeit haben. Allerdings hat auch Ihre eigene Stunde einen Preis, und Suchbegriffspflege, Messung und Tests verlangen regelmäßige Aufmerksamkeit. Beziehen Sie das in Ihren Vergleich ein.
Wann kann ich beurteilen, ob es funktioniert?
Erste Daten kommen meist nach wenigen Tagen, die ersten Wochen dienen dem Testen und Lernen. Ein fester Termin wäre irreführend, weil Conversion-Volumen und Branche eine Rolle spielen. Legen Sie Zeitrahmen und Kennzahlen vor dem Start gemeinsam fest.
Warum ist das Kontoeigentum so wichtig?
Historie, Conversion-Daten und Zielgruppenlisten wachsen mit der Zeit. Läuft das Konto auf Ihren Namen, beginnen Sie bei einem Agenturwechsel nicht bei null. So attraktiv ein Angebot auch aussieht: Lassen Sie sich diesen Punkt schriftlich bestätigen.
Wenn nach dem Durchrechnen Ihrer Angebote noch Fragen offen sind, schreiben Sie uns. Im kostenlosen Gespräch schauen wir uns Ihren Umfang und das passende Modell gemeinsam an.