Die Kosten einer Kosmetikstudio-Software hängen vor allem von drei Größen ab: der Zahl der Standorte, der Zahl der Personen mit eigenem Zugang und den Modulen, die Sie wirklich brauchen. Im Kosmetikstudio kommen drei branchentypische Posten hinzu: die Verwaltung von Paketen und Zehnerkarten, das monatliche Nachrichtenvolumen und der Speicherplatz für Fotos und Einwilligungen. In Deutschland stellt sich außerdem die Frage, was mit Ihrer Kasse und der TSE geschieht. Zwei Angebote unterscheiden sich meist deshalb, weil sie diese Posten unterschiedlich abdecken, und nur selten, weil einer der Anbieter schlicht günstiger ist. Vergleichbar werden sie erst, wenn Sie beide auf denselben Leistungsumfang und denselben Zeitraum umrechnen.
Genau diese Umrechnung zeigen wir hier Schritt für Schritt. Unsere Rechenbeispiele verwenden neutrale „Einheiten“ statt Euro, denn Preislisten ändern sich mit jeder Aktion, und eine Eurozahl wäre schnell überholt. Der Rechenweg bleibt derselbe. Setzen Sie am Ende einfach Ihre echten Angebote ein.
Das Anfrageblatt: Was Sie vor dem ersten Gespräch zählen sollten
Wenn Sie drei Anbieter anrufen, erhalten Sie drei Angebote auf drei verschiedenen Annahmen. Der eine rechnet mit „kleinem Studio“, der andere mit fünf Mitarbeiterinnen, der dritte mit dem Paket, das sich gerade am besten verkauft. Schicken Sie deshalb allen dasselbe Blatt und bitten Sie um Antworten im selben Format. Das kostet einen Nachmittag und erspart Ihnen später viele Rückfragen.

Bei den Standorten zählt nicht nur der heutige Stand. Falls Sie in zwei Jahren eine zweite Filiale planen, sagen Sie es gleich und lassen Sie sich die Bedingungen für den Planwechsel schriftlich geben. Fragen Sie auch nach dem Praktischen: Kann eine Kundin ihre in Mitte gekaufte Zehnerkarte in Ihrer neuen Filiale in Pankow weiternutzen? Wird dieser Umsatz dem richtigen Standort zugeordnet? Welcher Standort trägt die Provision der Kollegin?
Bei den Modulen lohnt es sich, nicht die Funktionsliste des Anbieters zu lesen, sondern einen ganz normalen Dienstag in Ihrem Studio aufzuschreiben. Wer nimmt die Termine an? Wo wird die Behandlung dokumentiert? Wie wird eine Teilzahlung verbucht? Wohin gehört die verkaufte Tagescreme? Wie entsteht am Monatsende die Provision? Jede Antwort entspricht einem Modul. Sortieren Sie danach in drei Spalten: sofort nötig, in einem Jahr nötig, nicht nötig. So zahlen Sie weder für Automatisierungen, die niemand einschaltet, noch erleben Sie die Überraschung, dass ausgerechnet die Provisionsabrechnung erst im nächsthöheren Plan steckt.
Zehnerkarten und Pakete: Warum die Rechnung anders aussieht als beim Friseur
Beim Friseur ist die Sache am selben Tag erledigt: Schnitt, Zahlung, fertig. Im Kosmetikstudio kauft die Kundin heute eine Zehnerkarte oder ein Haarentfernungspaket und löst die Leistung über viele Monate ein. Jede verkaufte Karte ist also auch ein Versprechen, das Sie noch einlösen müssen, mit Kabine, Arbeitszeit und Verbrauchsmaterial. Unser Beitrag zu den Friseursoftware-Kosten erklärt die allgemeine Vergleichsmethode, doch Pakete spielen dort nur eine Nebenrolle. Bei Ihnen entscheiden sie mit darüber, ob die Software ihr Geld wert ist.

Die Frage „Haben Sie eine Paketverwaltung?“ beantwortet fast jeder Anbieter mit Ja. Aufschlussreicher sind konkrete Fälle aus dem Alltag:
- Teilzahlung: Eine Kundin hat vier von zehn Sitzungen genutzt und die Hälfte bezahlt. Sieht der Empfang Restsitzungen und offenen Betrag auf einem Bildschirm?
- Kurzfristige Absage: Ihre Bedingungen legen fest, ob eine nicht wahrgenommene Sitzung verfällt. Lässt sich das nach Ihrer Regel erfassen, und ist später nachvollziehbar, was entschieden wurde?
- Pause: Bei einer Schwangerschaft, nach einem Urlaub mit viel Sonne oder wegen Medikamenten ruht eine Laserbehandlung oft monatelang. Lässt sich das Ablaufdatum verschieben, ohne dass jemand tricksen muss?
- Übertragung: Die Tochter möchte die Restsitzungen der Mutter nutzen, oder aus Achseln wird eine andere Zone. Wie wird das festgehalten?
- Gutscheine: Gutscheine zu Weihnachten oder zum Muttertag sind im Studio Alltag. Ist das eine eigene Funktion, ein Zusatz oder gar nicht vorgesehen? Umsatzsteuerlich wird unter anderem zwischen Einzweck- und Mehrzweckgutscheinen unterschieden, klären Sie die Behandlung daher mit Ihrer Steuerkanzlei.
Lautet die ehrliche Antwort meist „Das schreiben Sie in die Notizen“, dann ist das günstigere Programm nicht wirklich günstiger. Die Arbeit ist nur an Ihren Empfang gewandert. Wie sich Pakete im Betrieb sauber führen lassen, beschreibt unser Beitrag zum Verwalten von Sitzungen und Paketen.
Eigener Zugang oder nicht: angestellt, Aushilfe, Kabinenmiete
Die Benutzerzahl entspricht selten der Zahl Ihrer Mitarbeiterinnen. Am sichersten ist eine Liste mit Namen. Zwei Angestellte, eine Auszubildende, eine Aushilfe am Empfang und die Inhaberin ergeben fünf Personen, aber nicht zwingend fünf bezahlte Zugänge. Besonders genau hinschauen sollten Sie bei selbstständigen Kolleginnen, die bei Ihnen eine Kabine mieten. Sie führen oft eine eigene Kundschaft und sind eigenständig für deren Daten und Belege verantwortlich. Wer sie einfach als weitere Benutzerin anlegt, vermischt womöglich Kundenkarteien, Umsätze und datenschutzrechtliche Verantwortung.

Verlockend ist der gemeinsame Zugang auf dem Tablet in der Kabine. Damit sinkt die Benutzerzahl, zugleich weiß aber niemand mehr, wer eine Sitzung abgehakt oder die Gesundheitsangaben einer Kundin geöffnet hat. Fragen Sie außerdem, wie der Anbieter zählt: Manche berechnen nur aktive Anmeldungen, andere jedes Profil im Kalender, also auch die Kollegin, die sich nie einloggt.
Kabine, Laser, Fachkraft: Ein Termin braucht oft drei freie Ressourcen
Eine Gesichtsbehandlung bindet eine Kosmetikerin und eine Kabine. Eine Laserbehandlung bindet zusätzlich das Gerät. Wenn zwei geschulte Kolleginnen um 14 Uhr frei sind, Sie aber nur einen Laser besitzen, können trotzdem nicht beide gleichzeitig behandeln. Ein Kalender, der nur nach Personen plant, wie er für viele Friseursalons völlig ausreicht, lässt diese Doppelbelegung durch. Sie merken es erst, wenn die zweite Kundin im Wartebereich sitzt.
Stellen Sie daher genauere Fragen als „Gibt es einen Terminkalender?“. Prüft das System Fachkraft und Kabine gemeinsam? Kann eine Behandlung eine eigene Dauer und eine Pufferzeit für Reinigung und Vorbereitung haben? Darf dieselbe Behandlung bei einer Kollegin länger dauern als bei einer anderen? Lässt sich ein Gerät als eigene Ressource anlegen?
Dazu kommt eine deutsche Besonderheit. Seit einigen Jahren gelten für bestimmte kosmetische Anwendungen mit Laser, IPL und anderen Geräten die Vorgaben der NiSV, darunter Anforderungen an die Fachkunde; einzelne Anwendungen sind Ärztinnen und Ärzten vorbehalten. Klären Sie im Einzelfall mit der zuständigen Stelle oder einer Beratung, was für Ihr Studio gilt. Für die Softwareauswahl heißt das: Es kann sinnvoll sein, dass nur Kolleginnen mit passendem Nachweis für bestimmte Behandlungen buchbar sind. Prüfen Sie im Termin, ob sich das abbilden lässt, und ob Sie den Nachweis zum Mitarbeiterprofil legen können. Eine Software ersetzt diese Prüfung aber nicht.
Zu Welda CRM offen gesagt: Der Kalender bietet Ansichten nach Mitarbeiterin, Raum oder Kabine und Standort sowie eine Konflikterkennung gegen Doppelbuchungen. Dass Geräte unabhängig von der Kabine als eigene Ressource geplant werden, steht nicht ausdrücklich in unseren Produktinformationen. Steht Ihr Laser fest in einer Kabine, deckt die Kabinenansicht das meist ab. Wandert das Gerät zwischen den Räumen, lassen Sie sich genau diesen Fall in der Demo zeigen, bevor Sie sich darauf verlassen.
Kassengesetz und TSE: der Posten, der im Softwareangebot oft fehlt
Die folgenden Hinweise sind allgemein gehalten und ersetzen keine Steuerberatung. Elektronische Kassen unterliegen in Deutschland der Kassensicherungsverordnung und müssen grundsätzlich über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) verfügen. Hinzu kommen die Belegausgabepflicht und die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Aufbewahrung. Ein Studio mit vielen Bar- und Kartenzahlungen am Tresen ist davon typischerweise betroffen. Was für Ihren Betrieb genau gilt, klärt Ihre Steuerkanzlei, auch dann, wenn Sie die Kleinunternehmerregelung nutzen.

Für Ihren Kostenvergleich ergibt sich daraus eine einfache Frage: Läuft die neue Software neben der Kasse, oder ersetzt sie sie? Läuft sie daneben, bleiben Lizenz, Wartung und Hardware der Kasse in Ihrem Budget, und möglicherweise erfassen Sie Zahlungen doppelt. Ersetzt sie die Kasse, sollte der Anbieter nachvollziehbar darlegen, welche TSE eingesetzt wird, welche Kosten entstehen und wie der Export für eine Betriebsprüfung aussieht. Lassen Sie sich das schriftlich geben.
Hier ein klares Wort zu unserem Produkt: Welda CRM enthält ab dem Pro-Plan die Module Kasse und POS, mit denen sich Kassen-, Bank- und POS-Bewegungen verfolgen lassen. Eine zertifizierte TSE nennen unsere Produktinformationen nicht. Rechnen Sie also nicht damit, dass Welda CRM Ihre TSE-Kasse ersetzt, und lassen Sie diese Kosten in Ihrer Kalkulation, solange das im Gespräch nicht ausdrücklich anders geklärt ist. Für Rechnungen gibt es eine E-Rechnungs-Anbindung über den jeweiligen Integrator, dessen Kosten eine eigene Zeile verdienen.
Rechenbeispiel: drei Angebote, ein Studio
Nehmen wir ein Beispielstudio mit einem Standort, fünf Zugängen, gut 800 Nachrichten im Monat und regelmäßigem Paketverkauf. Alle Zahlen sind frei gewählt, und die Einheiten sind keine Währung. Tragen Sie Ihre eigenen Angebote in dieselben Zeilen ein.
| Zeile | Angebot Nord | Angebot Mitte | Angebot Süd |
|---|---|---|---|
| Beworbener Monatspreis | 49 | 85 | 115 |
| Weitere Benutzer pro Monat | 27 | 0 | 0 |
| Paketverwaltung pro Monat | 14 | inklusive | inklusive |
| Mehr Nachrichten pro Monat | 16 | 12 | inklusive |
| Tatsächliche Monatsrate | 106 | 97 | 115 |
| Einmalige Einrichtung und Datenübernahme | 280 | 180 | inklusive |
| Summe nach 12 Monaten | 1.552 | 1.344 | 1.380 |
| Summe nach 36 Monaten | 4.096 | 3.672 | 4.140 |
Das Angebot mit dem niedrigsten beworbenen Monatspreis ist im ersten Jahr das teuerste und liegt nach drei Jahren nur knapp vor dem höchsten Einstiegspreis. Süd wirkt am Anfang am teuersten, bleibt aber ohne Zusatzposten, und Mitte liegt in beiden Zeiträumen vorn. Stellen Sie im kommenden Jahr zwei weitere Kolleginnen ein, sieht die Rangfolge womöglich wieder anders aus. Die Tabelle nimmt Ihnen die Entscheidung nicht ab, sie zeigt jedoch, für welche Annahme Sie bezahlen.

Drei Gewohnheiten halten die Tabelle ehrlich. Notieren Sie Einführungsrabatte in einer eigenen Zeile mitsamt dem Preis danach. Prüfen Sie, ob die Beträge netto oder brutto genannt sind, denn das ist gerade für Kleinunternehmerinnen ohne Vorsteuerabzug ein echter Unterschied. Und fragen Sie, ob eine lange Mindestlaufzeit oder eine Vorauszahlung nötig ist, um den genannten Preis zu erhalten.
Erinnerungen: Das Nachrichtenkontingent richtig schätzen
Viele Inhaberinnen rechnen mit einer Erinnerung pro Termin. Sobald die Abläufe automatisiert sind, kommen schnell mehr zusammen: Bestätigung, Erinnerung, Pflegehinweis nach dem Peeling, Bitte um Bewertung, Hinweis auf das nahende Paketende. Unser Beispielstudio mit 360 Terminen kommt so ganz ohne Werbung auf 834 Nachrichten.

Klären Sie, ob beim Überschreiten des Kontingents Zusatzkosten anfallen oder der Versand stoppt und ob ungenutzte Nachrichten verfallen. Vor der Sommersaison und vor Weihnachten sieht Ihr Kalender anders aus als im Februar. Wie Sie die Wirkung von Erinnerungen an Ihren eigenen Zahlen messen, zeigt unser Beitrag zu weniger Terminausfällen.
Wichtig ist auch der Rechtsrahmen. Eine Terminerinnerung ist etwas anderes als eine Werbenachricht zur „Sommeraktion Haarentfernung“. Für Werbung per Messenger ist in Deutschland grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung gefragt. Zudem wird der Einsatz von WhatsApp in Betrieben datenschutzrechtlich teils kritisch diskutiert. Holen Sie die Einwilligung für den Kanal deshalb dokumentiert ein und bieten Sie Kundinnen eine Alternative an. Welda CRM versendet Erinnerungen über WhatsApp, die SMS wird in unseren Produktinformationen nicht als Kanal genannt. Falls ein relevanter Teil Ihrer Kundinnen kein WhatsApp nutzt, sprechen Sie das bitte früh an.
Gesundheitsangaben, Fotos und DSGVO: was das Budget betrifft
Allergien, Medikamente, Schwangerschaft, Hauterkrankungen: Im Anamnesebogen eines Kosmetikstudios stehen oft Angaben, die nach Artikel 9 DSGVO als besonders geschützte Gesundheitsdaten gelten können. Auch diese Einschätzung ist allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung, doch sie hat praktische Folgen für den Vergleich:
- Auftragsverarbeitungsvertrag: Ein externer Softwareanbieter verarbeitet in der Regel Daten in Ihrem Auftrag. Fragen Sie vorab nach dem AV-Vertrag und ob er ohne Aufpreis gilt.
- Serverstandort und Unterauftragnehmer: Wo liegen die Daten, und wer hat Zugriff? Lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben, denn sie gehört zu Ihrer Dokumentation.
- Rollen und Protokolle: Muss die Aushilfe am Empfang wirklich den Anamnesebogen lesen können?
- Löschung und Export: Können Sie einzelne Kundendaten löschen oder herausgeben, wenn jemand danach fragt?
- Vorher-Nachher-Fotos: Für die Verwendung auf Instagram oder der Website brauchen Sie eine eigene Einwilligung. Die Fotos gehören auch nicht in die private Kamerarolle.
Bei den Fotos spielt der Speicher eine Rolle. Ein Rechenbeispiel: Angenommen, Sie fotografieren bei 100 Sitzungen im Monat jeweils zwei Bilder zu 2 MB. Das sind 400 MB pro Monat. Ein Kontingent von 1 GB wäre dann nach etwa zweieinhalb Monaten voll, 10 GB reichen rund zwei Jahre. Wer nur ausgewählte Behandlungen fotografiert oder Bilder verkleinert, kommt deutlich länger aus. Fragen Sie deshalb nicht nur nach den Gigabytes, sondern danach, was an der Grenze passiert: Stoppt der Upload, oder entstehen Zusatzkosten?
Bei Welda CRM werden Kunden- und Gesundheitsdaten verschlüsselt gespeichert, Einwilligungen versioniert erfasst und Zugriffe auf sensible Daten im Audit-Log protokolliert. Dazu gehören Hinweise auf Allergien und Kontraindikationen. Das unterstützt Ihre Pflichten, nimmt sie Ihnen aber nicht ab: Datenschutzhinweise und das Verarbeitungsverzeichnis bleiben Ihre Aufgabe. Den Serverstandort und den AV-Vertrag sprechen Sie bitte direkt im Gespräch an, damit Sie die Antwort schriftlich vorliegen haben.
Was im Kleingedruckten steht: Vertrag und Ausstieg
Die folgenden Posten können völlig berechtigt sein. Ärgerlich werden sie, wenn Sie erst nach der Unterschrift davon erfahren.
- Datenübernahme: Die Kundenliste ist vielleicht frei, Terminhistorie, Fotos und offene Pakete aber nicht. Fragen Sie, was genau mit „Daten“ gemeint ist.
- Schulung: Einmalig oder auch für neue Kolleginnen? Vor Ort oder online?
- Zahlungsabwicklung: Bindet Sie die Software an einen bestimmten Zahlungsdienstleister, und welche Gebühren fallen pro Transaktion an?
- Laufzeit und Kündigung: Wie lang ist die Mindestlaufzeit, und verlängert sich der Vertrag automatisch?
- Preisanpassung: Darf der Anbieter den Preis während der Laufzeit erhöhen, und unter welchen Bedingungen?
- Ausstieg: In welchem Format erhalten Sie Kundendaten, Paketstände und Fotos zurück, und was kostet das?
Der letzte Punkt wiegt schwerer, als es scheint. Ein Paketstand ist eine Schuld gegenüber Ihrer Kundin. Ein Export, der nur Namen und Telefonnummern enthält, bindet Sie faktisch an das System. Bei steuerlich relevanten Unterlagen müssen Sie außerdem die Aufbewahrungsfristen im Blick behalten, auch nach einem Anbieterwechsel.
Für wen sich die Investition lohnt und wer noch warten kann
Solo-Kosmetikerin mit einer Kabine. Wenn Sie nur wenige Pakete verkaufen und jede Kundin persönlich kennen, reicht ein ordentlich geführter Kalender mit einer sorgfältigen Kartei oft noch eine Weile aus. Es wird Zeit für eine Software, wenn Sie Restsitzungen nicht mehr aus dem Kopf wissen oder Terminausfälle spürbar Umsatz kosten.
Studio mit drei bis sechs Personen und regelmäßigem Paketverkauf. Hier ist die Rechnung am klarsten. Ein gemeinsamer Kalender, automatische Sitzungsverfolgung und Erinnerungen entlasten den Empfang und vermeiden leere Kabinen. Unser Kosmetikstudio-Leitfaden beschreibt, wie sich so ein Team organisieren lässt.
Zwei und mehr Standorte. Hier zählen zentrale Berichte, standortübergreifende Paketnutzung, Rollen und Provision pro Standort. Das beste Angebot ist nicht zwingend das günstigste, sondern dasjenige, dessen Kosten auch mit dem dritten Standort berechenbar bleiben.
Ärztlich geführte Ästhetik-Praxis. Stehen ärztliche Dokumentation und Abrechnung im Mittelpunkt, sollten Sie auch spezialisierte Praxissoftware prüfen. Ein Studiopaket deckt solche Anforderungen möglicherweise nicht ab.
Die Demo als Praxistest
Eine vorbereitete Demo läuft immer glatt. Bringen Sie deshalb Ihre eigenen Fälle mit und nehmen Sie möglichst die Kollegin vom Empfang mit, denn sie arbeitet später täglich damit. Lassen Sie den Anbieter vor Ihren Augen eine teilbezahlte Zehnerkarte verkaufen, eine Sitzung abziehen und den offenen Betrag anzeigen. Lassen Sie einen Termin kurzfristig absagen und prüfen Sie, was mit der Sitzung geschieht. Versuchen Sie, zwei Kundinnen in dieselbe Kabine zu buchen. Melden Sie sich als Kosmetikerin an und versuchen Sie, den Kassenbericht zu öffnen. Exportieren Sie zum Schluss alle Daten mitsamt Paketständen und öffnen Sie die Datei.
Zögert schon der Vorführende bei einem Schritt, stellen Sie sich Ihren Empfang am Freitagnachmittag vor. Tragen Sie in einer Testphase außerdem ein paar echte Pakete ein statt Musterdaten, denn Probleme zeigen sich meist bei Teilzahlungen und halb genutzten Karten.
Der Wechsel: erst die Restsitzungen, dann der Rest
Viele Umstellungen beginnen mit der Kundenliste. Im Kosmetikstudio beginnen Sie besser mit den offenen Paketen, denn hier berührt jeder Fehler direkt das Geld Ihrer Kundin. Aus einer falschen Übernahme wird schnell der Satz: „Ich hatte aber noch fünf Sitzungen.“

Ein einfacher Kniff hilft: Schreiben Sie vor dem Start allen Kundinnen mit offenem Paket eine kurze Nachricht: „Bei uns sind noch vier Sitzungen für Sie vermerkt. Stimmt das?“ Diese kleine Abstimmung erspart spätere Diskussionen. Legen Sie den Start nicht in die Vorweihnachtszeit und nicht in die Wochen vor dem Sommer. Behalten Sie die alte Kartei kurz als Reserve, führen Sie beide Systeme aber nicht lange parallel, sonst weiß im Team bald niemand mehr, welcher Stand gilt. Vergessen Sie außerdem nicht die Aufbewahrung der alten Kassen- und Rechnungsdaten.
So entsteht der Preis bei Welda CRM
Unsere eigene Checkliste wollen wir ebenso beantworten. Welda CRM wird monatlich abgerechnet, eine separate Einrichtungsgebühr gibt es nicht: Die Einrichtung von Konto, Standorten und Kalendern, die Übernahme Ihrer bestehenden Kunden- und Termindaten und eine praxisnahe Schulung sind in allen Plänen enthalten. Die drei Pläne unterscheiden sich nach den Faktoren, über die wir hier gesprochen haben.
| Zeile | Starter | Pro | Enterprise |
|---|---|---|---|
| Standorte | 1 | 3 | unbegrenzt |
| Benutzer | 3 | 10 | unbegrenzt |
| WhatsApp-Nachrichten pro Monat | 500 | 5.000 | 50.000 |
| Speicher für Fotos und Dokumente | 1 GB | 10 GB | 100 GB |
| Module | Terminkalender, Online-Terminanfragen, Warteliste, Kunden-CRM, Pakete, Gesundheitsakte, Rechnungen und Zahlungen | Starter sowie Lager, Ausgaben, Angebote, Kasse/POS, Automatisierungen, Provisionen, offene API | Alle Module, priorisierter Support, White Label |
Unser Beispielstudio mit fünf Zugängen und gut 800 Nachrichten läge über den Grenzen von Starter. Für ein kleineres Team, das nur Erinnerungen versendet, kann das anders aussehen. Stellen Sie uns dieselben Fragen wie allen anderen: Was passiert bei einem aufgebrauchten Kontingent? Wie werden Kolleginnen gezählt, die sich nie anmelden? Wie lassen sich Pausen und Übertragungen bei Paketen abbilden? Wie nehmen Sie Ihre Daten bei einem Wechsel mit? Was in unseren Produktinformationen nicht ausdrücklich steht, zeigen wir Ihnen lieber live, statt dass Sie davon ausgehen müssen.
Wie sich die Oberfläche an Ihr Studio anpasst, sehen Sie auf unserer Seite zu Kosmetikstudio Software, Kosten und Funktionen. Sie wählen bei der Einrichtung Ihre Branche, danach richten sich Startmodule und Begriffe, und Module lassen sich später einzeln ein- oder ausschalten. Die Oberfläche gibt es auf Deutsch, Englisch und Türkisch. Da Welda CRM webbasiert läuft, ist nichts zu installieren, und Empfang und Fachkräfte können gleichzeitig auf verschiedenen Geräten arbeiten.
Eine Zahl nennen wir erst, wenn wir Ihr Studio kennen, denn vor der Klärung des Umfangs ließe sie sich nicht fair mit Ihren anderen Angeboten vergleichen. Bringen Sie Ihre Zugangsliste, die übliche Terminzahl und Ihre Paketpraxis mit; dann können wir Kosmetikstudio Software Kosten im kostenlosen Gespräch klären. Sie erhalten ein Ergebnis, das Sie direkt in Ihre Vergleichstabelle eintragen können. Den Leistungsumfang der einzelnen Pläne finden Sie auf der Übersicht der Welda-CRM-Pläne. Beim 7-tägigen kostenlosen Test sind alle Module freigeschaltet. Endet der Test ohne Abo, werden Ihre Daten nicht gelöscht: Das Konto wechselt in den Lesemodus.
Häufige Fragen
Warum unterscheiden sich die Kosten für Kosmetikstudio-Software so stark?
Weil die Anbieter nicht denselben Umfang bepreisen. Paketverwaltung, Benutzer, Nachrichten oder Datenübernahme sind im einen Angebot enthalten, im anderen kosten sie extra. Rechnen Sie alle Angebote mit den Zahlen Ihres Studios auf 12 und 36 Monate um, dann erklärt sich der größte Teil des Unterschieds.
Braucht jede Kosmetikerin einen eigenen Zugang?
Wer Behandlungen selbst dokumentiert, Gesundheitsangaben sieht oder aufgrund der Systemdaten Provision erhält, sollte einen eigenen Zugang haben. Für Kolleginnen, deren Termine der Empfang einträgt, genügt unter Umständen ein Eintrag im Kalender. Bei Kabinenmieterinnen klären Sie zuerst die Datentrennung.
Reicht eine einfache Friseursoftware für mein Studio?
Das kann funktionieren, wenn Sie kaum Pakete verkaufen und nur eine Kabine haben. Sie stößt an Grenzen, sobald Sitzungen über Monate verfolgt, Kabinen und Geräte gemeinsam geplant oder Anamnesebögen und Einwilligungen pro Kundin geführt werden sollen. Testen Sie diese drei Punkte, bevor Sie sich vom niedrigeren Preis überzeugen lassen.
Ersetzt eine Kosmetikstudio-Software meine Kasse?
Nur wenn der Anbieter eine passende Lösung mit TSE nachweist und Ihre Steuerkanzlei den Ablauf für tauglich hält. Andernfalls läuft die Software neben der Kasse und die Kassenkosten bleiben in Ihrem Budget. Für Welda CRM nennen unsere Produktinformationen keine zertifizierte TSE.
Lohnt sich die Jahreszahlung?
Das kann sich lohnen, wenn Ihr Team schon einige Monate gut mit dem System arbeitet. Bei einem neuen System senkt monatliche Zahlung Ihr Risiko. Lassen Sie sich bei Vorauszahlung die Rückerstattung bei vorzeitigem Ausstieg und den Preis im zweiten Jahr schriftlich bestätigen.
Bleiben meine Restsitzungen beim Wechsel erhalten?
Das hängt vom Export Ihres bisherigen Anbieters und vom Umfang der Datenübernahme ab. Verlangen Sie vor dem Wechsel eine Datei mit den Paketständen. Bei Welda CRM ist die Übernahme bestehender Kunden- und Termindaten in allen Plänen enthalten; wie offene Pakete übernommen werden, klären wir anhand Ihrer Datei. Ein Abgleich mit den Kundinnen vor dem Start ist in jedem Fall sinnvoll.
Was kostet Welda CRM?
Der Preis richtet sich nach Standorten, Benutzern, Nachrichtenvolumen und benötigten Modulen und wird im kostenlosen Gespräch festgelegt. Einrichtung und Datenübernahme sind enthalten, eine separate Einrichtungsgebühr gibt es nicht. Vor der Entscheidung können Sie alle Module 7 Tage kostenlos testen.