Beim Tierarztsoftware Vergleich sollten Sie nicht mit Funktionslisten beginnen, sondern mit drei Fragen: Wie bildet das Programm Halter und Tier ab, woraus entsteht eine Erinnerung und wie wird nach der Behandlung abgerechnet? Besteht Ihr Alltag vor allem aus Sprechstunde, Impfung und Kontrolle, reicht oft eine gut organisierte Praxisplattform mit Tierakte, automatischen Erinnerungen und Saldenübersicht. Stehen GOT-Abrechnung, Hausapotheke, stationäre Patienten, Labor und Röntgen im Mittelpunkt, brauchen Sie eine spezialisierte Tierarztsoftware. Und wer allein arbeitet und nur vergessene Kontrollen in den Griff bekommen will, kommt anfangs womöglich sogar mit einem Kalender mit Erinnerungsfunktion aus. Entscheidend ist also, an welcher Stelle Ihrer Praxis heute Informationen verloren gehen.
Dieser Beitrag richtet sich an Praxisinhaberinnen und Praxisinhaber, die kurz vor einer Entscheidung stehen. Sie finden hier bewusst keine Rangliste von Anbietern, denn ein Produkt, das zu einer Kleintierpraxis mit zwei Tierärzten passt, kann für eine Klinik mit Notdienst völlig ungeeignet sein. Stattdessen bekommen Sie Kriterien, mit denen Sie selbst vergleichen können, ein Drehbuch für die Vorführung und eine ehrliche Einordnung, wo Welda CRM passt und wo eben nicht.
Warum Funktionslisten beim Vergleich in die Irre führen
Fast jede Produktseite verspricht Patientenverwaltung, Terminplanung und Abrechnung. Hinter denselben Wörtern stecken aber drei sehr unterschiedliche Produktarten, und wer sie vermischt, vergleicht am Ende Äpfel mit Traktoren.
Terminkalender mit Erinnerung erledigen genau eine Aufgabe: Sie verwalten die Sprechstunde, verschicken Nachrichten und speichern eine kurze Notiz. Sie sind schnell eingeführt, enthalten aber weder eine echte Krankengeschichte noch eine Abrechnung.
Praxisplattformen wurden für terminbasierte Gesundheits- und Dienstleistungsbetriebe entwickelt und werden je nach Branche angepasst. Sie bieten eine Patientenakte mit chronologischer Historie, Kalender je Behandler, automatische Nachrichten, Rechnungen, Salden, Berichte und Benutzerrechte. Ihre Stärke liegt am Empfang und in der Kommunikation. Bei allem, was tierartspezifisch ist oder an Geräten hängt, sind sie in der Regel schwächer.
Spezialisierte Tierarztsoftware denkt vom ersten Bildschirm an in Halter und Tier: GOT-Positionen, Impfschemata, Hausapotheke, stationäre Übersicht, Labor- und Röntgenanbindung. Sie kann mehr, verlangt aber auch mehr, nämlich Einrichtungszeit, Schulung und häufig längere Vertragsbindung.

Beide Fehlkäufe kommen vor. Eine Klinik mit großer Hausapotheke kämpft auf einer Praxisplattform täglich gegen das System. Eine Einzelpraxis mit Vollausstattung nutzt vielleicht nur einen Bruchteil davon, während das Team heimlich zum Karteikasten zurückkehrt. Ein brauchbarer Vergleich beginnt deshalb bei der eigenen Praxis und nicht beim Produkt. Schreiben Sie vor dem ersten Gespräch auf, was in den letzten vier Wochen konkret schiefgelaufen ist: welche Kontrolle vergessen wurde, welche Rechnung offen blieb, welche Akte niemand gefunden hat. Diese kurze Liste ist nützlicher als jede Anforderungstabelle.
Halter, Tier, Rechnungsempfänger: drei Rollen in einer Akte
In der Humanmedizin sind Patient, Zahler und Empfänger der Terminnachricht meist dieselbe Person. In der Tierarztpraxis fallen sie auseinander. Behandelt wird Bello, ans Telefon geht Frau Schneider, bezahlt wird vom gemeinsamen Konto mit ihrem Partner, und zur Nachkontrolle bringt ihn die Nachbarin. Wie ein Programm diese Trennung abbildet, beeinflusst fast alles andere.
Im Wesentlichen begegnen Ihnen drei Strukturen. Beim halterzentrierten Modell gehört die Akte dem Halter und die Tiere hängen darunter. Das ist für Mehrtierhaushalte bequem, aber prüfen Sie unbedingt, ob man am Empfang auch über den Tiernamen suchen kann. Beim tierzentrierten Modell hat jedes Tier eine eigene Akte, und die Kontaktdaten des Halters stehen darin. Die Historie bleibt sauber und Erinnerungen landen an der richtigen Nummer, dafür ergeben vier Katzen auch vier Akten. Beim verknüpften Modell sind Halter und Tier getrennte Datensätze, die miteinander verbunden werden. Das ist am flexibelsten und vor allem bei spezialisierter Software verbreitet.
Welda CRM arbeitet tierzentriert. Jedes Tier erhält eine eigene Patientenakte mit der Telefonnummer des Halters als Kontakt. Behandlungsnotizen und Dokumente sammeln sich chronologisch, Angaben wie Art, Rasse und Alter ergänzen Sie in den Notizen. Sie sind also nicht als eigene auswertbare Felder beschrieben. Wer etwa alle Kaninchen im Bestand herausfiltern möchte, sollte das im Gespräch konkret ansprechen und nicht einfach voraussetzen.
Prüfen Sie jedes Programm außerdem an den Fällen, die eine erfahrene Mitarbeiterin bisher im Kopf gelöst hat:
- Der Mehrtierhaushalt. Drei Katzen haben ihre Kontrolle in derselben Woche. Gehen drei Nachrichten raus? Wer ständig mehrere Erinnerungen bekommt, nimmt sie irgendwann nicht mehr ernst.
- Die neue Nummer. Der Halter wechselt die Handynummer. Müssen Sie vier Akten einzeln ändern? Bei tierzentrierter Struktur braucht es dafür ein festes Vorgehen.
- Der Halterwechsel. Wechselt ein Tier den Besitzer, gehört die Krankengeschichte zum Tier. Die Daten des früheren Halters haben darin aber nichts mehr verloren, auch mit Blick auf die DSGVO.
- Tierschutzverein und Pflegestelle. Die Pflegeperson wechselt, die Rechnung geht an den Verein. Klären Sie, wo der Saldo geführt wird und wer die Erinnerung bekommt.
- Die Begleitperson. Wenn die Nachbarin den Hund bringt: Wo stehen ihr Name und die Einwilligung für den Eingriff? Das wirkt nebensächlich, bis es Streit gibt.
- Das verstorbene Tier. Eine Impferinnerung nach dem Einschläfern ist so ziemlich das Verletzendste, was eine Praxis verschicken kann. Testen Sie, ob das Markieren der Akte künftige Nachrichten tatsächlich stoppt.
Den letzten Punkt sollten Sie selbst ansprechen. Software, die ursprünglich für Humanpraxen entstanden ist, behandelt ihn selten als eigenen Ablauf, und in der Vorführung kommt er von allein kaum vor.
Impfschema oder Terminerinnerung: zwei verschiedene Kaufentscheidungen
"Impferinnerung" kann auf der Produktseite zwei ganz unterschiedliche Dinge bedeuten, und dieser Unterschied wird beim Vergleich am häufigsten übersehen.
Ein schemabasiertes System berechnet beim Eintragen einer Impfung oder Parasitenbehandlung den nächsten Fälligkeitstermin nach hinterlegten Regeln. Dazu gehören meist Überfälligkeitslisten und Vorlagen je Tierart. Wenn Vorsorge das Rückgrat Ihrer Praxis ist, spart das viel Arbeit. Die Regeln müssen Sie allerdings fachlich selbst festlegen: Die Leitlinie der StIKo Vet gibt Orientierung, die Abstände hängen aber auch von Impfstoff, Tier und Risiko ab, und keine Vorlage passt von selbst zu Ihrer Praxis. Fragen Sie auch, wie sich die Daten zum Eintrag im EU-Heimtierausweis verhalten. Die Tollwutimpfung vor einer Auslandsreise hat zum Beispiel eigene Fristen, und der Fehler fällt im schlimmsten Fall erst an der Grenze auf.
Ein terminbasiertes System verschickt eine Nachricht zu allem, was im Kalender steht. Es ist einfach zu verstehen und funktioniert für Auffrischung, Fädenziehen und Zahnkontrolle gleich. Dafür braucht es Disziplin: Wird am Ende der Behandlung kein Folgetermin angelegt, passiert nichts.
Welda CRM gehört zur zweiten Gruppe, und das sollte man klar sagen: Ein eigenes Impfkalender-Modul gibt es nicht. Durchgeführte Impfungen und Behandlungen tragen Sie als Notiz und Dokument in die Akte ein, die Historie ist chronologisch sichtbar. Legen Sie für die nächste Maßnahme einen Termin an, geht die WhatsApp-Erinnerung automatisch raus. Für Praxen mit vielen Kontroll- und Folgeterminen passt das gut. Wer erwartet, dass die Software Auffrischungen selbst berechnet, sucht ein anderes Produkt.

Heikel wird das terminbasierte Verfahren bei der Jahresimpfung. Elf Monate im Voraus eine genaue Uhrzeit zu vergeben, wirkt seltsam. Praktikabel ist eine einfache Regel: Sie legen einen vorläufigen Termin um das Fälligkeitsdatum herum an und bestätigen die genaue Zeit, sobald der Halter antwortet. Schreiben Sie das in Ihren Abschlussablauf, damit es auch bei Personalwechsel weiterläuft. Wie sich Listen und Nachrichten sinnvoll aufbauen lassen, zeigt unser Beitrag zum Patienten-Recall-System.
Ob Ihre Erinnerungen heute funktionieren, lässt sich mit einer einfachen Rechnung prüfen: Nehmen Sie alle Tiere, deren Kontrolle oder Impfung in diesem Monat fällig ist, und ziehen Sie jene ab, die einen Termin haben. Der Rest ist die Gruppe, die von niemandem angerufen wird.

Die GOT ist der Prüfstein für jede Abrechnung
Keine andere Frage trennt die Produktarten in Deutschland so deutlich. Tierärztliche Leistungen werden grundsätzlich nach der Gebührenordnung für Tierärzte abgerechnet, mit Positionen, Gebührensätzen und besonderen Regeln etwa im Notdienst. Eine Software, die das unterstützen will, braucht mehr als freie Rechnungspositionen: einen gepflegten Katalog, den gewählten Satz je Position, nachvollziehbare Aktualisierungen bei Änderungen der Gebührenordnung und im Idealfall den Übergang von der dokumentierten Behandlung zur Rechnungsposition.
Fragen Sie jeden Anbieter konkret: Ist der aktuelle GOT-Katalog hinterlegt? Wer pflegt ihn bei einer Änderung? Wie wird der Notdienstzuschlag behandelt? Lässt sich aus der Behandlungsdokumentation direkt eine Position erzeugen, oder wird alles zweimal eingegeben? Können Sie Sammelrechnungen für Tierschutzvereine oder Züchter erstellen?
Hier ist bei Welda CRM klare Zurückhaltung angebracht. Rechnungen, Belege, Teilzahlungen und offene Beträge werden im System verfolgt, die Zahlung und der Saldo sind in der Akte sichtbar. Einen hinterlegten GOT-Katalog beschreiben wir in unseren Produktunterlagen jedoch nicht, und wir behaupten ihn deshalb auch nicht. Wenn Ihre Abrechnung täglich an GOT-Positionen hängt, ist das ein starkes Argument für spezialisierte Software. Sprechen Sie es im Gespräch als Erstes an, das spart beiden Seiten Zeit.
Prüfen Sie auch die Salden: Ist der offene Betrag beim Öffnen der Akte sofort zu sehen? Lässt sich am Monatsende auf einen Blick erkennen, wer was schuldet? Bei einer tierzentrierten Struktur steht der Saldo beim jeweiligen Tier. Bei zwei Tieren desselben Halters ergeben sich also zwei Salden. Wenn Sie eine Summe je Halter brauchen, probieren Sie das mit Ihrem eigenen Beispiel aus. Auch Tierkrankenversicherungen spielen im Alltag eine Rolle. Klären Sie, ob Rechnungen so aufgebaut sind, dass Halter sie einreichen können.
Hausapotheke, Chargen, Abgabebelege: die Bestandsfrage gesondert stellen
Das tierärztliche Dispensierrecht unterscheidet die deutsche Praxis deutlich von vielen anderen Gesundheitsbetrieben. Wer eine Hausapotheke führt, hat mit der TÄHAV und dem Tierarzneimittelgesetz zu tun, gerade bei lebensmittelliefernden Tieren mit Anwendungs- und Abgabebelegen. Hinzu kommen Betäubungsmittel mit eigenen Nachweispflichten. Die Einzelheiten ändern sich und hängen von Ihrer Praxis ab. Klären Sie sie daher mit Ihrer Tierärztekammer oder einer Fachberatung; dieser Beitrag kann das nicht ersetzen.
Für die Softwarewahl bedeutet das: Eine bloße Frage nach "Warenwirtschaft" genügt nicht. Fragen Sie, ob Chargennummern und Verfallsdaten erfasst werden, ob der Bestand bei der Anwendung automatisch sinkt, wie angebrochene Flaschen behandelt werden und ob Belege direkt aus der Behandlung entstehen. Lassen Sie sich bei Betäubungsmitteln zeigen, wo der Nachweis tatsächlich geführt wird.
Welda CRM bietet eine Lager- und Verbrauchsmaterialverwaltung. Für Chargenrückverfolgung, Abgabebelege oder ein BtM-Buch sagen wir das nicht zu, denn diese Funktionen stehen nicht in unseren Produktbeschreibungen. Eine reine Kleintierpraxis mit überschaubarem Medikamentenbestand kann den Nachweis möglicherweise getrennt führen und die Plattform für Termine und Kommunikation nutzen. Eine Praxis, deren Alltag von der Hausapotheke bestimmt wird, ist mit spezialisierter Software besser bedient. Auch die Anbindung an Haustierregister wie TASSO oder FINDEFIX ist eine eigene Frage; häufig läuft die Registrierung außerhalb der Praxissoftware. Fragen Sie, was genau automatisiert ist, und lassen Sie sich nicht mit dem Wort "Schnittstelle" abspeisen. Mit Impfplan und Warenwirtschaft im Praxisalltag befasst sich auch unser Beitrag zum Tierarztpraxis-Management.
Kasse, TSE und E-Rechnung: was die Software leisten muss und was die Steuerberatung klärt
Am Empfang wird häufig bar oder mit Karte bezahlt, und genau hier berührt die Softwarewahl das Kassengesetz. Wer ein elektronisches Aufzeichnungssystem mit Kassenfunktion nutzt, muss grundsätzlich eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) verwenden und die Belegausgabepflicht beachten. Ob und wie das für Ihre Praxis gilt, hängt von Ihrer Kassenführung ab. Klären Sie das mit Ihrer Steuerberatung, auch im Hinblick auf die GoBD und die Aufbewahrung von Rechnungsdaten.
Die Fragen an den Anbieter lauten deshalb: Ist das Kassenmodul mit TSE ausgestattet, oder wird eine externe Kasse angebunden? Wie lassen sich Daten für die Betriebsprüfung exportieren? Gibt es eine Übergabe an DATEV oder ein anderes Format, das Ihr Steuerbüro annimmt? Welda CRM verfolgt Kassen-, Bank- und POS-Bewegungen. Eine TSE-Zertifizierung oder DATEV-Schnittstelle nennen unsere Unterlagen jedoch nicht. Gehen Sie deshalb nicht davon aus, dass Welda CRM Ihre Kassenpflichten in Deutschland abdeckt, und lassen Sie sich im Zweifel den aktuellen Stand im Gespräch verbindlich bestätigen.
Ähnlich verhält es sich bei der E-Rechnung. Seit 2025 müssen inländische Unternehmen im B2B-Bereich grundsätzlich E-Rechnungen empfangen können, für den Versand gelten Übergangsfristen. Rechnungen an private Tierhalter sind davon in der Regel nicht betroffen, wohl aber Rechnungen an Landwirte, Züchter oder andere Betriebe. Bei Welda CRM läuft die E-Rechnungs-Anbindung je nach Integrator. Klären Sie im Vorfeld, ob ein passender Weg für Ihre deutschen Formate besteht. Beachten Sie außerdem, dass tierärztliche Leistungen umsatzsteuerlich oft anders behandelt werden als humanmedizinische Heilbehandlungen; die Software muss die korrekten Steuersätze abbilden können.
DSGVO: Das Tier hat keine Daten, der Halter schon
Ein Tier ist keine betroffene Person im Sinne der DSGVO, weshalb Tierarztpraxen das Thema gelegentlich unterschätzen. Name, Adresse, Telefonnummer und Zahlungsdaten des Halters sind aber eindeutig personenbezogen. Und eine Behandlungshistorie, die mit dem Halter verknüpft ist, kann durchaus etwas über diese Person verraten. Wo genau die rechtliche Grenze verläuft, sollte Ihre Datenschutzberatung beurteilen. Wer "sind doch nur Tierdaten" sagt, macht es sich aber zu leicht.
Verlangen Sie vom Anbieter einen Auftragsverarbeitungsvertrag, klare Angaben zum Speicherort, eine rollenbasierte Rechtevergabe, ein Protokoll der Zugriffe und einen Weg, Daten beim Vertragsende vollständig zurückzubekommen. Bei Welda CRM werden sensible Daten verschlüsselt gespeichert, Einwilligungen nach DSGVO versioniert erfasst und Zugriffe im Audit-Log protokolliert, und jeder Benutzer sieht nur, was seine Rolle erlaubt. Das unterstützt Sie bei Ihren Pflichten, ersetzt aber weder Datenschutzhinweise noch interne Abläufe. Nach Speicherort und AV-Vertrag fragen Sie bitte direkt; mehr zum Thema steht in unserem Beitrag zur Sicherheit von Patientendaten.
Besondere Aufmerksamkeit verdient WhatsApp. Der Kanal erreicht viele Halter gut, wird in Deutschland aber datenschutzrechtlich oft kritisch gesehen. Holen Sie sich daher vor der ersten Nachricht eine dokumentierte Einwilligung und trennen Sie Terminerinnerung und Werbung sauber voneinander. "Bellos Kontrolle ist am Dienstag" ist etwas anderes als "Rabatt auf Zahnpflegefutter"; für Letzteres gelten nach dem UWG strengere Regeln. Unsere Produktbeschreibung nennt WhatsApp als Kanal für automatische Erinnerungen. Wenn Sie lieber auf SMS oder E-Mail setzen möchten, sprechen Sie das vorab an.
Vier Praxisprofile und was jeweils reicht
Die folgenden Profile sind Beispiele und keine Kundengeschichten. Suchen Sie sich das nächstliegende aus und passen Sie es an.
| Profil | Der eigentliche Druck | Reicht meist | Warnzeichen |
|---|---|---|---|
| Einzelpraxis, kleine Hausapotheke | Vergessene Kontrollen, offene Beträge | Kalender mit Erinnerung oder Praxisplattform, sofern GOT und Kasse anderweitig gelöst sind | Eine zweite Liste auf Papier |
| Kleintierpraxis mit zwei bis vier Tierärzten | Kalenderkonflikte, Fallübergabe, GOT | Oft spezialisierte Software; Plattform nur bei getrennter Abrechnung | Abrechnung wird doppelt erfasst |
| Tierklinik mit Notdienst | Stationäre Patienten, Labor, Röntgen, Hausapotheke | Spezialisierte Tierarztsoftware | Befunde werden abgetippt |
| Fahrpraxis, Pferde oder Nutztiere | Bestände, Fahrzeiten, Abgabebelege, schwaches Netz | Spezialisierte Lösung mit mobiler Nutzung | Notizen werden abends nachgetragen |
Eine klare Antwort für das letzte Profil: Für Nutztierpraxis und Bestandsbetreuung empfehlen wir Welda CRM nicht. Das Modell mit einer Akte je Tier passt dort nicht, und auch die Anforderungen an Arzneimittelnachweise sprechen dagegen. Zudem ist Welda CRM webbasiert: Bei einem Verbindungsabbruch pausiert der Zugriff, die Daten bleiben auf dem Server erhalten. Einen Offline-Modus sagen wir nicht zu. Testen Sie jedes Produkt im Stall mit dem schlechtesten Empfang, den Sie kennen.

Die Vorführung: Lassen Sie sich nicht nur den gesunden Labrador zeigen
In Vorführungen kommt meist ein ruhiger Hund mit einem Halter und einer glatten Zahlung vor. Ihr Dienstagvormittag sieht anders aus. Nehmen Sie deshalb dieses Drehbuch mit und bestehen Sie darauf, die Abläufe auf dem Bildschirm zu sehen.

Achten Sie nebenbei auf die Reibung, die in keinem Datenblatt steht. Wie viele Klicks braucht ein neues Tier, während der Halter am Telefon wartet? Wie schnell ist die Historie gefunden, wenn jemand am Tresen steht? Wer mit Handschuhen behandelt, tippt nicht nebenbei. Wer trägt also wann und an welchem Gerät die Notizen ein? Solche Details entscheiden darüber, ob das System in drei Monaten noch genutzt wird.
Nehmen Sie Ihre leitende TFA oder die Empfangskraft mit. Sie arbeiten den ganzen Tag damit und entdecken Probleme meist schneller als die Praxisleitung. Und nutzen Sie den Testzeitraum sinnvoll: Tragen Sie zehn echte Tiere ein, planen Sie eine reale Woche und schicken Sie die Erinnerungen an Ihr eigenes Handy. Der 7-tägige kostenlose Test von Welda CRM reicht für einen solchen Probelauf aus, wenn Sie ihn vorbereiten.
Angebote vergleichen: gleiche Zeilen für alle
Ein Gesamtpreis sagt wenig aus, solange nicht klar ist, was er enthält. Lassen Sie alle Anbieter dieselben Zeilen ausfüllen.

Besonders wichtig sind die Vertragslaufzeit und der Ausstieg. Fragen Sie, in welchem Format Sie Ihre Daten zurückerhalten, ob das extra kostet und ob Notizen und Anhänge dabei sind oder nur Namen und Telefonnummern. Rechnen Sie außerdem Ihre eigene Seite: Zählen Sie eine normale Woche lang, wie viel Zeit für Erinnerungsanrufe draufgeht, welche Kontrollen durchgerutscht sind und welchen offenen Beträgen niemand nachgegangen ist. Mit diesen Zahlen lesen Sie jedes Angebot anders. Welda CRM ist ein monatliches Abo; der Preis richtet sich nach Standorten, Benutzern und Modulen und wird in einem kostenlosen Gespräch geklärt. Einrichtung und Datenübernahme sind enthalten. Eine allgemeine Einordnung der Produktarten liefert auch unser Praxisverwaltungssoftware-Vergleich.
Der Umstieg: erst die lebenden Patienten, dann das Archiv
Der häufigste Fehler ist der Versuch, alles zu übernehmen. Das dauert Monate und hinterlässt eine Patientenliste voller verstorbener und weggezogener Tiere. Drehen Sie die Reihenfolge um: Zuerst kommen aktive Patienten und künftige Termine, ältere Unterlagen dann bei Bedarf.

Bringen Sie Telefonnummern in ein einheitliches Format, sonst gehen Erinnerungen ins Leere. Führen Sie unterschiedlich geschriebene Haltereinträge zusammen. Verstorbene Tiere übernehmen Sie nicht oder kennzeichnen sie eindeutig und prüfen die Liste vor der ersten Sammelnachricht noch einmal. Diesen einen Migrationsfehler verzeihen Halter am wenigsten. Offene Beträge gleichen Sie vor der Übernahme mit der Buchhaltung ab, und alte Unterlagen vernichten Sie erst, wenn die Aufbewahrungspflichten geklärt sind.
Bei Welda werden bestehende Patienten- und Termindaten während der Einrichtung übertragen; Papierakten lassen sich einscannen und als Dokument der jeweiligen Akte hinzufügen. Kommen Sie aus einer anderen Praxissoftware, lassen Sie sich von jedem Anbieter vor der Unterschrift einen Probeimport mit Ihren eigenen Daten zeigen. Legen Sie außerdem ein festes Datum fest, ab dem das alte System nur noch gelesen wird. Wer zwei Systeme dauerhaft nebeneinander führt, bringt dem Team bei, keinem von beiden zu vertrauen.
Wo Welda CRM in Ihrem Vergleich hingehört
Welda CRM ist keine Tierklinik-Software mit GOT-Katalog und Hausapotheke. Es ist eine Plattform für Termine und Kundenverwaltung, deren Module und Begriffe sich nach der Branche richten. In Ihren Tierarztsoftware Vergleich gehört es dann, wenn Sie jedes Tier mit eigener Akte führen, Kontroll- und Folgetermine automatisch per WhatsApp erinnern, mehrere Tierarztkalender ohne Doppelbuchung planen und Zahlungen samt offenem Saldo in der Akte sehen möchten. Die Plattform läuft ohne Installation im Browser auf Computern und Tablets, Oberfläche und Vorlagen gibt es auf Deutsch, Englisch und Türkisch. Letzteres kann ein echter Vorteil sein, wenn Ihre Halter mehrsprachig sind.
Nicht in die engere Wahl gehört es, wenn Sie GOT-Abrechnung aus dem Katalog, ein automatisches Impfschema, Labor- und Röntgenanbindung, stationäre Übersichten, BtM-Nachweise oder eine zertifizierte Kassenlösung aus einer Hand brauchen. Dann sind Sie mit einem spezialisierten Produkt besser beraten, und das sagen wir Ihnen auch im Gespräch.
Wenn Sie zwischen zwei Kategorien stehen, schildern Sie uns im kostenlosen Gespräch einen typischen Praxistag. Danach wissen Sie, ob Welda in Ihren engeren Tierarztsoftware Vergleich gehört. Auf der Produktseite sehen Sie, wie Akte und Erinnerung konkret aussehen, und anschließend können Sie das System 7 Tage kostenlos testen.
Häufige Fragen
Worauf kommt es beim Tierarztsoftware Vergleich am meisten an?
Auf die Abbildung von Halter und Tier, die Art der Erinnerung und die Abrechnung, in Deutschland vor allem die GOT. Danach folgen Hausapotheke, Kasse und Datenausstieg. Alle weiteren Funktionen lassen sich erst sinnvoll beurteilen, wenn diese Punkte geklärt sind.
Braucht eine Einzelpraxis zwingend eine spezialisierte Tierarztsoftware?
Nicht zwingend, aber GOT und Hausapotheke fallen früh ins Gewicht. Wenn Sie diese Bereiche gesondert gelöst haben und vor allem Termine und Kontrollen ordnen wollen, kann eine schlankere Lösung ausreichen.
Kann Welda CRM nach GOT abrechnen?
Einen hinterlegten GOT-Katalog beschreiben unsere Produktunterlagen nicht. Rechnungen, Zahlungen und offene Salden werden im System geführt. Wenn die GOT-Positionen zentral für Ihre Abrechnung sind, klären Sie das bitte vorab im Gespräch.
Führt Welda CRM ein Impfschema?
Ein eigenes Impfkalender-Modul gibt es nicht. Impfungen werden in der Akte als Notiz und Dokument festgehalten. Wird für die nächste Maßnahme ein Termin angelegt, geht automatisch eine WhatsApp-Erinnerung an den Halter.
Wie lege ich mehrere Tiere eines Halters an?
Jedes Tier erhält eine eigene Patientenakte, die Telefonnummer des Halters wird als Kontakt eingetragen. So bleibt jede Historie getrennt, und Erinnerungen gehen an dieselbe Nummer.
Wie verhindere ich Nachrichten nach dem Tod eines Tieres?
Legen Sie einen festen Ablauf fest: Sobald der Verlust bekannt ist, werden künftige Termine storniert und die Akte gekennzeichnet. Ohne offenen Termin wird bei terminbasierten Systemen keine Erinnerung ausgelöst, testen Sie das aber in Ihrem Produkt mit einer Probeakte.
Was kostet eine Tierarztsoftware?
Das hängt von Benutzern, Standorten, Modulen, Nachrichten und Datenübernahme ab. Vergleichen Sie deshalb Zeile für Zeile und nicht nur die Endsumme. Bei Welda CRM wird der Preis in einem kostenlosen Gespräch nach Standorten, Benutzern und Modulen festgelegt.