Wer einen kleinen Laden für Haushaltswaren, Schreibwaren, Eisenwaren, Spielzeug, Geschenkartikel, Bastelbedarf oder Tierbedarf führt und keine Software für seine Branche findet, bekommt hier die kurze Antwort: Eine allgemeine Warenwirtschaft genügt in den meisten Fällen, solange sich Ihre Ware zählen lässt und jede verkaufte Einheit über einen Barcode oder eine Nummer unterscheidbar ist. Sie genügt oft nicht, wenn Sie Seriennummern einzeln verfolgen, Reparaturen oder Maßanfertigungen abwickeln oder den Bestand laufend mit einem Onlineshop abgleichen müssen. Und bevor Sie über Warenwirtschaft nachdenken, klären Sie die Kassenfrage, denn sie folgt in Deutschland eigenen Regeln.
Dieser Leitfaden richtet sich an Inhaber, die bei der Suche nach „Warenwirtschaft kleiner Einzelhandel“ vor allem Lösungen für Großhändler, Supermärkte oder Gastronomie gefunden haben. Er hilft Ihnen, anhand Ihres eigenen Sortiments zu prüfen, ob Standardsoftware reicht, wo sie im Fachhandel an Grenzen stößt und wie Sie das vor dem Kauf im eigenen Laden testen.
Zuerst auseinanderhalten: Kasse ist nicht Warenwirtschaft
Im Gespräch unter Händlern geht beides oft durcheinander. Für Ihre Entscheidung ist die Trennung aber wichtig, denn beide Systeme beantworten unterschiedliche Fragen und unterliegen unterschiedlichen Maßstäben.

Die folgende Übersicht ist allgemein gehalten und ersetzt keine Steuerberatung; Regeln und Fristen können sich ändern. Eine generelle Registrierkassenpflicht gibt es in Deutschland nicht. Wer aber ein elektronisches Aufzeichnungssystem mit Kassenfunktion einsetzt, muss es nach dem sogenannten Kassengesetz in der Regel durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) absichern. Dazu kommen die Belegausgabepflicht und die Mitteilung an das Finanzamt. Eine offene Ladenkasse mit täglichem Kassenbericht ist grundsätzlich weiterhin möglich, bringt aber eigene Aufzeichnungspflichten mit sich. Hinzu kommen die GoBD, also die Anforderungen an ordnungsgemäße digitale Aufzeichnungen.
Für unser eigenes Produkt heißt das: Welda Stock ist eine Lösung für Warenwirtschaft, Verkauf und Kundenkonten und erstellt für jeden Verkauf einen Beleg. Eine TSE oder Kassenzertifizierung ist auf unseren Produktseiten nicht beschrieben. Wenn Sie eine vollständige fiskalische Kasse suchen, sprechen Sie das als Erstes an und klären Sie mit Ihrem Steuerberater, ob und wie Welda Stock zu Ihrer Situation passt, gegebenenfalls neben einer zertifizierten Kasse. Wie das in einem kleinen Laden aussehen kann, beschreibt unser Beitrag Kassensystem für den kleinen Laden.
Läuft Ihre Kasse bereits sauber, stellt sich eine zweite praktische Frage: Wie kommen die Verkäufe in die Warenwirtschaft? Werden Verkäufe doppelt erfasst, sinkt die Disziplin schnell. Ohne Schnittstelle bleibt oft nur der tägliche Abgleich über eine Liste. Rechnen Sie den Aufwand ehrlich durch: Wer soll das an einem normalen Dienstagabend machen?
Warum es für Ihr Sortiment scheinbar nichts gibt
Lebensmittelhandel, Apotheke und Gastronomie sind große, ähnlich arbeitende Märkte. Dafür lohnen sich eigene Produkte, eigene Landingpages und eigene Messestände. Ein Fachgeschäft für Kurzwaren oder ein Laden für Künstlerbedarf ist kein solcher Markt. Dass Sie keine Branchenlösung finden, sagt also wenig über die Komplexität Ihres Ladens aus, aber viel über die Größe Ihrer Zielgruppe aus Sicht der Softwarehersteller.
Gleichzeitig wirkt vieles, was Sie finden, zu groß: ERP-Systeme mit Modulen für Produktion und Einkaufsorganisation sind auf Betriebe mit eigener IT-Zuständigkeit ausgelegt. Im kleinen Einzelhandel steht aber oft nur der Inhaber selbst am Tresen, und der hat abends andere Dinge zu tun. Dass ein System mit langer Funktionsliste einen Laden mit zwei Mitarbeitern überfordert, ist deshalb kein Zeichen von Unfähigkeit, sondern von falscher Auswahl.
Was bringt eine Branchensoftware konkret mehr? Meist drei Dinge: einige Zusatzfelder am Artikel, eine auf die Branche zugeschnittene Oberfläche und vorbereitete Warengruppen. Das kann wertvoll sein, ist aber selten der Kern. Die Fragen, die im Laden wirklich täglich auftauchen, sind überall gleich: Was ist noch da? Was hat sich verkauft? Was bringt Geld? Wer schuldet mir etwas, und wem schulde ich etwas?
Der Artikelstamm entscheidet: EAN fehlt, und nun?
Supermarktsoftware geht davon aus, dass fast alles eine EAN oder GTIN trägt. Im Fachhandel ist das oft anders. Im Eisenwarenladen liegen Beschläge lose in Schubladen, im Kurzwarengeschäft kommen Knöpfe auf Karten, im Geschenkeladen stammt die Keramik aus der Töpferei um die Ecke. Wenn Ihr Personal einen Artikel an der Kasse nicht binnen weniger Sekunden findet, wird er als Sammelposten eingegeben, und ab diesem Moment stimmt der Bestand nicht mehr.
Entscheiden Sie deshalb zuerst den Detailgrad. Nicht jede Unterlegscheibe braucht einen eigenen Artikel. „Unterlegscheiben M6, Packung“ liefert oft genau die Genauigkeit, die sich bei einem Pfennigartikel lohnt. Eine brauchbare Faustregel lautet: Einen eigenen Artikel verdient, was Sie separat nachbestellen würden oder dessen Fehlen Sie spürbar treffen würde. Der Rest läuft als Gruppe oder Packung.
Dann folgt die Bezeichnung. Schreiben Sie Artikel so, wie Ihr Team sie am Tresen nennt, mit Maß und Ausführung: „Topfband 35 mm vernickelt“ wird gefunden, „TB-35-N“ nur von dem, der es angelegt hat. Bei Welda Stock lassen sich Artikel im Verkauf über Name, SKU oder Barcode finden. Eine interne Hausnummer als SKU ist daher ebenso nutzbar wie die aufgedruckte EAN, und gedruckt lässt sie sich auch scannen.
Beim Etikettendruck sind wir zurückhaltend: Auf unseren Produktseiten ist er nicht als Funktion beschrieben. Klären Sie im Gespräch, wie die Etiketten bei Ihnen entstehen, und prüfen Sie ein Musteretikett mit Ihrem eigenen Scanner. Für winzige Artikel, die kein Etikett tragen, ist eine laminierte Barcode-Liste an der Kasse eine einfache Möglichkeit. Das wirkt altmodisch, hält aber den Betrieb am Laufen.
Varianten brauchen dieselbe Überlegung. Bei Welda Stock legen Sie jede Größe und Farbe als eigenen Artikel mit eigener SKU und eigenem Barcode an. Unsere Seite zur Software für Bekleidungsgeschäfte zeigt das am Beispiel Mode; bei Schuhen, Taschen oder Wolle funktioniert es genauso. Die Rechnung dazu sollten Sie vorab machen: 40 Modelle in je 6 Größen und 2 Farben ergeben im Beispiel 480 Datensätze. Erstellen Sie so eine Liste per Formel in Excel und importieren Sie sie gesammelt, statt sie von Hand einzutippen.
Was Fachhändler anders macht als den Supermarkt
Einige Besonderheiten des deutschen Fachhandels tauchen in allgemeinen Softwarevergleichen fast nie auf. Sie sind aber oft genau der Punkt, an dem sich entscheidet, ob Standard reicht. Das folgende Schema hilft beim Einordnen.

Kommissionsware. Geschenkeläden, Kunsthandwerk und Second-Hand-Geschäfte führen oft Ware, die ihnen nicht gehört. Abgerechnet wird erst nach dem Verkauf. In einer normalen Warenwirtschaft sieht das wie jeder andere Bestand aus, nur dass am Monatsende jemand wissen will, welche Stücke von welcher Künstlerin verkauft wurden. Ein eigener Lieferant je Künstler und eine eigene Warengruppe können in vielen Systemen ein Behelf sein; eine automatische Kommissionsabrechnung ist auf unseren Seiten zu Welda Stock nicht beschrieben. Lassen Sie sich diesen Fall bei jedem Anbieter konkret vorführen.
Buchpreisbindung. Führt ein Schreibwarenladen auch Bücher, sind die Verkaufspreise in Deutschland in der Regel gebunden. Das betrifft die Rabattlogik: Eine pauschale Aktion über das Sortiment darf diese Artikel nicht einfach mit erfassen. Eine eigene Warengruppe macht solche Regeln im Alltag sichtbarer. Nicht jede Software verhindert das technisch, im Zweifel bleibt die Kontrolle bei Ihnen.
Grundpreis und Meterware. Wer Stoffe, Bänder, Kabel oder lose Schrauben nach Länge oder Gewicht verkauft, muss je nach Fall einen Grundpreis angeben; die Details regelt die Preisangabenverordnung. Für die Software ist die Frage, ob sie Bruchmengen wie 2,5 Meter sauber führt. Gewichts-Barcodes von Ladenwaagen wertet Welda Stock automatisch aus. Meterware sollten Sie dagegen mit Ihrem eigenen Artikel testen: In unseren Beispielansichten sehen wir die Einheiten Stück und Paar, und wir sagen Ihnen lieber nicht ungeprüft zu, dass Ihr Fall genauso reibungslos läuft.
Seriennummern und Garantie. Elektrohändler und Anbieter von Fahrrädern müssen teils jedes einzelne Stück zuordnen können. Auf den Seiten von Welda Stock ist eine Seriennummern-Verfolgung nicht aufgeführt. Ist das bei Ihnen zwingend und nicht nur wünschenswert, ist Welda Stock vermutlich nicht die richtige Wahl.
Einstandspreis statt Bauchgefühl
Schreibwaren kommen im Dutzend, Dichtmasse im Karton, Tierfutter auf der Palette, und der Kunde nimmt ein Stück. Zwei Fragen folgen daraus: Steigt der Bestand um die richtige Menge, und rechnet der Margenbericht mit dem richtigen Wert? Die zweite Frage wird leicht übersehen, weil Rabatte und Bezugskosten beim Umrechnen untergehen können.

Im Beispiel ergibt der schnelle Blick auf die Rechnung 5,00 € je Stück, der tatsächliche Einstand liegt bei 4,75 €. Bei einem Artikel ist das eine Kleinigkeit. Über Hunderte Artikel kann es aber dazu führen, dass Sie den falschen als Gewinnbringer einschätzen. Legen Sie deshalb eine feste Regel fest, wie Einstandspreise erfasst werden, und halten Sie sie im Team ein. Wie Sie steuerlich mit Skonto oder Bezugskosten umgehen, klären Sie mit Ihrem Steuerberater, denn das Tagesgeschäft und die Bilanz müssen hier nicht identisch aussehen.
Auch die Umrechnung von Karton auf Stück lösen Systeme unterschiedlich: Manche rechnen automatisch um, manche führen den Karton als eigenen Artikel, manche erwarten den Wareneingang in Stück. Welda Stock bietet Lieferantenrechnungen, die Übersicht über Verbindlichkeiten und die Marge pro Produkt; eine automatische Umrechnung von Karton zu Stück ist auf unseren Produktseiten nicht als eigene Funktion beschrieben. Kaufen Sie viel kartonweise ein, bringen Sie eine echte Lieferantenrechnung zur Vorführung mit und buchen Sie sie gemeinsam. Diese Probe machen Sie am besten bei jedem Anbieter auf Ihrer Liste.
Langsamdreher: Warum ein Meldebestand für alles nichts bringt
Der Supermarkt fürchtet das leere Regal. Der Fachhändler hat oft das umgekehrte Problem: Enorme Vielfalt, von allem wenig, und manches verkauft sich nur wenige Male im Jahr. Doch genau deswegen kommen die Kunden zu Ihnen und nicht in den Baumarkt: Sie haben das passende Ersatzteil für den alten Türgriff noch da. Dieses Sortiment bindet aber auch Kapital.

Daraus folgt eine Empfehlung, die in Handbüchern selten steht: Setzen Sie Meldebestände nicht pauschal. Wer allen 3.200 Artikeln einen Warnwert gibt, bekommt täglich eine lange Liste, die nach kurzer Zeit niemand mehr liest. Suchen Sie stattdessen über die Verkaufsberichte die Artikel, die wirklich drehen, und vergeben Sie nur dort Warnwerte; wie man sie sinnvoll berechnet, steht in unserem Beitrag Mindestbestand festlegen. Für Langsamdreher genügt oft eine einfache Entscheidung auf Warengruppenebene: Nachbestellen, wenn es weg ist, oder auslaufen lassen?
Saisonartikel verdienen eine eigene Betrachtung. Weihnachtsschmuck, Schulanfang, Ostern und Gartenzeit lassen sich nicht aus den letzten vier Wochen ableiten. Vor jeder Saison schauen Sie sich deshalb die Warengruppe von Hand an, sobald Sie Vorjahreswerte haben. Im ersten Jahr hat das System noch keine Vergangenheit, also behalten Sie Ihre alten Aufzeichnungen, auch wenn sie nur aus Bestelllisten bestehen.
Die Kehrseite: Wöchentliche und monatliche Berichte neben dem Bestand zeigen schonungslos, was seit einem Jahr herumliegt. Die Entscheidung trifft kein Programm. Das Programm weiß schließlich nicht, dass der alte Türgriff Handwerker in Ihren Laden bringt. Es liefert Ihnen aber eine Liste, über die sich konkret reden lässt. Sehen Sie Marge und Drehzahl immer zusammen, und ergänzen Sie sie um das, was nur Sie wissen.
Kundenkonten und DSGVO im Laden um die Ecke
Stammkunden, Handwerksbetriebe und Vereine kaufen im Fachhandel gern auf Rechnung oder lassen anschreiben. Das ist ein großer Vorteil des kleinen Ladens gegenüber dem Onlinehandel. Software hilft hier, weil der Saldo je Kunde und die Zahlungshistorie in einem Konto liegen statt im Notizbuch. Bei Welda Stock wird das über die Kundenkonten mit Saldo und Zahlungshistorie abgebildet.
Sobald Sie Namen, Telefonnummern und Einkäufe speichern, verarbeiten Sie personenbezogene Daten, und die DSGVO gilt auch für den kleinen Laden. Praktisch bedeutet das: Erfassen Sie nur, was Sie wirklich brauchen. Geben Sie jedem Mitarbeiter einen eigenen Zugang statt eines Sammelpassworts. Sperren Sie Zugänge, wenn jemand den Laden verlässt. Die Berechtigungsstufen für Kasse, Lager und Geschäftsleitung helfen dabei und zusätzlich bei der Kassendisziplin. Fragen Sie jeden Anbieter außerdem nach Auftragsverarbeitungsvertrag und Datenspeicherort, sobald Ihre Daten in einem webbasierten System liegen. Holen Sie sich für Einzelfragen, etwa zu Aufbewahrungsfristen, Rat bei einer fachkundigen Stelle.
Angebote vergleichbar machen
Bei Warenwirtschaft für den kleinen Einzelhandel ist kein Angebot wie das andere. Bevor Sie Summen vergleichen, lassen Sie sich die folgenden Punkte von jedem Anbieter schriftlich beantworten.
| Kostentreiber | Was Sie fragen sollten | Warum es im kleinen Laden zählt |
|---|---|---|
| Nutzer | Wie viele gleichzeitig? Was bedeutet ein weiterer Zugang? | Aushilfen im Weihnachtsgeschäft können die Rechnung ändern |
| Filiale und Lager | Zählt ein Nebenlager wie eine Filiale? | Bei Kellerlager oder zweitem Standort entscheidend |
| Artikelzahl | Gibt es eine Obergrenze? | Varianten lassen die Zahl schnell wachsen |
| Datenübernahme | Enthalten? Wer erledigt sie? | Tausende Artikel einzutippen ist ein echter Kostenfaktor |
| Schulung und Support | Team-Schulung enthalten? In welcher Sprache? | Sonst bleiben alle Fragen am Inhaber hängen |
| Hardware | Läuft Ihr Scanner und Ihr Bondrucker weiter? | Neue Geräte wären ungeplante Ausgaben |
| Abrechnung | Einmalig oder laufend? Welche Vertragslaufzeit? | Die Gesamtkosten weichen oft stark von der ersten Rechnung ab |
| Ausstieg | Bekomme ich meine Daten vollständig heraus? | Sichert Ihre nächste Entscheidung ab |
Die größten Kosten stehen oft auf keiner Rechnung: Stunden für die Bereinigung der Artikelliste, Abende für die Erstinventur, die langsameren ersten Wochen an der Kasse. Schätzen Sie diese Punkte für sich ein. Ein günstiges System mit langem Vorlauf ist nicht zwingend günstig. Und denken Sie daran, die Kosten einer zusätzlich nötigen TSE-Kasse getrennt zu betrachten, wenn der Anbieter sie nicht abdeckt.
Bei Welda Stock richtet sich der Preis nach Nutzern, Filialen und Artikelzahl und wird im kostenlosen Gespräch geklärt. Einrichtung, Datenimport aus Excel und Team-Schulung sind Teil des Angebots, das Modell ist eine einmalige Einrichtungsgebühr ohne versteckte oder wiederkehrende Kosten. Einen Überblick über den Funktionsumfang finden Sie auf unserer Seite Warenwirtschaft kleiner Einzelhandel: Welda Stock: Bestand in Echtzeit, Warnung bei kritischem Lagerbestand, Inventur mit Schwunderfassung, Barcode-Verkauf, Tagesabschluss, Kundenkonten, Lieferantenrechnungen, mehrere Filialen und Lager, Excel-Import und -Export. Wenn Sie heute noch mit Excel arbeiten, hilft Ihnen unser Beitrag zum Umstieg von Excel zur Warenwirtschaft bei der Vorbereitung.
Für wen Welda Stock passt und für wen nicht
Gut passt die Lösung, wenn Sie ein Ladengeschäft mit zählbarer Ware führen, an der Theke verkaufen, Ihren Bestand, Ihre Marge und Ihre Kundenkonten im Griff haben wollen und mit einer Lösung im Browser zurechtkommen. Webbasiert heißt: keine Installation, Zugriff von jedem Computer mit Browser, aber die Vorgänge laufen über Ihre Internetverbindung. Ist die Verbindung in Ihrem Laden unzuverlässig, planen wir im Gespräch die beste Arbeitsweise, und Sie sollten das Thema nicht auf später verschieben. Für gemischte Teams kann auch die mehrsprachige Oberfläche auf Deutsch, Türkisch und Englisch ein echter Vorteil sein.
Nicht passend ist Welda Stock nach dem, was auf unseren Produktseiten steht, in folgenden Fällen: wenn Sie eine Lösung aus einer Hand mit TSE benötigen, wenn Ihr Umsatz wesentlich über Onlineshop oder Marktplätze läuft und der Bestand automatisch abgeglichen werden muss, wenn Sie Seriennummern oder Chargen und Haltbarkeiten verfolgen müssen, oder wenn Sie vor allem Reparaturaufträge und Maßanfertigungen abwickeln. Für eine Fahrradwerkstatt, ein Optikgeschäft oder einen Handyshop mit IMEI-Pflicht ist eine Speziallösung oft die bessere Wahl. Das hilft Ihnen und spart uns beiden Zeit.
Der Probelauf: Ihr Laden statt Vorführdaten
In einer Vorführung funktioniert alles, weil die Beispieldaten dafür ausgewählt wurden. Ihr echter Test ist die Schublade mit den losen Beschlägen, nicht der sauber gelabelte Karton. Gehen Sie deshalb vor dem Termin durch Ihren Laden, notieren Sie die schwierigsten Artikel und spielen Sie sie durch.

Achten Sie bei jedem Fall auf drei Dinge. Erstens: Wie viele Schritte braucht es an der Kasse, und schafft das auch Ihre neueste Aushilfe am Samstagvormittag? Zweitens: Stimmen danach Bestand und Kassensumme? Prüfen Sie das auf dem Bildschirm, statt es anzunehmen. Drittens: Wie wird ein Fehler korrigiert, und bleibt eine Spur?
Nehmen Sie sich besonders für Preisänderungen Zeit. Wenn ein Lieferant erhöht, wollen Sie nicht den ganzen Abend Artikel einzeln öffnen. Welda Stock kann Artikel-, Bestands- und Preislisten aus Excel einlesen; prüfen Sie diesen Weg mit Ihrem eigenen Dateiaufbau. Bei Retouren gilt das Gleiche: Wer sie durchführen darf, legen Sie über die Rollen fest. Wie die Ware in den Bestand zurückkommt, sehen Sie sich an Ihrem Beispiel an.
Und stellen Sie jedem Anbieter diese eine Frage: „Was kann Ihr System für einen Laden wie meinen schlecht?“ Wer darauf nichts nennt, hat Ihren Laden nicht verstanden oder ist nicht ehrlich. Ein Anbieter, der seine Grenzen benennt, ist meist die bessere Wahl für Sie.
Umstieg und Inventur: nicht alles auf einmal
Der klassische Fehler ist der Anspruch, am ersten Tag alles perfekt zu haben. Tausende Artikel an einem Wochenende zu zählen und dann montags öffnen, das ist für einen Betrieb mit zwei Personen nicht realistisch. Teilen Sie die Arbeit stattdessen nach Umsatzgewicht auf.

Beginnen Sie mit der Artikelliste. Führen Sie die drei Schreibweisen desselben Artikels zusammen, trennen Sie Ladenhüter ab und ergänzen Sie fehlende Nummern. Unser Team unterstützt beim Import, aber nur wer den Laden kennt, kann sagen, welche Zeilen wirklich denselben Artikel meinen. Zählen Sie dann abschnittsweise in ruhigen Zeiten, nach den Methoden aus unserem Beitrag Inventur durchführen. Bis alles erfasst ist, gilt eine klare Regel: Gezählte Regale sind verlässlich, ungezählte nicht.
Ein Hinweis zur Jahresinventur: Die Pflicht zur Bestandsaufnahme bleibt je nach Rechtsform und Buchführung bestehen, auch wenn Sie unterjährig laufend zählen. Ob ein Verfahren wie die permanente Inventur für Sie zulässig ist, bespricht man am besten vorab mit dem Steuerberater. Abschnittsweises Zählen beim Umstieg ersetzt die Inventur also nicht automatisch, kann aber die Grundlage für saubere Bestände sein.
Machen Sie eine Person verantwortlich. Erfassen Sie jede Lieferung ab Tag eins im System, denn ohne Wareneingänge entfernen sich die Zahlen binnen Wochen wieder von der Wirklichkeit. Bewahren Sie Ihre alte Excel-Datei einen Monat als Sicherung auf, pflegen Sie sie aber nicht weiter, sonst weiß keiner mehr, welche Zahl gilt. Nach dem ersten Monat lohnt eine kurze Durchsicht: Sind die Meldebestände realistisch, erleichtern die Warengruppen das Lesen der Berichte, und welchen Schritt lassen die Kassenkräfte immer wieder aus?
Wer die Suche nach einer Branchenlösung leid ist, kommt am schnellsten voran, wenn er seine acht schwierigsten Fälle aufschreibt und sie live durchspielt. Über unsere Seite Warenwirtschaft kleiner Einzelhandel können Sie ein kostenloses Gespräch vereinbaren. Wir schauen uns Ihren Laden gemeinsam an und sagen Ihnen auch, wenn Welda Stock nicht passt.
Häufige Fragen
Brauche ich als kleiner Laden überhaupt eine Warenwirtschaft?
Nicht zwingend. Bei kleinem Sortiment, einer Person am Tresen und übersichtlicher Lieferantenliste kann eine gepflegte Excel-Tabelle noch eine Weile genügen. Schwierig wird es, wenn mehrere gleichzeitig verkaufen, der Bestand mit jedem Verkauf sinken soll oder Kundenkonten dazukommen.
Ersetzt eine Warenwirtschaft meine TSE-Kasse?
Nein, das sind zwei Fragen. Ob und wie Sie eine zertifizierte Kasse brauchen, klären Sie mit Ihrem Steuerberater. Auf den Produktseiten von Welda Stock ist eine TSE nicht beschrieben; sprechen Sie uns im Gespräch direkt darauf an, wenn das für Sie entscheidend ist.
Viele meiner Artikel haben keine EAN. Geht das trotzdem?
Ja, mit etwas Ordnung. Vergeben Sie interne Nummern, schreiben Sie Bezeichnungen so, wie Ihr Team sie benutzt, und legen Sie für Kleinteile eine Barcode-Liste an die Kasse. Bei Welda Stock funktioniert die Suche über Name, SKU und Barcode. Den Etikettendruck klären Sie gesondert.
Wie viel Vorbereitung braucht der Datenimport?
Das hängt vor allem vom Zustand Ihrer Liste ab. Welda Stock liest Artikel, Bestände und Preise aus Excel ein, und unser Team hilft bei der Einrichtung, die in der Regel rasch erledigt ist. Die Bereinigung von Dubletten und veralteten Einträgen bleibt jedoch Ihre Aufgabe, und sie braucht mehr Zeit als der Import selbst.
Was kostet das, und kann ich es vorher sehen?
Der Preis richtet sich nach Nutzern, Filialen und Artikelzahl und wird im kostenlosen Gespräch geklärt. In einer kostenlosen Demo sehen wir uns das System vorab gemeinsam an. Das Gespräch verpflichtet Sie zu nichts.
Kann mein Team auf Türkisch oder Englisch arbeiten?
Die Oberfläche von Welda Stock ist auf Deutsch, Türkisch und Englisch verfügbar. Das ist in gemischten Teams praktisch. Klären Sie auch die Sprache des Supports im Gespräch, damit Sie wissen, was Sie im Alltag erwartet.
Was mache ich, wenn das Internet im Laden ausfällt?
Welda Stock ist webbasiert, die Vorgänge laufen über Ihre Verbindung. Bei instabiler Leitung planen wir bei der Einrichtung gemeinsam die beste Arbeitsweise. Eine mobile Ersatzverbindung ist für kleine Läden oft eine einfache Absicherung. Für Ihre Kasse besprechen Sie den Ausfall zusätzlich mit dem Kassenanbieter.