Ein Kassensystem wechseln können Sie ohne Schließtag, aber in Deutschland nicht einfach durch Umstecken. Die kurze Antwort lautet: Zuerst klären Sie, ob Sie wirklich die Kasse oder eigentlich die Warenwirtschaft ersetzen wollen. Dann sichern Sie die Daten der Altkasse so, dass sie für das Finanzamt lesbar bleiben, prüfen Vertrag und Hardware, bereinigen den Artikelstamm, übernehmen offene Kundensalden als abgestimmte Anfangsbestände, zählen den Bestand neu und stellen an einem ruhigen Tag nach Ladenschluss um. Schwierig wird es meist dann, wenn die Reihenfolge umgekehrt läuft: Der neue Vertrag ist unterschrieben, und erst danach fragt jemand, wie man an die Altdaten kommt und was mit der alten TSE passiert.
Dieser Beitrag richtet sich an Inhaber kleiner und mittlerer Läden, die seit Jahren mit einem älteren Desktop-Programm oder einer gemieteten Kasse arbeiten und den Wechsel immer wieder vertagen. Am Ende sollten Sie drei Fragen beantworten können: Was genau wird ersetzt? Welche Daten nehmen Sie wie mit? Und wie sieht der Umstellungstag konkret aus?
Kasse, Warenwirtschaft oder beides: Was wechseln Sie eigentlich?
Im Alltag wird alles „die Kasse“ genannt. Technisch und steuerlich stecken darin aber oft zwei verschiedene Aufgaben. Die eine ist die fiskalische Kasse: das elektronische Aufzeichnungssystem, das Umsätze über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) absichert und Belege ausgibt. Die andere ist die Warenwirtschaft: Artikel, Bestände, Lieferanten, Margen, Kundenkonten, Berichte. Manche Systeme machen beides, manche nur eines davon, und oft betrifft die Unzufriedenheit nur die zweite Hälfte.
Das ist für Ihre Entscheidung wichtig. Wenn die Kasse tadellos läuft und Sie nur nicht sehen, was im Lager los ist, müssen Sie womöglich gar nicht die Kasse tauschen, sondern nur die Warenwirtschaft ergänzen oder ersetzen. Das erspart Ihnen die gesamte fiskalische Umstellung. Klagen Sie dagegen über einen auslaufenden Mietvertrag, eine nicht mehr unterstützte Altkasse oder einen Anbieter, der nicht mehr reagiert, steht tatsächlich die Kasse zur Debatte.
Offen gesagt, hier liegt auch die wichtigste Grenze von Welda Stock für den deutschen Markt. Welda Stock ist eine webbasierte Lösung für Warenwirtschaft, Verkauf und Kundenkonten mit Barcode-Verkauf und Beleg. In unseren Produktunterlagen wird es nicht als TSE-zertifizierte Kasse beschrieben. Wer eine fiskalisch vollständige Kasse sucht, sollte das im Gespräch als Erstes ansprechen und mit der Steuerkanzlei klären, ob Welda Stock überhaupt passt, zum Beispiel als Warenwirtschaft neben einer zertifizierten Kasse. Wenn es nicht passt, sagen wir das, und dieser Leitfaden hilft Ihnen trotzdem bei jedem anderen Anbieter.

Die Altkasse stilllegen: Was bei der Außerbetriebnahme zu beachten ist
Das ist die deutsche Besonderheit dieses Themas, und deshalb gehört sie nach vorn. Der folgende Überblick ist allgemein gehalten und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Die Details klären Sie bitte mit Ihrer Steuerkanzlei, denn Vorgaben und Verfahren ändern sich.
Das Kassengesetz, also die Regelungen rund um § 146a AO und die Kassensicherungsverordnung, verlangt für elektronische Aufzeichnungssysteme im Grundsatz eine zertifizierte TSE, die Belegausgabe und die Mitteilung des Systems an das Finanzamt. Diese Mitteilungspflicht betrifft nach unserem Kenntnisstand nicht nur die Anschaffung, sondern auch die Außerbetriebnahme, und sie läuft inzwischen über ELSTER mit einer knappen Frist. Lassen Sie sich von Ihrer Kanzlei bestätigen, was für Sie gerade gilt, und tragen Sie die Frist in den Projektplan ein.
Wichtiger noch: Die Pflicht zur Aufbewahrung endet nicht mit der Kasse. Die Aufzeichnungen müssen über die gesetzliche Frist, die Ihre Kanzlei Ihnen nennt, verfügbar und maschinell auswertbar bleiben; das folgt aus den Aufbewahrungsvorschriften und den GoBD. Bei einer Kassen-Nachschau oder Betriebsprüfung kann auch nach dem Wechsel danach gefragt werden. Praktisch heißt das: Bevor Sie irgendetwas abbauen, ziehen Sie den Export der Kassendaten, üblicherweise im DSFinV-K-Format, und den TSE-Export. Prüfen Sie, ob sich die Dateien wirklich öffnen lassen und den gesamten Zeitraum abdecken. Heben Sie auch die Dokumentation auf: Handbücher, Programmierprotokolle und Verfahrensdokumentation. Letztere muss beim neuen System ohnehin aktualisiert werden.
Die Hardware-TSE oder das Zertifikat einer Cloud-TSE sollten Sie nicht einfach entsorgen oder auslaufen lassen, bevor der Export gesichert ist. Das Gleiche gilt für den alten Kassen-PC: Er kommt erst weg, wenn die Daten gesichert sind und jemand fachkundig bestätigt hat, dass sie ausreichen. Bei einer gemieteten Cloud-Kasse ist der Zeitdruck noch größer, denn dort kann der Zugang mit dem letzten Vertragstag enden.

Vertrag, Miete und Kartenterminal: Die Fristen bestimmen den Termin
Bevor Sie Demos vereinbaren, legen Sie die alten Unterlagen auf den Tisch. Viele Kassen werden gemietet oder geleast, und die Software, die Hardware und das Kartenterminal laufen oft über getrennte Verträge mit eigenen Enden. Prüfen Sie Laufzeit und Kündigungsfrist, eine mögliche stillschweigende Verlängerung, die Rückgabebedingungen für gemietete Geräte und die Frage, wem das Kartenterminal gehört. Wenn das Zahlungsgeschäft an den alten Kassenanbieter gebunden ist, müssen Sie unter Umständen einen neuen Vertrag für die Kartenzahlung abschließen, und das braucht eigene Vorlaufzeit.
Beim Mietvertrag geht es auch um die Rechnung über mehrere Jahre. Unser Beitrag Kassensoftware kaufen oder mieten zeigt, wie sich die beiden Modelle vergleichen lassen. Bei Welda Stock wählt die Kassenkraft beim Verkauf die Zahlungsart, zum Beispiel bar, Karte, Überweisung oder Anschreiben; eine integrierte Terminalanbindung ist in unseren Produktseiten nicht aufgeführt. Ihr Terminal bleibt in diesem Fall also ein eigenes Gerät, und der Abgleich der Kartenumsätze gehört zum Tagesabschluss.
Der wichtigste Unterschied zwischen zwei gängigen Ausgangslagen betrifft den Datenzugriff nach Vertragsende. Die folgende Übersicht zeigt, worauf es jeweils ankommt.

Sprechen Sie auch das Thema Internet offen an. Eine lokale Desktop-Kasse läuft oft weiter, wenn die Leitung ausfällt. Eine webbasierte Lösung läuft über Ihre Verbindung, das gilt auch für Welda Stock: Es muss nichts installiert werden, jeder Computer mit Browser reicht, aber was bei einem Ausfall an der Kasse passiert, sollten Sie vorab durchsprechen. Testen Sie vor dem Start, ob ein mobiler Hotspot als Ausweichlösung in Ihrem Laden wirklich trägt. Dafür sehen Sie Bestände und Verkäufe auch von außerhalb, und ein defekter PC muss nicht mehr den ganzen Laden lahmlegen.
Artikelstamm: Der Exporttest und das große Aufräumen
Machen Sie vor jeder Unterschrift einen Nachmittag lang diesen Test: Exportieren Sie aus dem alten System Artikel, Kunden und Lieferanten in Tabellen und öffnen Sie diese auf einem anderen Rechner. Stimmen die EAN-Codes, oder hat die Tabellenkalkulation lange Zahlen verstümmelt und führende Nullen gelöscht? Öffnen Sie die Spalte als Text. Sind Einheiten vorhanden und Gewichtsware als solche gekennzeichnet? Gibt es getrennte Spalten für Einkaufspreis, Verkaufspreis und Steuersatz? Sind Umlaute intakt, oder steht statt „Käse“ nur noch Zeichensalat da?
Das Ergebnis bestimmt Ihren Zeitplan. Ein sauberer Export aus dem Menü ist der beste Fall. Berichtsähnliche Dateien mit Kopfzeilen und Zwischensummen lassen sich mit etwas Geduld bereinigen. Wenn gar kein Export möglich ist oder der Fachhändler dafür Geld verlangt, wird es zäh, aber nicht unmöglich: Dann werden Listen aus Berichten neu aufgebaut. Kommen Sie aus der Tabellenkalkulation statt aus einer Altkasse, finden Sie den einfacheren Weg in unserem Beitrag von Excel zur Warenwirtschaft.
Ist der Export da, wird aufgeräumt. In einem langjährigen Artikelstamm finden sich längst ausgelistete Artikel, doppelte Einträge unter leicht abweichenden Namen, Sammelartikel wie „Diverses“ und Bestände von minus 40 Stück. Bester Filter ist das letzte Verkaufsdatum: Was in den vergangenen zwölf Monaten verkauft wurde, kommt mit, der Rest wandert ins Archiv. Danach führen Sie Einträge mit gleicher EAN zusammen, vereinheitlichen Einheiten (Stück, kg, Packung) und reduzieren Warengruppen auf ein überschaubares Maß.
Besonders genau hinschauen sollten Sie bei den Steuersätzen. Im Lebensmittelhandel steht der ermäßigte Satz von 7 % neben dem regulären von 19 %, und die Abgrenzung ist nicht immer intuitiv. Ein falsch zugeordneter Satz wird beim Import ohne Fehlermeldung vervielfacht. Lassen Sie die Zuordnung von der Kanzlei stichprobenartig prüfen, und zwar bevor die Datei importiert wird.
Auch die Branche bringt eigene Fallen mit. Wenn Sie Feinkost, Käse oder Fleisch über die Theke verkaufen, müssen die Artikelnummern der Waage zum Stamm passen. Welda Stock wertet Gewichts-Barcodes handelsüblicher Ladenwaagen automatisch aus; testen Sie trotzdem Ihr eigenes Etikett, weil die Formate unterschiedlich sind. Eichrechtliche Fragen zur Waage bleiben davon unberührt. Getränkehändler sollten nach dem Pfand fragen: In unseren Unterlagen zu Welda Stock ist keine eigene Pfandverwaltung beschrieben. Im Modegeschäft wird jede Größe und Farbe bei Welda Stock als eigener Artikel mit eigener SKU und eigenem Barcode angelegt; wenn Ihr Altsystem ein Modell mit Größenraster führt, müssen Sie die Datei entsprechend auflösen.
Anschreiben, Gutscheine, Kundenkarten: Offene Beträge sauber übernehmen
Ein falscher Artikelname kostet Sekunden. Ein falscher Saldo kostet das Vertrauen der Stammkundin, die seit Jahren bei Ihnen anschreiben lässt. Die Grundentscheidung ist einfach: Übernehmen Sie die komplette Buchungshistorie jedes Kundenkontos oder nur den Saldo zum Stichtag als Anfangsbestand?
Für die meisten Läden reicht der Saldo. Verschiedene Systeme strukturieren Buchungen unterschiedlich, die Übernahme ganzer Historien ist daher aufwendig und fehleranfällig. Sichern Sie stattdessen je aktivem Konto einen aktuellen Auszug als PDF oder Tabelle, halten Sie das Altsystem lesbar, und tragen Sie den Saldo als eine Zeile ein. Vorab sollten Sie Dubletten zusammenführen, denn „Müller“, „K. Müller“ und „Frau Müller Bäckerei“ können dieselbe Person sein. Alte, längst ruhende Beträge schleppen Sie nicht automatisch mit, sondern besprechen sie mit der Kanzlei. Und achten Sie auf das Vorzeichen: Manche Systeme zeigen Kundenschulden positiv, andere negativ. Prüfen Sie es an einem Kunden mit Schulden und an einem mit Guthaben.
Gutscheine sind ein eigenes Thema, weil dahinter Versprechen an oft namentlich unbekannte Kunden stehen. Ziehen Sie eine Liste aller offenen Gutscheine mit Nummer, Wert und Ausstellungsdatum. Klären Sie, wie sie im neuen System eingelöst werden und wie sie steuerlich zu behandeln sind; die Unterscheidung zwischen Einzweck- und Mehrzweckgutscheinen ist hier ein Fall für die Kanzlei. In unseren Produktseiten zu Welda Stock sind Kundenkonten und Salden beschrieben, aber keine Gutscheinverwaltung. Wenn Gutscheine bei Ihnen eine größere Rolle spielen, gehört das ins Gespräch, bevor Sie sich auf eine Behelfslösung verlassen.
Dann folgt die Abstimmung, und sie hat eine einfache Regel: Die Summen vor und nach der Übernahme müssen auf den Cent übereinstimmen. Lesen Sie die Gesamtsumme der Kundenforderungen im alten System ab, vergleichen Sie sie mit der neuen, und erklären Sie jede Differenz. Dasselbe gilt für Ihre Verbindlichkeiten bei Lieferanten. Die zehn größten Konten prüfen Sie zusätzlich einzeln, weil sich zwei Fehler in der Summe gegenseitig aufheben können.

Bei den personenbezogenen Daten gilt die DSGVO. Anschreibelisten enthalten Namen, Kontaktdaten und Schulden, und genau solche Dateien wandern bei einer Umstellung gern per E-Mail hin und her oder bleiben auf einem Laptop liegen. Löschen Sie Arbeitskopien nach Abschluss, klären Sie mit dem neuen Anbieter die Auftragsverarbeitung und den Speicherort, und fragen Sie, wie Sie Ihre Daten bei einem späteren Weggang erhalten. Die Festplatte des alten Kassen-PCs wird erst gelöscht, wenn die Aufbewahrung der Kassendaten geklärt ist, dann aber fachgerecht.
Bestand wird gezählt, nicht importiert
Die Bestandsspalte der Altkasse ist keine Zählung, sondern eine Schätzung, die sich über Jahre verschoben hat. Unkassierte Abgaben, nicht gebuchter Bruch, verspätet erfasste Lieferungen: Alles steckt in dieser Zahl. Importieren Sie sie, warnt das neue System vom ersten Tag an zum falschen Zeitpunkt vor kritischem Bestand. Die Mitarbeitenden glauben ihm dann nicht mehr und gehen zurück zum Blick ins Regal.
Nutzen Sie den Wechsel also für eine Zählung. Ist eine vollständige Zählung bei geschlossenem Laden nicht machbar, teilen Sie sie auf: Langsamdreher zählen Sie abschnittsweise in den Tagen davor und notieren alles, was danach aus diesen Regalen verkauft wird. Schnelldreher und hochwertige Ware zählen Sie am Umstellungsabend. Für die Methodik empfehlen wir unseren Beitrag zur Durchführung einer Inventur. Fällt die Differenz zum alten Bestand groß aus, verstecken Sie sie nicht in den Anfangswerten, sondern zeigen Sie sie Ihrer Kanzlei. Das ist auch für den Jahresabschluss relevant, ebenso wie die Frage, ob die Zählung als Teil Ihrer Inventur gelten kann.
Stichtag: Warum der Jahreswechsel verlockend ist und trotzdem heikel
Viele denken sofort an den 1. Januar: sauberer Schnitt, Jahresinventur ohnehin fällig, neues Geschäftsjahr. Das hat etwas für sich. Nur steht davor das Weihnachtsgeschäft, bei vielen Läden ein besonders umsatzstarker Abschnitt, und danach kommt die Abschlussarbeit bei der Kanzlei. Das Team ist müde, und im Laden herrscht viel Betrieb. Der Beginn eines ruhigeren Monats ist oft die entspanntere Alternative; dafür fällt die Zählung dann zusätzlich an. Entscheidend ist der Rhythmus Ihres Geschäfts.

Innerhalb der Woche wählen Sie den schwächsten Tag und stellen abends um, damit eine langsamere Kasse am nächsten Morgen möglichst wenige Kunden trifft. Freitagabend ist die schlechteste Wahl, weil der Samstag dann zum Schulungstag wird. Prüfen Sie Feiertage, Urlaub der Person, die den Laden am besten kennt, und die Erreichbarkeit des Supports am ersten Morgen. Dann planen Sie rückwärts. Das folgende Beispiel lässt sich für einen kleinen Laden kürzen und für mehrere Filialen strecken.

Der Umstellungsabend Schritt für Schritt
Der eigentliche Wechsel ist kurz. Drucken Sie den Ablauf aus und schreiben Sie hinter jeden Schritt einen Namen. Besonders die Rückfallregel sollte vorher feststehen, damit niemand sie morgens vor einer Warteschlange erfinden muss.

Der Tagesabschluss im alten System ist dabei mehr als eine Formalität: Er legt den Kassenbestand fest, mit dem die neue Kasse startet. Falls Ihr Ablauf bislang eher informell war, lesen Sie vorab unseren Beitrag zur Tagesabschluss-Kassenabrechnung. Von einem Parallelbetrieb über Monate raten wir ab. Er wirkt wie eine Versicherung, aber sobald eine Kraft im neuen und die andere im alten System kassiert, stimmt keine Zahl mehr, und in einem fiskalischen Umfeld wird das zusätzlich unübersichtlich. Klären Sie mit Ihrer Kanzlei den genauen Ablauf, wenn beide Systeme für kurze Zeit nebeneinander existieren. Verkauft wird an einer Stelle; das Altsystem dient nur noch zum Nachschlagen.
Rechnen Sie in der ersten Woche mit Reibung. Die Kassenkräfte haben jahrelange Handgriffe verinnerlicht, die über Nacht wegfallen. Stehen Sie am ersten Tag daneben, sammeln Sie Probleme in einer Liste, statt für jede Kleinigkeit den Support anzurufen, und zählen Sie nach einer Woche einige Schnelldreher stichprobenartig nach. Stimmen die Zahlen, wächst das Vertrauen von selbst.
Was den Wechsel kostet: Die Posten, nicht die Summe
Der Betrag im Angebot ist nur ein Teil der Rechnung. Wie hoch die Gesamtkosten ausfallen, hängt so stark von Größe und Datenlage ab, dass eine allgemeine Zahl Sie nur in die Irre führen würde. Rechnen Sie deshalb diese Posten für Ihren Fall durch:
| Posten | Was Sie fragen sollten | Was sonst passiert |
|---|---|---|
| Altvertrag | Laufzeit, Kündigungsfrist, Restzahlungen? | Sie zahlen zwei Systeme gleichzeitig |
| Datenexport und Archiv | Selbst möglich oder kostenpflichtig? Wie bleibt das Archiv lesbar? | Verhandlung unter Zeitdruck, offene Prüfungsrisiken |
| TSE und fiskalische Abdeckung | Enthalten? Wer richtet ein, wer ersetzt? | Die Lücke fällt erst bei einer Prüfung auf |
| Bereinigung und Import | Inklusive? Durch wen? Welche Listen? | Die Arbeit bleibt bei Ihnen hängen |
| Peripherie | Laufen Scanner, Drucker und Waage mit dem neuen System? | Kurzfristige Hardwarekäufe |
| Beratung und Personal | Kanzleistunden, Zählung, Schulung außerhalb der Schicht? | Niemand hat die Stunden eingeplant |
| Laufende Kosten | Monatsgebühr, Support, Gebühren je Kasse oder Nutzer? | Der Mehrjahresvergleich stimmt nicht |
Damit Angebote vergleichbar werden, schicken Sie allen Anbietern dasselbe Szenario: gleiche Nutzer, Standorte, Artikelzahl und gleicher Importumfang, dazu eine Gesamtsumme über drei Jahre. Bei Welda Stock richtet sich der Preis nach Nutzern, Filialen und Artikelzahl, und er wird im kostenlosen Gespräch geklärt. Das Modell beruht auf einer einmaligen Einrichtungsgebühr; Einrichtung, Datenübernahme und Schulung sind im Angebot enthalten. Die fiskalische Abdeckung ist darin nach dem oben Gesagten nicht beschrieben, und das sollten Sie in Ihrer Rechnung berücksichtigen. Lassen Sie sich Ihr Szenario schriftlich geben, von uns genauso wie von allen anderen.
Fragen für die Demo: Bringen Sie Ihre schwierigsten Daten mit
Eine Vorführung mit aufgeräumten Beispieldaten sagt über den Wechsel wenig aus. Nehmen Sie fünf Problemartikel, zwei komplizierte Kundenkonten, ein echtes Waagenetikett und einen Ausdruck aus dem Altsystem mit. Und dann fragen Sie:
- Ist Ihr Produkt in meinem Laden die Kasse im Sinne der Kassensicherungsverordnung? Wenn ja, wie ist die TSE eingebunden? Bitte schriftlich.
- Was passiert, wenn meine Datei zwei Artikel mit derselben EAN enthält?
- Können wir dieses Waagenetikett jetzt scannen und Gewicht und Preis prüfen?
- Wie sieht ein Kunde mit Guthaben nach dem Import aus, verglichen mit einem Kunden mit Schulden?
- Kann ich Anfangsbestände später von laufenden Buchungen unterscheiden?
- Was genau passiert an der Kasse, wenn die Verbindung ausfällt?
- Wie beschränke ich Storno- und Rabattrechte für Kassenkräfte?
- Wie laufen Auftragsverarbeitung und Datenspeicherung?
- In welchem Format und wie erhalte ich meine Daten, wenn ich eines Tages gehe?
- Wen erreiche ich am ersten Morgen, wenn etwas schiefgeht?
Die beiden letzten Antworten sagen oft mehr als jedes Datenblatt. Sie wechseln ja auch deshalb, weil der Ausstieg diesmal schwer war. Fragen Sie danach, bevor Sie einsteigen.
Wofür Welda Stock in Frage kommt und wofür nicht
Wer sein Kassensystem wechseln und dabei Warenwirtschaft, Verkauf und Kundenkonten zusammenführen möchte und einen Lebensmittelladen, Feinkost, Kiosk, ein Café oder einen ähnlichen Betrieb führt, findet in Welda Stock Echtzeit-Bestand, Barcode-Verkauf, Waagen-Barcodes, Anschreiben, Lieferantenrechnungen, Warnungen bei kritischem Bestand und den Tagesabschlussbericht. Die Einrichtung ist in der Regel am selben Tag erledigt; den größten Teil Ihrer Zeit kosten die oben beschriebene Bereinigung und Zählung, und die kann Ihnen kein Anbieter abnehmen.
Nicht das Richtige ist es voraussichtlich, wenn Sie alles in einem TSE-zertifizierten Gesamtsystem brauchen, Gutschein- oder Pfandverwaltung im Produkt erwarten, Chargen und Mindesthaltbarkeit im Mittelpunkt stehen oder Sie ohne stabile Internetverbindung verkaufen müssen. Diese Punkte sind in unseren Produktunterlagen nicht beschrieben, und deshalb versprechen wir sie hier nicht. Wenn das kein Ausschlusskriterium ist, ist das kostenlose Gespräch der einfachste nächste Schritt. Erzählen Sie uns, was Sie verkaufen, mit wie vielen Kassen Sie arbeiten und von welchem System Sie kommen. Dann gehen wir gemeinsam durch, ob und wie Sie Ihr Kassensystem wechseln sollten, und klären dort Umfang und Preis.
Häufige Fragen
Muss ich den Laden für den Wechsel schließen?
In der Regel nicht. Import und letzte Zählung finden nach Ladenschluss statt, am nächsten Morgen öffnen Sie mit dem neuen System. Ein etwas späterer Start an einem ruhigen Tag verschafft zusätzlichen Puffer, ein ganzer Schließtag ist selten nötig.
Muss ich die Außerbetriebnahme der alten Kasse dem Finanzamt melden?
Nach unserem Kenntnisstand gehört die Außerbetriebnahme zu den mitteilungspflichtigen Vorgängen. Form und Frist sollten Sie sich von Ihrer Steuerkanzlei für Ihren konkreten Fall bestätigen lassen, und zwar bevor Sie die alte Kasse abbauen.
Darf ich die alte Kasse danach entsorgen?
Erst wenn die Kassendaten und der TSE-Export gesichert sind, lesbar vorliegen und die Kanzlei das bestätigt hat. Die Aufbewahrungspflicht endet nicht mit dem Betrieb des Geräts.
Soll ich die ganze Verkaufshistorie übernehmen?
Meist nein. Die steuerlich nötigen Daten werden archiviert und lesbar gehalten; im neuen System beginnen Sie mit bereinigten Stammdaten und Anfangsbeständen. Wenn Vorjahresvergleiche je Artikel für Ihren Einkauf wichtig sind, fragen Sie gezielt danach.
Wie lange dauert ein Kassenwechsel?
Ein kleiner Laden mit aufgeräumten Daten braucht vielleicht wenige Tage Vorbereitung, ein Sortiment mit vielen Tausend Artikeln und zahlreichen Kundenkonten mehrere Wochen. Dazu kommen Vertragsfristen, die oft länger sind als die Technik. Die Vorbereitung der Daten bestimmt die Dauer, nicht die Installation.
Ist Welda Stock eine TSE-zertifizierte Kasse?
In unseren Produktunterlagen wird Welda Stock nicht so beschrieben. Sprechen Sie Ihre Pflichten im Gespräch als Erstes an und stimmen Sie sich mit Ihrer Kanzlei ab, ob das Produkt allein, neben einer zertifizierten Kasse oder gar nicht zu Ihnen passt.
Was kostet der Wechsel?
Das hängt von Nutzern, Standorten, Artikeln, Datenlage, Hardware und fiskalischer Lösung ab; eine pauschale Zahl wäre irreführend. Den Preis für Welda Stock klären wir im kostenlosen Gespräch, nachdem wir Ihr Szenario gehört haben.