Wer „Kassensystem kleiner Laden“ sucht, hat meist zwei Fragen zugleich: Was verlangt das Finanzamt, und komme ich als jemand, der nicht gern am Computer sitzt, im Alltag überhaupt damit zurecht? Die kurze Antwort: Klären Sie zuerst mit Ihrem Steuerberater, ob und wie die Kassensicherungsverordnung für Sie greift. Danach entscheiden Sie anhand weniger Tests am eigenen Tresen: Lässt sich ein Barcode-Artikel ohne Umwege verkaufen, geht das lose Brötchen ohne Suchen durch, sitzt das Anschreiben in Sekunden, und bleibt der Tagesabschluss verständlich? Eine Lösung, die daran scheitert, landet trotz langer Funktionsliste bald in der Ecke.
Dieser Leitfaden richtet sich an Inhaber von Lebensmittelläden, Kiosken, Spätis, Feinkostgeschäften und kleinen Nachbarschaftsläden, die zum ersten Mal Software einführen. Vorkenntnisse brauchen Sie keine. Eine gewisse Skepsis gegenüber Technik ist sogar hilfreich, denn sie führt zu den richtigen Fragen.
Erst die Rechtsfrage: Was das Kassengesetz für kleine Läden bedeutet
Kein anderes Thema verunsichert kleine Händler in Deutschland so sehr, und keines wird in Verkaufsgesprächen so gern vereinfacht. Deshalb steht es hier am Anfang. Die folgende Übersicht ist allgemein gehalten und ersetzt keine Steuerberatung. Regeln und Fristen ändern sich zudem.
Eine allgemeine Registrierkassenpflicht gibt es in Deutschland nicht. Auch eine offene Ladenkasse, also Geldkassette plus täglicher Kassenbericht, ist grundsätzlich weiter möglich, stellt aber eigene hohe Anforderungen an die Aufzeichnung. Wer dagegen ein elektronisches Aufzeichnungssystem einsetzt, unterliegt den Vorgaben des sogenannten Kassengesetzes und der Kassensicherungsverordnung. Dazu gehören insbesondere die zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE), die Belegausgabepflicht und die Mitteilung des Systems an das Finanzamt. Daneben gelten die GoBD für die ordnungsgemäße Aufbewahrung Ihrer Daten.
Für die Auswahl folgt daraus eine Frage, die Sie jedem Anbieter stellen sollten: „Ist Ihr Produkt in meinem Laden die Kasse im Sinne der Kassensicherungsverordnung, und wenn ja, wie ist die TSE eingebunden?“ Lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben und zeigen Sie sie Ihrem Steuerberater. Heikel ist vor allem eine scheinbar einfache Lösung: Auch ein Programm, das eigentlich nur Bestand führen soll, kann als Aufzeichnungssystem gelten, wenn darüber Verkäufe erfasst werden. Ob das auf Ihre konkrete Lösung zutrifft, sollten Sie nicht selbst entscheiden.
Offen gesagt zu Welda Stock: Das Produkt ist eine Lösung für Warenwirtschaft, Verkauf und Kundenkonten. In unseren Produktunterlagen wird es nicht als TSE-zertifizierte Kasse beschrieben. Wenn Sie eine fiskalisch vollständige Kasse suchen, sprechen Sie das im Gespräch mit uns als Erstes an und klären Sie mit Ihrem Steuerberater, ob und wie Welda Stock zu Ihrer Situation passt, gegebenenfalls neben einer zertifizierten Kasse. Lieber erfahren Sie das vor dem Kauf als nach einer Kassennachschau.

Was in einem kleinen Laden anders läuft als im Supermarkt
Viele Handelsprogramme sind für Betriebe gedacht, die mit Ihrem Alltag wenig gemein haben: geschulte Kassenkräfte, saubere Artikelstammdaten, jemand für die IT. In einem Nachbarschaftsladen steht oft eine einzige Person hinter dem Tresen. Sie nimmt die Brötchenlieferung an, verkauft nebenbei, beantwortet das Telefon und kennt die Hälfte der Kundschaft mit Namen.
Daraus ergeben sich drei Punkte, die bei der Auswahl wichtiger sind als jede Funktionsliste:
- Unterbrechungen sind normal. Sie scannen zwei Artikel, jemand fragt nach dem Paketschein, Sie kommen zurück. Der Bildschirm muss dann auf einen Blick zeigen, wo Sie stehen.
- Das Wissen steckt in Ihrem Kopf. Sie wissen, was der Großhändler zuletzt berechnet hat und wer noch offen ist. Werden Sie krank oder wollen Sie in den Urlaub, wird das schnell zum Problem. Software lohnt sich vor allem, weil sie dieses Wissen aus dem Kopf holt.
- Wenige Menschen, viele Wiederholungen. Die Software muss nicht für beliebige Aushilfen in einer Minute erklärbar sein. Sie sollte für Sie und zwei, drei Vertraute nach kurzer Zeit flüssig laufen.
Die Angst, „etwas kaputtzumachen“, verdient dabei eine eigene Prüfung. Bauen Sie in der Vorführung absichtlich einen Fehler ein: Falschen Artikel scannen und entfernen, einen abgeschlossenen Verkauf stornieren. Das Entfernen vor der Zahlung sollte einen einzigen Handgriff kosten. Das Stornieren danach sollte sich auf den Inhaber beschränken lassen. Sonst fehlen Ihnen später die Antworten, wenn die Kasse nicht stimmt. Gerade bei Kassendaten sollten Sie zudem nachfragen, wie Korrekturen protokolliert werden.
Sehr lange Einarbeitung ist ein weiteres Warnsignal. Ihre tägliche Arbeit besteht aus wenigen Vorgängen: Verkauf, Anschreiben, Zahlung, Wareneingang, Tagesabschluss. Wenn Sie diese fünf nicht an einem Nachmittag selbst schaffen, wird es nach dem Kauf nicht besser. Bleiben Sie außerdem bei dem, was Sie heute brauchen. Der teuerste Fehler kleiner Läden ist das System für die Filialkette, die vielleicht irgendwann kommt.
Pfand, Mehrwertsteuer und Leergut: Der Praxistest für deutsche Regale
Hier unterscheidet sich ein deutscher Laden von den meisten internationalen Vorlagen. Es sind Details, die in keiner glänzenden Vorführung auftauchen, wenn Sie nicht danach fragen, im Tagesgeschäft aber ständig vorkommen.
Pfand und Leergut. Eine Kiste Wasser besteht aus Ware plus Pfand, die Rückgabe aus Leergutbon oder Auszahlung. Gerade im Getränkebereich kann das Ihre Kassenrechnung durcheinanderbringen, wenn Pfand als Umsatz oder gar nicht erfasst wird. Lassen Sie sich an einem echten Beispiel zeigen: Verkauf mit Pfand, Rückgabe ohne Einkauf, Rückgabe mit Einkauf. In unseren Unterlagen zu Welda Stock ist keine eigene Pfandverwaltung beschrieben. Wenn Sie viele Getränke führen, klären Sie deshalb in der Demo, wie sich das abbilden lässt.
Zwei Steuersätze in einem Korb. Lebensmittel laufen in der Regel mit dem ermäßigten, Drogerieartikel, Alkohol oder Tabak mit dem vollen Steuersatz. Es gibt Grenzfälle, die Ihr Steuerberater kennt. Fragen Sie, wo der Steuersatz am Artikel hinterlegt wird, wie er auf dem Beleg erscheint und ob der Tagesbericht beide Sätze getrennt ausweist. Das ist in der Vorbereitung für die Buchhaltung oft der größte Zeitfresser.
Lose Ware und Waage. Oliven, Käse, Nüsse oder Fleisch: Welda Stock liest die Gewichts-Barcodes handelsüblicher Ladenwaagen automatisch aus. Die Waage selbst bleibt dabei ein Messgerät, für das Sie das Eichrecht im Auge behalten sollten. Wer keine Grammware führt, sollte dieser Funktion kein Gewicht geben. Mehr dazu in unserem Beitrag zum Kassensystem mit Waage.
Artikel ohne Barcode. Brötchen vom Bäcker, Tüten, Kaffee aus dem Automaten. Sie brauchen dafür Schaltflächen auf dem Bildschirm oder eine schnelle Suche nach Namen. Testen Sie Ihren meistverkauften losen Artikel. Dauert er jedes Mal drei Schritte, verrät das, für wen das System gebaut wurde. Ähnlich beim zerknitterten Etikett: Wenn der Scanner schweigt, wie schnell finden Sie den Artikel von Hand?
Kartenzahlung. Viele Kundinnen zahlen auch kleine Beträge mit Karte. Fragen Sie, ob das Terminal den Betrag automatisch erhält oder ob Sie ihn eintippen. Beides funktioniert, Letzteres erzeugt jedoch eine weitere Summe, die abends abgestimmt werden muss. In Welda Stock wählen Sie die Zahlungsart beim Verkauf aus, etwa bar, Karte, Überweisung oder Anschreiben. Eine direkte Anbindung ans Kartenterminal ist in unseren Unterlagen nicht beschrieben, fragen Sie also danach, wenn Sie sie brauchen.

Anschreiben statt Zettelwirtschaft: Das unterschätzte Kriterium
In vielen deutschen Supermärkten undenkbar, in türkischen, arabischen und anderen Nachbarschaftsläden sowie auf dem Dorf aber nach wie vor üblich: Stammkunden lassen anschreiben und zahlen am Monatsende. Wenn das bei Ihnen vorkommt, trennt dieser Punkt brauchbare von ungeeigneten Programmen. Die meisten Standardkassen behandeln ihn bestenfalls nebenbei.
Ein Anschreibevorgang sollte so laufen: Artikel scannen, Kunde wählen, als Zahlungsart „Anschreiben“ wählen, Saldo aktualisiert sich. Prüfen Sie darüber hinaus die kleinen Dinge, die Ihr Heft längst gelöst hat:
- Namensgleichheit. Im Heft steht „Frau Yılmaz, 3. Stock“. Auf dem Bildschirm brauchen Sie Name, Telefonnummer oder Notiz, damit Sie die richtige Frau Yılmaz finden. Ein Betrag auf dem falschen Konto fällt später sehr viel schwerer auf als im Heft.
- „Meine Mutter zahlt.“ Ein Kind holt Milch und Brot. Fragt die Mutter später nach, helfen nur Datum, Uhrzeit und einzelne Artikel, keine Sammelsumme.
- Teilzahlungen. Die Hälfte kommt am Monatsanfang, der Rest später. Der offene Betrag sollte sich ohne Kopfrechnen zeigen.
- Grenzen. Ein Kreditlimit im Kundenkonto zeigt Ihnen, wann ein Gespräch fällig ist. Prüfen Sie, ob das System nur warnt oder den Verkauf sperrt.
In Welda Stock wird ein angeschriebener Verkauf auf das Kundenkonto gebucht, der Saldo aktualisiert sich sofort. Auf der Kundenkarte stehen aktueller Saldo, Einkäufe und Zahlungen auf einem Bildschirm. Die Übernahme der Kunden- und Saldoeinträge aus Ihrem Heft ist in der Einrichtung enthalten. Ausführlicher beschreibt das unser Beitrag zum digitalen Anschreibebuch.
Denken Sie dabei an den Datenschutz. Ein Anschreibebuch enthält personenbezogene Daten: Namen, Telefonnummern, Einkaufsgewohnheiten und offene Beträge. Für digital geführte Kundenkonten gilt die DSGVO. Sammeln Sie nur, was Sie brauchen, legen Sie fest, wer Salden sehen darf, und richten Sie den Bildschirm so aus, dass die Warteschlange ihn nicht mitlesen kann. Fragen Sie den Anbieter nach Auftragsverarbeitungsvertrag, Serverstandort und Löschmöglichkeiten. Rechtlich verbindlich beurteilen sollte das im Zweifel eine Fachperson. Auch ob und wie angeschriebene Verkäufe steuerlich aufzuzeichnen sind, klärt Ihr Steuerberater.

Wie viel System braucht Ihr Laden?
Sie müssen nicht automatisch das größte Paket kaufen. Betrachten Sie die vier üblichen Wege nüchtern. Jeder hat einen sinnvollen Einsatzbereich, und die Übergänge hängen stärker von Anschreiben, Personal und Bargeldanteil ab als von der reinen Artikelzahl.

Offene Ladenkasse. Passt allenfalls zu sehr überschaubaren Läden mit wenig Sortiment. Sie bleibt nur dann sinnvoll, wenn Sie die täglichen Kassenberichte diszipliniert führen. Ein Auswertungsnutzen entsteht nicht. Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater, bevor Sie sich aus Kostengründen dafür entscheiden.
Reine Registrierkasse. Erledigt den Verkauf und, in zertifizierter Form, die fiskalischen Anforderungen. Sie erfahren allerdings meist wenig über Bestand, Lieferantenschulden und Kundensalden.
Warenwirtschaft mit Verkaufsfunktion. Hier wird jeder Verkauf vom Bestand abgebucht, Sie sehen knappe Artikel und führen Kundenkonten. Das ist die Kategorie, in der Welda Stock zu Hause ist. Für den Einstieg genügt ein handelsüblicher Scanner, und die Bestandsführung läuft beim Verkauf nebenher mit.
Excel. Als Tabelle hinter der Kasse taugt es wenig, weil zwischen zwei Kunden niemand Zeilen pflegt und die Datei schon mittags veraltet ist. Als saubere Artikelliste für den Import in Ihr neues System ist es dagegen Gold wert.
Wann brauchen Sie überhaupt etwas Neues? Typische Anzeichen sind: Ein Artikel fehlt, und Sie merken es erst, wenn jemand danach fragt. Über Salden wird gestritten. Sie wissen nicht, ob der Kassenstand zum Tagesumsatz passt. Eine Aushilfe fragt ständig nach Preisen. Ihr Steuerberater seufzt beim Anblick Ihrer Unterlagen. Wer nichts davon erlebt und sein Sortiment überblickt, darf ruhig noch warten.
Was am Tresen wirklich stehen muss
Für Welda Stock reichen ein Computer mit Internetverbindung und ein handelsüblicher Barcode-Scanner. Die Software ist webbasiert und braucht keine Installation, Sie melden sich im Browser an. Von einem anderen Computer aus können Sie Tagesumsatz, Bestand und offene Kundensalden einsehen, auch wenn Sie nicht im Laden sind. Falls Sie eine zertifizierte Kasse benötigen, kommt deren Hardware gegebenenfalls hinzu, denn das ist eine eigene Entscheidung.
Der Engpass in kleinen Läden ist oft ganz handfest: der Platz. Stellen Sie sich hinter den Tresen und prüfen Sie: Wo steht der Bildschirm, damit Sie ihn im Kundengespräch sehen? Reicht das Scannerkabel bis zur Getränkekiste am Boden? Können Kunden Salden mitlesen? Bleibt noch Platz für Waage und Kartenterminal? Es klingt banal, doch ein unpraktisch platzierter Bildschirm bringt müde Inhaber schnell zurück zum Kopfrechnen.
Ehrlich bleiben muss man auch beim Internet. Webbasierte Lösungen laufen über Ihre Verbindung, das gilt auch für Welda Stock. Wir empfehlen deshalb eine stabile Leitung. Ist Ihre unzuverlässig, sagen Sie das am besten gleich, damit wir bei der Einrichtung gemeinsam die passende Arbeitsweise planen. In Altbauten und Kellerläden lohnt sich vorher ein Test. Fragen Sie jeden Anbieter, was bei einem Ausfall passiert, und legen Sie sich für den Notfall ein Papierheft unter den Tresen. Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater auch darüber, wie Verkäufe während eines Ausfalls zu dokumentieren sind.
Feierabend und Großhändlertag: Wofür Sie die Software eigentlich kaufen
In den ersten Wochen wird der Verkauf vielleicht sogar etwas langsamer. Der Nutzen zeigt sich zu zwei anderen Zeitpunkten.
Am Abend. Der Tagesabschluss sollte Barverkäufe, angeschriebene Verkäufe und Zahlungseingänge getrennt zeigen. Diese Trennung ist für kleine Läden entscheidend: Der Umsatz kann gut aussehen, und die Kasse ist trotzdem dünn, weil ein Teil auf Kundenkonten liegt. Wenn Kassenbestand und Bericht nicht passen, merken Sie es noch am selben Abend. Wie das zur Gewohnheit wird, zeigt unser Leitfaden zum Tagesabschluss und zur Kassenabrechnung.
Beim Einkauf. Eine Liste der Artikel unter dem Mindestbestand ersetzt den Gang durch die Regale, bevor Sie zum Großmarkt fahren oder den Großhändler anrufen. Wenn die Ware eintrifft, erfassen Sie die Rechnung auf dem Lieferantenkonto. Die Artikel werden dem Bestand zugebucht und Ihre Verbindlichkeit festgehalten. Bei Teilzahlungen berechnet sich der Rest von selbst. Achten Sie unbedingt auf die Gebinde: Geht ein Sixpack oder eine Kiste als ein Stück in den Bestand, stimmen die Zahlen ab dem ersten Tag nicht.
Nach einigen Monaten wird eine weitere Frage spannend: Welche Artikel drehen schnell, bringen aber wenig ein? Welda Stock zeigt die Marge je Produkt. Das ist nichts für den ersten Tag und sollte Ihre Auswahl nicht bestimmen, kann später aber Ihre Regalplanung verändern. Unser Beitrag Welche Artikel im Lebensmittelladen wirklich Gewinn bringen zeigt, wie das geht.
Die Demo: Bringen Sie einen Einkaufskorb mit
Mit Musterdaten sieht jede Vorführung gut aus. Packen Sie stattdessen einen Korb mit echten Artikeln, auch den schwierigen: ein Getränk mit Pfand, ein Brötchen, eine Packung mit zerknittertem Etikett, etwas zum Abwiegen. Bei einer Online-Vorführung halten Sie die Artikel einfach in die Kamera. Bitten Sie darum, selbst die Maus zu bedienen, und nehmen Sie die Person mit, die sonst mit Ihnen hinter dem Tresen steht.

Stellen Sie sich danach die ehrliche Frage: „Schaffe ich das morgen früh, wenn jemand vor mir steht?“ Lautet die Antwort „Ja, wenn es mir noch einmal gezeigt wird“, ist das ein gutes Zeichen. Bei „Niemals“ sollten Sie weitersuchen, auch wenn die Berichte beeindruckend aussahen.
Lassen Sie sich außerdem schriftlich beantworten: Wer erfasst Artikel und Salden? Wen rufe ich an, wenn ich in drei Wochen nicht weiterkomme? Bekomme ich meine Daten heraus, wenn ich wechsle, und in welchem Format? Das Export-Thema ist doppelt wichtig, weil Aufbewahrungspflichten auch nach einem Systemwechsel weiterlaufen können.
Angebote vergleichen, ohne sich blenden zu lassen
Angebote für ein Kassensystem sind schwer vergleichbar, weil jeder Anbieter anders bündelt. Das eine wirkt günstig, bis Schulung und TSE dazukommen. Das andere enthält die Einrichtung, verlängert sich aber jährlich. Vergleichen Sie daher Leistungen statt Endsummen, und zwar für jeden Anbieter mit derselben Liste.
| Posten | Was Sie fragen sollten | Was sonst passiert |
|---|---|---|
| Fiskalische Abdeckung | Ist eine TSE enthalten? Wer kümmert sich um Mitteilung und Zertifikatslaufzeit? | Sie merken erst bei einer Prüfung, dass etwas fehlt. |
| Einrichtung | Enthalten? Wer macht sie, vor Ort oder per Fernzugriff? | Software gekauft, aber nicht lauffähig. |
| Artikelliste | Wer erfasst die Artikel? Ist ein Excel-Import möglich? | Abende lang Artikel abtippen. |
| Anschreibebuch | Ist die Übernahme der Salden enthalten? | Alte und neue Schulden an zwei Orten. |
| Schulung | Für wie viele Personen? Gibt es eine Wiederholung? | Nur eine Person kennt sich aus. |
| Laufende Kosten | Monatlich, jährlich, je Kasse oder Nutzer? Updates inklusive? | Niedriger Einstieg, hohe Gesamtkosten. |
| Hardware | Standardgeräte oder an den Anbieter gebunden? | Ein defekter Scanner wird zur Sonderbestellung. |
| Zahlungsabwicklung | Bin ich an einen Dienstleister gebunden? | Die Software ist günstig, die Gebühr pro Kartenzahlung nicht. |
| Support | Welche Zeiten, welche Kanäle, welche Sprache? | Beim Feierabend hängen bleiben und bis morgen warten. |
Rechnen Sie auch ein, was nicht im Angebot steht: Abende für die Datenerfassung, langsamere Verkäufe in der Lernphase, Zeit des Steuerberaters. Kostenlose Werkzeuge können für sehr kleine Läden mit einem Nutzer reichen, stoßen aber an Grenzen, sobald Anschreiben, Rechte oder eine Ansprechperson gefragt sind. Und für Kassenzwecke müssen sie selbstverständlich dieselben rechtlichen Fragen bestehen wie alles andere.
Bei Welda Stock richtet sich der Preis nach Nutzern, Filialen und Artikelzahl sowie nach dem Umfang der Datenübernahme. Es fällt eine einmalige Einrichtungsgebühr an, ohne versteckte oder wiederkehrende Kosten. Einrichtung, Excel-Import und Schulung sind enthalten. Die konkrete Summe klären wir im kostenlosen Gespräch, sobald wir Ihren Laden kennen. Bringen Sie dafür ungefähre Angaben zu Artikelzahl, Nutzern und vorhandener Hardware mit, und sagen Sie uns, wie Sie heute arbeiten. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite Kassensystem kleiner Laden: Welda Stock für Lebensmittelläden.
Umstellen, ohne den Laden zu schließen
„Ab morgen läuft alles neu“ ist der riskanteste Plan. Der Laden muss ja geöffnet bleiben. Besser ist es, das Heft schrittweise in den Ruhestand zu schicken.

- Steuerberater zuerst. Sprechen Sie vor dem Stichtag mit ihm über Kassenfrage, Mitteilungspflicht und die Aufbewahrung Ihrer alten Unterlagen.
- Ruhigen Tag wählen. Nicht am Monatsanfang, nicht vor Feiertagen und nicht am Liefertag.
- Zuerst die Renner. Stimmen Barcode und Preis bei den meistverkauften Artikeln, können Sie den Rest nach und nach nachziehen.
- Stichtag fürs Anschreiben. Addieren Sie die Salden jedes Kunden zu einem festen Datum und buchen Sie sie als Anfangsbestand. Ab dann läuft alles nur noch digital. Doppelte Führung erzeugt Fehler.
- Stammkunden informieren. Ein freundliches „Ich führe das jetzt am Computer, schauen wir kurz zusammen auf Ihren Stand?“ vermeidet viel Streit.
- Altes Heft aufbewahren. Es kann später Klärung bringen und ist womöglich auch steuerlich relevant.
- Abschnittsweise zählen. Statt einer erschöpfenden Nacht lieber Regal für Regal. So verbessern sich Ihre Bestandszahlen Schritt für Schritt, ohne dass der Laden darunter leidet.
Bei Welda beginnt der Ablauf mit Demo und Bedarfsanalyse, gefolgt von Einrichtung und Datenübernahme, Schulung und begleitetem Start mit mehrsprachigem Support. Die Einrichtung ist meist am selben Tag erledigt. Bis sich alles eingespielt hat, vergeht natürlich etwas mehr Zeit. Wenn Sie das Thema Kassensystem kleiner Laden anhand Ihres eigenen Betriebs besprechen möchten, ist das erste Gespräch kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen
Muss ich als kleiner Laden überhaupt eine elektronische Kasse haben?
Eine allgemeine Registrierkassenpflicht besteht in Deutschland nicht. Wer aber ein elektronisches Aufzeichnungssystem nutzt, muss die entsprechenden Vorgaben einhalten. Ob die offene Ladenkasse für Sie sinnvoll ist, sollten Sie mit Ihrem Steuerberater klären.
Ist Welda Stock eine TSE-zertifizierte Kasse?
In unseren Produktunterlagen wird Welda Stock nicht so beschrieben. Es deckt Bestand, Verkauf, Anschreiben und Berichte ab. Sprechen Sie Ihre fiskalischen Anforderungen deshalb direkt im Gespräch an und beziehen Sie Ihren Steuerberater ein.
Ich kenne mich mit Computern kaum aus. Schaffe ich das?
Wenn Sie einen Artikel scannen und eine Summe lesen können, lässt sich der Kern lernen. Probieren Sie Verkauf, Anschreiben und Zahlung vor der Entscheidung selbst aus. Bei Welda Stock ist die Oberfläche bewusst einfach, und unser Team zeigt Ihnen die Bedienung bei der Einrichtung praktisch.
Brauche ich zwingend einen Barcode-Scanner?
Nein, Artikel lassen sich auch über Schaltflächen oder die Suche wählen. Sobald ein Großteil Ihres Sortiments Barcodes trägt, beschleunigt ein handelsüblicher Scanner den Verkauf aber spürbar und vermeidet Verwechslungen.
Was passiert, wenn das Internet ausfällt?
Welda Stock ist webbasiert und läuft über Ihre Verbindung. Eine stabile Leitung ist daher wichtig. Sagen Sie uns vorab, wenn sie es nicht ist, damit wir bei der Einrichtung gemeinsam die beste Arbeitsweise planen.
Kann ich mein Anschreibebuch übernehmen?
Ja. Bei Welda Stock ist die Übernahme der Kunden- und Saldoeinträge in der Einrichtung enthalten. Wählen Sie dafür einen Stichtag und bewahren Sie das alte Heft auf.
Was kostet ein Kassensystem für einen kleinen Laden?
Das hängt von Nutzern, Filialen, Artikelzahl, TSE, Datenübernahme und laufenden Gebühren ab. Vergleichen Sie Angebote mit der Tabelle oben. Für Welda Stock klären wir den Preis im kostenlosen Gespräch.
Das beste System ist am Ende das, über das Sie am Tresen nicht mehr nachdenken müssen und zu dem Ihr Steuerberater nickt. Packen Sie einen Korb mit schwierigen Artikeln und vereinbaren Sie ein kostenloses Gespräch. Wir probieren Welda Stock gemeinsam an Ihrem echten Alltag aus, und wenn es nicht passt, wissen Sie es vor dem Kauf.