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Warenwirtschaft

Café Warenwirtschaft Software: Auswahl nach Inventur, Schwund und Meldebestand

Welda-Team15 Min. Lesezeit1 November 2026

Eine Café Warenwirtschaft Software taugt dann etwas, wenn sie drei Dinge im laufenden Betrieb leistet: Die Wochenzählung von Milch, Bohnen, Bechern und Kuchen dauert nach Ladenschluss etwa eine Viertelstunde, verschüttete Milch ist in weniger als einer Minute als Schwund gebucht, und die Warnung vor dem Meldebestand kommt, solange die Bestellung noch rechtzeitig rausgehen kann. Wer das am eigenen Tresen durchspielt, hat die halbe Entscheidung schon getroffen. Die andere Hälfte hängt von zwei Fragen ab: Bedienen Sie am Tisch, und wie ist Ihre Kasse in Deutschland steuerlich aufgestellt?

Dieser Leitfaden richtet sich an Inhaberinnen und Inhaber, die wissen möchten, wo in ihrem Café Ware verloren geht, und danach ein passendes System suchen. Auch unser eigenes Produkt Welda Stock kommt vor. Wo es nicht passt, steht das ebenfalls hier, denn eine falsch gekaufte Software liegt nach wenigen Wochen brach.

Warum Warenwirtschaft im Café anders tickt als im Laden

Im Einzelhandel ist der verkaufte Artikel derselbe wie der eingekaufte: eine Tafel Schokolade rein, eine Tafel Schokolade raus. Im Café stimmt diese Gleichung kaum. Der Gast bestellt einen Cappuccino, aus dem Lager verschwinden Milch, Bohnen und bei To-go auch Becher und Deckel. Sie verkaufen eine Kanne Tee, gezählt wird aber die Packung losen Tees. Der Kassenbericht sagt, dass heute 140 Milchgetränke über die Theke gingen. Er sagt nicht, wie viel Milch dafür nötig gewesen wäre, und erst recht nicht, wie viel aus halbvollen Kännchen in den Ausguss geflossen ist.

Genau deshalb täuschen viele Vorführungen. Gezeigt wird fast immer ein Barcode, der gescannt wird, und eine Zahl, die um eins sinkt. Das funktioniert bei Flaschenwasser, Limonade und verpackten Keksen tadellos. Die eigentlichen Verluste stecken im Café aber in offener Ware ohne Barcode, gemessen in Litern und Gramm. Und die Waren verhalten sich sehr unterschiedlich, je nachdem, wie lange sie halten und wie schnell Nachschub kommt.

Tabelle mit vier Warengruppen im Café, typischer Ware und dem jeweils wichtigsten Prüfpunkt
Je nach Warengruppe zählt etwas anderes: Verfall, Lieferzeit, plötzlicher Engpass oder der Rücklauf.

Sortieren Sie Ihre Artikelliste deshalb, bevor Sie Anbieter vergleichen. Die Frage "Bucht das System automatisch ab?" ist dann nicht mehr ausreichend. Besser ist: Bei welchen Artikeln, mit welcher Rechnung, und wie behalte ich jene im Blick, die nicht automatisch sinken?

Rezepturen oder Soll-Ist-Vergleich: die Methode vor dem Anbieter wählen

In der Gastronomie gibt es zwei ehrliche Wege, Zutaten zu verfolgen, und viel Enttäuschung entsteht, weil man den einen kauft und den anderen erwartet.

Bei der Rezepturabbuchung bekommt jedes Produkt der Karte eine Stückliste: etwa 18 Gramm Bohnen, 250 Milliliter Milch, ein Becher und ein Deckel für den mittleren Latte macchiato. Jeder Verkauf senkt diese Zutaten automatisch. Das ist elegant, verlangt aber Pflege. Jede Größe und jede Milchalternative will angelegt sein, jede Änderung an der Karte nachgezogen werden. Kommt im Winter die Heiße Schokolade mit Sahne dazu und niemand hinterlegt die Rezeptur, läuft der Bestand unbemerkt auseinander. Außerdem weiß die Rezeptur nur, was hätte passieren sollen. Dass die neue Aushilfe das Kännchen zu voll macht, weiß sie nicht.

Beim Soll-Ist-Vergleich erfassen Sie Wareneingänge, zählen wichtige Artikel in festen Abständen und stellen den tatsächlichen Verbrauch den Verkäufen gegenüber. Das ist weniger automatisch, läuft aber nach wenigen Tagen und zeigt rasch, wie groß das Problem überhaupt ist. Die Rechnung passt auf einen Lieferschein:

Beispielrechnung für eine ungeklärte Inventurdifferenz bei Hafermilch aus Anfangsbestand, Wareneingang, Endbestand, Sollverbrauch und gebuchtem Schwund
Beispielrechnung: Was nach Sollverbrauch und gebuchtem Schwund übrig bleibt, kann niemand erklären.

Sieben Liter ungeklärte Differenz sind in diesem Beispiel weder ein Beweis für Diebstahl noch für Verderb. Sie sind nur der Anlass, Fragen zu stellen. Stimmt das Maß von 250 Millilitern wirklich? Wird Milch weggeschüttet, ohne dass es jemand notiert? Verlassen Getränke die Theke, ohne dass sie boniert wurden? Mehr zu den typischen Ursachen lesen Sie in unserem Beitrag über Inventurdifferenzen, auch wenn dort der Handel im Mittelpunkt steht.

Welche Methode passt zu Ihnen? Bei kurzer Karte, kleinem Team und dem Ziel, zunächst die Größenordnung zu erfahren, reicht der Soll-Ist-Vergleich oft als Einstieg. Bei breiter Karte, mehreren Standorten und dem Wunsch nach Marge je Getränk lohnt sich die Suche nach einem echten Rezepturmodul. Zu unserem eigenen Produkt ganz offen: Auf unseren Produktseiten beschreiben wir für Welda Stock die Bewegungen von Zutaten und Produkten, Warnungen bei kritischem Bestand, Inventur und Schwunderfassung. Eine automatische gramm-genaue Abbuchung aus Rezepturen können wir Ihnen in diesem Artikel nicht zusichern. Ist das für Sie entscheidend, bringen Sie Ihre Karte ins Gespräch mit, dann klären wir es verbindlich.

Die Wochenzählung, die wirklich stattfindet

Eine Inventur im Café scheitert selten am guten Willen, sondern an der offenen Packung. Halbe Tüte Bohnen, Sirupflasche zu einem Drittel leer, angebrochene Hafermilch. Wenn nicht vorher feststeht, wie das gezählt wird, schätzt jede Person anders, und die Differenz verliert jede Aussagekraft.

Fünf Schritte für eine kurze wöchentliche Zählung im Café, vom Laufweg bis zur getrennten Eingabe
Feste Regeln machen die Zählung vergleichbar, auch wenn das Team wechselt.

Für Sirup reicht es in den meisten Betrieben, in Vierteln zu zählen; höhere Genauigkeit kostet mehr, als sie bringt. Angebrochene Milch wird beim Wegschütten als Schwund gebucht und sonst als Anteil mitgezählt. Schreiben Sie diese Regeln oben auf die Zählliste. Wie Sie die Inventur grundsätzlich anlegen, erklärt unser Beitrag zur Durchführung der Inventur.

Unterscheiden Sie dabei die betriebliche Wochenzählung von der Jahresinventur. Die Wochenzählung ist Ihr Führungsinstrument. Die Inventur zum Stichtag ist dagegen je nach Rechtsform und Gewinnermittlung auch eine steuerliche Frage, die Sie mit Ihrer Steuerkanzlei klären sollten. Prüfen Sie in der Vorführung, ob Zählungen als eigene Bewegung mit Datum und Differenz sichtbar bleiben oder ob der alte Wert einfach überschrieben wird. In Welda Stock gibt es eine Inventurfunktion und eine Liste der Bestandsbewegungen; nach der Eingabe wird die Lücke zwischen Soll- und Ist-Bestand sichtbar. Wie sich Ihr eigener Fall abbilden lässt, also etwa Einkauf im Karton und Verbrauch in Gramm, sollten Sie in der Vorführung am Beispiel Ihrer Bohnenbestellung ansehen.

Personalverzehr, Einladung, Bruch: Schwund braucht Gründe

Fast jedes System bietet irgendwo ein Feld für Schwund. Entscheidend ist der Grund dahinter. "Schwund: 28 Stück Kuchen" sagt nichts. Aufgeschlüsselt zeigt dieselbe Zahl, wo Handeln lohnt.

Balkendiagramm von Kuchen-Schwund nach Grund in einer Beispielwoche mit Abendresten an erster Stelle
Beispielwerte: Reste am Abend betreffen die Bestellmenge, Personalverzehr dagegen eine interne Absprache.

Bleibt abends regelmäßig Kuchen übrig, ist die Vitrine am falschen Wochentag zu voll. Häuft sich Milch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums, stimmt die Bestellmenge nicht. Bleibt viel Milch im Kännchen, geht es um Handgriffe, nicht um den Einkauf. Bewährt hat sich eine kurze Liste mit fünf Gründen: Verderb oder Datum, Zubereitungsverlust, Fehlproduktion, Bruch sowie Personalverzehr und Einladungen.

Der letzte Punkt verdient in Deutschland besondere Aufmerksamkeit. Der Kaffee aufs Haus für Stammgäste und das Getränk für die Schicht sind geschäftlich normal. Unerfasst sehen sie auf dem Bericht aber genauso aus wie Diebstahl. Dazu kommt die steuerliche Seite: Unentgeltliche Abgaben, Sachbezüge und Eigenverbrauch können eigene Regeln auslösen, und bei Betriebsprüfungen in der Gastronomie wird mitunter der Wareneinsatz mit dem erklärten Umsatz verglichen. Eine gepflegte Schwund- und Verzehrliste ersetzt keine Beratung und kein Prüfungsverfahren, aber sie gibt Ihnen eine Grundlage, wenn jemand fragt, wo die Ware geblieben ist. Sprechen Sie Details mit Ihrer Steuerkanzlei ab.

Wer soll in der Stoßzeit buchen? Sicher nicht die Barista mit einer Schlange bis zur Tür, jedenfalls nicht über ein Formular mit sechs Schritten. Ein Zettel an der Theke, am Schichtende in fünf Minuten übertragen, ist eine einfache Routine, die auch sonntags hält. Von der Software brauchen Sie dann vor allem zweierlei: Schwund ist mit wenigen Klicks gebucht, und man sieht, wer ihn erfasst hat.

Mehrwegbecher, Pfand und die Becherfalle

Eine deutsche Besonderheit, die in internationalen Softwarevergleichen fehlt: Seit 2023 gilt für viele Betriebe, die Essen und Getränke zum Mitnehmen in Einwegverpackungen abgeben, die Mehrwegangebotspflicht, mit Erleichterungen für kleine Betriebe. Ob und wie sie Sie betrifft, klären Sie am besten im Einzelfall. Wer ein eigenes Pfandsystem betreibt, hat damit eine Warengruppe, die sich nicht wie Ware verhält: Becher gehen raus, kommen zurück und werden eigentlich gar nicht verbraucht. Wer ein Poolsystem nutzt, hat wiederum Rückgaben und Ausgaben mit dem Anbieter abzustimmen.

Klären Sie deshalb vor dem Kauf ganz praktisch: Wie bilden Sie Pfand an der Kasse ab? Wird der ausgegebene Becher als Abgang gebucht, und wie kommt er wieder hinein? Eine Standardlösung ist hier nicht selbstverständlich, und auch für Welda Stock sichern wir in diesem Text keinen speziellen Pfand-Ablauf zu. Fragen Sie im Gespräch konkret danach, statt es vorauszusetzen.

Einwegbecher und Deckel sind die andere Falle. Weil sie wenig kosten, werden sie selten gezählt, doch wenn sie am Samstagvormittag ausgehen, steht das To-go-Geschäft. Gerade deshalb gehören sie von Anfang an auf die Liste der wöchentlich gezählten Artikel und bekommen einen eigenen Meldebestand.

Meldebestand zwischen leerer Vitrine und schlechter Milch

Die Warnung bei niedrigem Bestand klingt trivial. Schwierig ist im Café der Wert selbst. Ist er zu niedrig, gibt es Samstagmittag keinen Latte macchiato. Ist er zu hoch, verdirbt die Milch, und die Schwundliste wächst. Anders als im Handel gibt es wegen der kurzen Haltbarkeit eine echte Obergrenze. Ein Beispiel: Ein Café verbraucht täglich 12 Liter Milch und wird jeden zweiten Tag beliefert. Am Liefermorgen sollten also mindestens 24 Liter zuzüglich Sicherheitsaufschlag für einen starken Tag verplant sein. Wer wegen eines Angebots 60 Liter lagert, produziert den Schwund selbst. Die Werte sind reine Beispiele; die Berechnung erklärt der Beitrag Mindestbestand festlegen ausführlich.

WarengruppeWas den Wert bestimmtHäufiger Fehler
Frisch: Milch, Sahne, TageskuchenVerbrauch bis zur nächsten Lieferung, begrenzt durch MHD oder VerbrauchsdatumGroßgebinde wegen Rabatt, Rest wird entsorgt
Trocken: Bohnen, Tee, SirupLieferzeit der Rösterei und Ihr Anspruch an die FrischeSchätzen nach Augenmaß, Betriebsferien der Rösterei vergessen
Verpackung: Becher, Deckel, ServiettenLieferzeit je Karton, Anteil To-goNicht erfasst, weil billig, und dann ausverkauft
Verkaufsware mit Barcode: Flaschen, verpackte SnacksAbverkauf und Bestelltag beim GroßhandelAn der Kasse pauschal boniert statt gescannt

Halten Sie außerdem den rechtlichen Unterschied im Kopf: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum, das Verbrauchsdatum dagegen schon eine harte Grenze. Für Kuchen mit frischer Füllung oder selbst zubereitete Speisen gelten die Hygienepflichten Ihres Betriebs. Die Software kann das Prüfen unterstützen, ersetzt aber weder Ihre Eigenkontrollen noch die Dokumentation.

In Welda Stock erhalten Sie eine Warnung für Artikel auf kritischem Stand, und die Übersichtsseite zeigt diese Liste zusammen mit einem Bereich für bald ablaufende Artikel. Der Blick darauf vor Öffnung kann den Anruf "Milch ist aus" ersetzen. Ehrlicherweise: Der Ablaufbereich arbeitet mit einem Fenster von 30 Tagen. Für Sirup oder Bohnen ist das hilfreich, aber bei Frischmilch ersetzt es die Sichtkontrolle am Morgen nicht.

Kassengesetz und TSE: die Frage, die Sie zuerst stellen sollten

In Deutschland kommt ein Thema hinzu, das bei der Softwarewahl oft zu spät auftaucht. Elektronische Kassen müssen nach dem Kassengesetz und der KassenSichV in der Regel mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) arbeiten; hinzu kommen Belegausgabepflicht und Mitteilungspflichten gegenüber dem Finanzamt. Details, Ausnahmen und Fristen ändern sich, und nur Ihre Steuerkanzlei kann sie verbindlich für Ihren Betrieb einordnen. Dazu kommen die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoBD) und die unterschiedliche Umsatzsteuer je nach Produkt und Verzehrart.

Für Ihre Softwareauswahl bedeutet das zunächst: Unterscheiden Sie sauber zwischen Kassensystem und Warenwirtschaft. Eine Warenwirtschaft darf gern auch verkaufen können, aber sobald sie als Kasse dient, muss diese Frage beantwortet sein. Fragen Sie jeden Anbieter schriftlich: "Ist dieses System in Deutschland mit TSE einsetzbar, wer stellt sie bereit, und wie bekomme ich die Daten für eine Kassennachschau heraus?"

Zu Welda Stock die klare Aussage: Auf unseren Produktseiten beschreiben wir einen schnellen Kassenbildschirm, Belege und Tagesabschluss, aber keine TSE-Anbindung. Sie sollten deshalb nicht davon ausgehen, dass Welda Stock Ihre gesetzeskonforme Kasse in Deutschland ersetzt. Lassen Sie das vor jeder Entscheidung in einem Gespräch und mit Ihrer Steuerberatung klären. Wie eine Kasse grundsätzlich auszuwählen ist, finden Sie in unserem Beitrag Kassensystem richtig wählen. Führen Sie Kundenkonten, etwa für Büros in der Nachbarschaft, oder Stempelkarten mit Namen, gilt zudem die DSGVO: Erheben Sie nur Nötiges, begrenzen Sie den Zugriff, und klären Sie Hosting und Auftragsverarbeitung mit dem Anbieter.

Bedienung am Tisch stellt die Frage neu

Gastro-Kassensystem und Warenwirtschaft begegnen sich bei derselben Suche, lösen aber unterschiedliche Aufgaben. Mit Bedienung am Tisch stehen Tischplan, offene Rechnungen, getrennte Bezahlung und Bons für die Küche im Mittelpunkt. Wer an der Theke bestellt und zahlt, braucht davon wenig.

Entscheidungsschema, das Thekenverkauf, Tischservice, vorhandene TSE-Kasse und Rezepturkalkulation der passenden Softwarelösung zuordnet
Maßgeblich ist, wie Bestellungen durch Ihr Café laufen, nicht die längste Funktionsliste.

Welda Stock konzentriert sich auf Thekenverkauf und Bestandsführung. Tisch- und Bonverwaltung sind nicht enthalten. Dafür arbeiten wir an unserem Produkt Welda Restoran, bieten es hier aber nicht als heute verfügbare Lösung an. Wenn Sie ein klassisches Café mit Bedienung oder ein Frühstückslokal betreiben, sollte Welda Stock nicht Ihr Hauptsystem sein. Dann zuerst die passende Gastro-Kasse wählen und deren Bestandsteil an den Kriterien dieses Beitrags messen.

Unsere Café Warenwirtschaft Software kommt eher für thekenbetonte Betriebe infrage, also Coffeebars, Bäckerei-Cafés mit Vitrine, Kaffeebars in Bürogebäuden oder auf dem Campus. Sie bündelt schnelle Verkaufserfassung, Rollen und Rechte, Warnungen bei kritischem Bestand, Lieferantenrechnungen und offene Salden, Marge je Produkt und Tagesabschluss. Bei mehreren Standorten werden Bestand und Verkauf einzeln oder gemeinsam ausgewertet. Die Oberfläche gibt es auf Deutsch, Englisch und Türkisch, was bei gemischten Teams praktisch sein kann. Für Deutschland gilt aber der TSE-Vorbehalt von oben: Wenn eine bestehende TSE-Kasse bleiben soll, klären Sie zuerst, ob getrennte Bestandsführung für Sie alltagstauglich ist, und ob Verkäufe dann doppelt erfasst werden müssten. Das hält selten lange.

Vorführung: Spielen Sie Ihren Samstag nach

Funktionslisten ähneln sich. Was einen Anbieter unterscheidet, zeigt sich, wenn Sie echte Situationen live durchspielen, am besten zusammen mit der Person, die am Samstag die Schicht führt. Wenn sie die Kasse umständlich findet, wiegt das mehr als jedes Argument im Prospekt.

Checkliste mit acht Fragen an Softwareanbieter von Schwundbuchung über TSE bis zum Datenexport
Lassen Sie sich das an Ihrer eigenen Karte zeigen, nicht an Beispieldaten.

Fragen Sie auch, was bei einem Ausfall der Leitung passiert. Webbasierte Systeme arbeiten über das Internet; das gilt ebenso für Welda Stock. Eine Installation ist nicht nötig, aber eine stabile Verbindung schon. Ist Ihre Leitung unzuverlässig, sprechen Sie das früh an. Kasse und Gäste-WLAN sollten sich die Verbindung möglichst nicht teilen. Und klären Sie den Personalwechsel: Eine neue Aushilfe sollte nur verkaufen dürfen, Stornos und Retouren bleiben bei der Leitung. In Welda Stock legen Sie Verkaufs-, Storno- und Berichtsrechte je Rolle fest, das ist in wenigen Minuten erledigt.

Angebote vergleichen: Was alles im Gesamtbetrag steckt

Zwei Angebote mit ähnlichem Betrag können sehr Verschiedenes enthalten. Stellen Sie diese Zeilen nebeneinander:

  • Zahlungsmodell: Monats- oder Jahresabo oder einmalige Gebühr? Rechnen Sie Ihre Summe über drei Jahre aus.
  • Umfang: Zusatzkosten je Nutzer oder Standort? Was ändert sich mit der zweiten Filiale?
  • Module: Sind Bestand, Berichte, Rezepturen und Lieferanten enthalten oder separat?
  • Kasse und TSE: Sind Sicherheitseinrichtung, Zertifikatslaufzeit und Beleghardware eingeschlossen?
  • Start: Sind Datenübernahme und Schulung inklusive?
  • Vorhandene Geräte: Reichen Ihr Rechner und Ihr Barcodescanner aus?
  • Support: Wer antwortet am Samstag um acht Uhr, und in welcher Sprache?
  • Nichtnutzung: Eine Software, die das Team links liegen lässt, kostet Monate. Das steht in keinem Angebot, zählt aber.

Bei Welda Stock richtet sich der Preis nach Standort- und Nutzerzahl; das Modell beruht auf einer einmaligen Einrichtungsgebühr, die Übernahme aus Excel oder dem bisherigen System ist darin enthalten. Den konkreten Betrag legen wir im kostenlosen Gespräch gemeinsam fest, deshalb nennen wir ihn an dieser Stelle nicht. Es hilft, wenn Sie Standorte, Nutzerzahl und ungefähre Artikelzahl kennen.

Umstieg ohne Schließtag

Der typische Fehler besteht darin, am ersten Tag alle Artikel lückenlos anlegen zu wollen. Zwei Wochen später ist die Liste veraltet, das Team müde und das System in der Ecke. Machen Sie es umgekehrt: Fangen Sie mit wenigen Artikeln an und halten Sie diese wirklich genau.

Vierwöchiger Einführungsplan im Café von der Bereinigung der Artikelliste bis zur ersten vollständigen Differenzrechnung
Erst wenige Artikel, dann Genauigkeit, zuletzt Umfang: Andersherum gibt das Team oft auf.

Wenn bereits eine Artikelliste in Excel existiert, räumen Sie sie zuerst auf; dasselbe Getränk in drei Schreibweisen oder die Wintersorten vom Vorjahr müssen nicht mit. Einrichtung, Datenübernahme und Schulung sind bei Welda Stock meist am selben Tag erledigt, doch die Gewohnheit, Schwund zu notieren, entsteht nicht an einem Tag. Das bleibt Ihre Aufgabe als Führungskraft. Sagen Sie dem Team klar: "Wir schreiben das auf, um richtig zu bestellen, nicht um jemanden zu beschuldigen." Und lesen Sie die erste Differenz gemeinsam.

Am Ende der vierten Woche liegt für eine Handvoll Artikel eine belastbare Zahl vor. Stellen Sie sich drei Fragen: Welcher Artikel zeigt die größte Abweichung? Läuft die Schwundliste noch, oder ist sie in Woche zwei eingeschlafen? Hat die Warnung beim Meldebestand etwas verändert, oder wurde sie übersehen? Daran entscheiden Sie, ob Sie den Umfang erweitern oder zuerst die Routine festigen.

Häufige Fragen zur Warenwirtschaft im Café

Braucht ein kleines Café mit einem Standort überhaupt eine Warenwirtschaft?

Bei wenigen Artikeln und wenn die Inhaberin täglich an der Theke steht, reichen Excel und eine regelmäßige Zählung eine Weile aus. Sinnvoll wird Software, wenn mehrere Personen in Schichten arbeiten, wenn Kasse und Bestand zusammenkommen sollen und wenn Sie Warnungen für kritische Artikel wünschen. Der Auslöser ist nicht die Größe, sondern der Moment, in dem man nicht mehr alles im Kopf behält.

Kann ich Schwund ohne Rezepturmodul erkennen?

Ja. Sie sehen den gebuchten Schwund und die Differenz einer Periode. Die Rechnung aus Wareneingang, Zählung und Verkauf zeigt, wie groß der Verlust ist. Nicht sichtbar wird, bei welchem einzelnen Getränk er entstanden ist. Für den Einstieg brauchen viele kleine Cafés diese Tiefe nicht.

Ersetzt Welda Stock meine TSE-Kasse?

Davon sollten Sie nicht ausgehen. Unsere Produktseiten beschreiben keine TSE-Anbindung. Klären Sie Ihren konkreten Fall vor einer Entscheidung im Gespräch mit uns und mit Ihrer Steuerberatung.

Gibt es bei Welda Stock Tischverwaltung?

Nein. Das Produkt konzentriert sich auf Thekenverkauf und Bestandsführung. An Tisch- und Bonverwaltung arbeiten wir mit Welda Restoran; teilen Sie uns Ihren Bedarf mit, wir halten Sie auf dem Laufenden.

Wie oft sollte ein Café zählen?

Wöchentlich für Milch, Bohnen, Becher, Deckel und die Vitrine ist für viele Cafés ein vernünftiger Start, der Rest monatlich. Einen verdächtigen Artikel können Sie eine Zeit lang öfter zählen. Wichtig ist der gleiche Tag und dieselbe Methode, denn sonst lassen sich die Zahlen nicht vergleichen.

Welche Artikel nehme ich zuerst auf?

Die drei, bei denen Sie die größten Verluste vermuten, dazu Becher und Deckel, weil ohne sie das To-go-Geschäft steht. Alles andere kann warten, bis die Routine sitzt.

Muss ich für die Einführung schließen?

Nein. Welda Stock läuft im Browser, eine Installation entfällt. Die erste Zählung legen Sie am besten nach Ladenschluss, dann läuft der Betrieb am nächsten Morgen normal weiter.

Wenn Sie wissen möchten, wo Milch, Bohnen und Becher in Ihrem Café bleiben, schauen Sie sich an, wie unsere Café Warenwirtschaft Software im Alltag arbeitet, oder vereinbaren Sie ein kostenloses Gespräch. Erzählen Sie uns von Ihrer Karte und Ihrem Ablauf, und wir sagen Ihnen ehrlich, ob es passt und wo nicht, gerade auch bei der Kassenfrage.

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