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Warenwirtschaft

Kassensoftware mit Barcode: Kosten für Software und Hardware richtig planen

Welda-Team16 Min. Lesezeit1 November 2026

Was Kassensoftware mit Barcode kostet, lässt sich nicht mit einem einzigen Betrag beantworten, denn wer zum ersten Mal auf Barcodes umstellt, plant eigentlich drei Budgets: die Software, die Geräte an der Kasse und die Vorarbeit, die Ihre Ware überhaupt erst scannbar macht. Die Softwarekosten hängen meist von Nutzern, Filialen, Artikelzahl und Datenübernahme ab. Die Hardwarekosten bestimmen die Anzahl der Kassen und der Aufbau Ihrer Theke. In Deutschland kommt ein vierter Punkt hinzu, der bei der Umstellung von einer offenen Ladenkasse besonders ins Gewicht fällt: alles, was das Kassengesetz von einem elektronischen System verlangt.

Wie groß die Vorarbeit ausfällt, entscheidet eine Zahl, die in kaum einem Angebot auftaucht: wie viele Artikel in Ihrem Regal tatsächlich einen lesbaren Barcode tragen. Trennen Sie diese Posten sauber, wird der Vergleich plötzlich einfach. Vermischen Sie sie, vergleichen Sie am Ende das Komplettpaket des einen Anbieters mit dem reinen Softwarepreis des anderen oder kaufen einen Bondrucker, bevor Sie wissen, ob das gewählte System ihn überhaupt ansteuern kann. Stellen Sie also zuerst Ihre Einkaufsliste auf, schätzen Sie den Etikettenaufwand und fragen Sie erst dann nach dem Betrag. Eine Summe, die am Telefon fällt, bevor jemand nach Ihrer Ware und Ihrer Kasse gefragt hat, beschreibt einen Laden, den der Anbieter nicht kennt.

Warum Software und Hardware nicht in eine Zeile gehören

Beide haben eine andere Lebensdauer, eine andere Abrechnung und im Fehlerfall einen anderen Ansprechpartner. Einen Scanner kaufen Sie in der Regel einmal, und ein Standardgerät können Sie meist auch nach einem Softwarewechsel weiter nutzen. Die Software wird je nach Anbieter einmalig oder per Abo bezahlt, und in ihr sammeln sich Artikelstamm, Verkaufsdaten und Kundenkonten. Hier entsteht die eigentliche Bindung: Ein Gerät tauschen Sie an einem Nachmittag aus, Daten aus mehreren Jahren ziehen nur um, wenn jemand vorher daran gedacht hat.

Pakete sind nicht per se schlecht. Ein einziger Ansprechpartner und aufeinander abgestimmte Geräte ersparen beim ersten Mal durchaus Ärger. Das Problem ist die Vergleichbarkeit. Der eine rechnet Scanner und Bondrucker ein, der andere nur die Lizenz, und der niedrigere Betrag sagt dann nichts über das bessere Angebot aus. Bitten Sie deshalb jeden Anbieter, Software und Geräte getrennt auszuweisen, Hersteller und Modell zu nennen und schriftlich festzuhalten, was mit gemieteter oder gebundener Hardware passiert, wenn der Softwarevertrag endet.

Vergleichstabelle von Software und Hardware nach Kostenart, Zahlungsweise, Kostentreibern, Anbieterwechsel und Defekt
Schreiben Sie jeden Angebotsposten in eine dieser beiden Spalten. Passt einer nirgends hin, fragen Sie nach, was er abdeckt.

Die Trennung legt auch die Reihenfolge fest: erst die Software wählen, dann die dazu passenden Geräte kaufen. Haben Sie bereits einen Scanner oder eine Etikettenwaage, sagen Sie das gleich im ersten Gespräch und lassen Sie es vor der Unterschrift testen. Stehen die Kartons schon im Lager, sind Ihre Möglichkeiten kleiner und Ihre Verhandlungsposition ebenso.

Die offene Ladenkasse ablösen: Was das Kassengesetz am Budget ändert

Viele kleine Läden, Wochenmarkthändler und Handwerksbetriebe arbeiten mit einer offenen Ladenkasse, also mit Geldschublade, Tageskassenbericht und täglichem Zählen. Das ist grundsätzlich zulässig, verlangt aber saubere Aufzeichnungen. Wer auf ein elektronisches Aufzeichnungssystem umsteigt, betritt rechtlich gesehen ein anderes Spielfeld: Nach der Kassensicherungsverordnung müssen die Aufzeichnungen grundsätzlich durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung, kurz TSE, geschützt werden. Dazu kommen die Belegausgabepflicht und seit 2025 die Mitteilung elektronischer Kassensysteme an das Finanzamt über ELSTER. Bei einer Kassennachschau, die nicht angekündigt wird, sollten die Daten in der erwarteten Form vorliegen, etwa als Export nach dem DSFinV-K-Standard.

Für die Kalkulation heißt das: Die Kasse wird nicht erst durch den Scanner teurer, sondern durch den Wechsel in diese Systemklasse. TSE-Lösungen gibt es als Stick, Karte oder Cloud-Dienst, jeweils mit eigener Kostenlogik, und die Zertifikate sind befristet. Fragen Sie deshalb, wer den späteren Tausch übernimmt und was er kostet. Bedenken Sie außerdem, dass auch die Rolle Ihrer Steuerberatung größer wird, etwa bei der Kassenmeldung und der Verfahrensdokumentation. Die Einzelheiten, Fristen und Ausnahmen klären Sie bitte mit ihr; dies ist eine allgemeine Orientierung und keine Rechts- oder Steuerberatung.

Entscheidungsschema für vier Ausgangslagen: offene Ladenkasse, ältere Registrierkasse, Ersatz der alten Kasse und reine Warenwirtschaft
Ihre heutige Kasse entscheidet, welche Kostenblöcke beim Umstieg überhaupt neu dazukommen.

Die vierte Option im Schema wird gern übersehen: Manche Läden brauchen vor allem Bestand und Artikeldaten und behalten die vorhandene Kasse. Das kann sinnvoll sein, bedeutet aber je nach Aufbau, dass die Verkäufe zweimal erfasst oder nachträglich übertragen werden. Bewerten Sie den täglichen Aufwand ehrlich, bevor Sie sich für den vermeintlich günstigeren Weg entscheiden. Einen breiteren Überblick gibt unser Beitrag Kassensystem richtig wählen.

Checkliste mit acht Fragen zum Kassengesetz, von TSE und Zertifikatstausch über Beleg, DSFinV-K-Export und ELSTER bis zu Steuersätzen und Altdaten
Lassen Sie sich diese Punkte möglichst schriftlich bestätigen und sprechen Sie sie mit Ihrer Steuerberatung durch.

Die Einkaufsliste von der Theke aus denken

Hardware-Kataloge verführen dazu, alles zu kaufen. Gehen Sie stattdessen einen echten Verkauf durch: Die Kundin legt die Ware hin, Sie scannen, kassieren, geben den Beleg aus. Jeder dieser Schritte braucht ein Gerät oder eben nicht.

PostenWann nötig?Die Frage, die das Budget verändert
ComputerFast immer; oft reicht der vorhandeneLäuft die Software darauf flüssig und wird das Gerät unterstützt?
BarcodescannerGrundausstattungMit Kabel oder kabellos? Auch 2D- und QR-Codes?
BondruckerWenn der Beleg aus dem System kommtKann dieses System genau dieses Modell ansteuern?
EtikettendruckerBei vielen Artikeln ohne BarcodeWie viele Etiketten, welches Material, wie lange im Regal?
EtikettenwaageBei loser Ware und FrischethekeIst sie geeicht, druckt sie ein lesbares Barcodeformat?
GeldschubladeBei viel BargeldÖffnet sie über Bondrucker, Computer oder von Hand?
KartenterminalSobald Sie Karten annehmenEigener Vertrag? Anbindung an die Kasse? Wer legt die Gebühren fest?
ErsatzverbindungBei Online-SystemenReicht ein Hotspot, oder braucht es eine zweite Leitung?

Eine TSE fehlt in dieser Liste bewusst, weil sie je nach System gar kein eigenes Gerät ist. Sie gehört trotzdem in Ihre Kalkulation. Dasselbe gilt für Waagen: Wer nach Gewicht verkauft, braucht nach dem Mess- und Eichrecht ein dafür zugelassenes Gerät. Eine vorhandene geeichte Waage sollten Sie nicht vorschnell ersetzen, sondern ihr Etikett zunächst mit der Software testen. Wie das geht, beschreibt unser Ratgeber zum Kassensystem mit Waage.

Beim Scanner zählt, was er nicht lesen kann

Scanner lassen sich grob in zwei Familien einteilen. Lineare 1D-Modelle lesen die klassischen Strichcodes auf den meisten verpackten Waren und reichen für viele Läden völlig aus. 2D-Imager lesen darüber hinaus QR-Codes und Codes auf Handydisplays. Das wird wichtig, wenn Sie digitale Gutscheine einsetzen oder Ware mit 2D-Codes führen. Entscheiden Sie nach Ihrem Sortiment und nicht nach dem längsten Datenblatt.

Ob Kabel oder kabellos, hängt von der Ladenfläche ab. Wer an der Theke steht und Ware in der Hand hält, ist mit einem Kabelscanner gut bedient: kein Akku, kein Verbindungsabbruch. Im Eisenwarenhandel, im Tierbedarf oder im Getränkemarkt sieht es anders aus. Dort bleibt der Kasten auf dem Wagen, und der Scanner kommt zur Ware. Im kleinen Spätkauf ist ein kabelloses Gerät dagegen oft nur ein weiteres Ladegerät.

Den Unterschied zwischen Geräten sehen Sie an schwierigen Artikeln: an runden Shampooflaschen, glänzenden Chipstüten, winzigen Kosmetikcodes und zerknitterten Etiketten. Nehmen Sie genau diese zum Test mit. Ein Scan, der ein bis zwei Sekunden zögert, summiert sich in der Feierabendschlange, und ein unzuverlässiges Gerät bringt Ihrem Personal bei, Artikel lieber per Name zu suchen. Damit geht der eigentliche Sinn des Systems verloren.

Wie viel Ihrer Ware trägt überhaupt einen Barcode?

Diese Frage verändert das Startbudget am stärksten, und sie fällt im Verkaufsgespräch fast nie. Im Lebensmittelladen oder im Getränkemarkt kommt der Großteil des Sortiments mit Herstellercode, sodass Scanner und Artikelliste schon viel erledigen. In einem Schreibwarenladen, Bastelgeschäft, Spielwarenladen, Haushaltswarengeschäft oder bei Ersatzteilen kann das ganz anders aussehen: Vieles kommt vom Großhändler ohne Code, manches trägt einen zu kleinen oder beschädigten.

Artikel ohne Barcode bekommen eine interne Nummer und ein Etikett. Im EAN-System sind Nummern, die mit 20 bis 29 beginnen, in der Regel für den internen Gebrauch vorgesehen, und deshalb bietet sich dieser Bereich für eigene Nummern an. Stellen Sie die Ware dagegen selbst her und wollen sie auch über andere Händler verkaufen, reicht das nicht: Dann brauchen Sie eine registrierte GTIN über GS1 Germany. Klären Sie das, bevor Sie drucken, denn tausende falsche Etiketten sind die teuerste Korrektur von allen.

Beispielrechnung: 700 Artikel ohne Barcode mal sechs Stück im Regal ergeben 4.200 Etiketten zum Start
Nur ein Beispiel. Ersetzen Sie die Werte durch Ihre eigenen, bevor Sie Termine und Personal planen.

Die 4.200 Etiketten aus dem Beispiel bedeuten mehrere Abende zu zweit, und in keinem Angebot steht dieser Aufwand. Er lässt sich aber verringern. Für kleine, verwechslungssichere Artikel genügt manchmal eine laminierte Barcode-Liste an der Kasse, statt jedes Stück einzeln zu bekleben. Das sollten Sie jedoch nur dort tun, wo wirklich nichts verwechselt werden kann, sonst scannt das Personal die falsche Zeile und der Bestand läuft langsam auseinander.

Auch das Etikettenmaterial hat seine Tücken. Thermodirekt-Etiketten sind praktisch, können aber durch Wärme und Licht verblassen. Für schnell drehende Ware spielt das kaum eine Rolle, für Artikel, die monatelang im Schaufenster liegen, sehr wohl. Ein Etikett, das nach einem halben Jahr nicht mehr lesbar ist, führt Sie direkt zurück zur Suche per Name. Die Grundlagen dazu finden Sie in unserem Beitrag zur Bestandsverwaltung mit Barcode.

Drei Läden, drei sehr verschiedene Ausgangslagen

Die folgenden Beispiele sind erfunden und keine Kundengeschichten. Sie zeigen, wie unterschiedlich dieselbe Frage ausfallen kann.

Der Kiosk mit einer Kasse. Fast alles trägt einen Herstellercode, wichtig ist die Geschwindigkeit. Die Hardware kann sich auf einen Standardscanner und das vorhandene Gerät beschränken, sofern es den Anforderungen genügt. Kostentreibend sind eher die Kassenpflichten und die Frage, wer wie viele Zugänge braucht.

Der Schreibwarenladen. Riesiges Sortiment, viele Artikel ohne Code und ein Ansturm zur Einschulung. Hier wird der Etikettendrucker zur wichtigsten Anschaffung und das Etikettieren zum größten Zeitposten. Wer ausgerechnet im Juli umstellt, zahlt mit Stress und Fehlern; dieselbe Arbeit im ruhigen Monat kostet deutlich weniger Nerven.

Der Getränkemarkt. Hier scheint der Barcode kein Thema zu sein, doch die Logik ist tückisch: Flasche, Sechserträger und Kasten haben oft verschiedene Codes, der Kasten trägt Pfand und ein Leergutbon muss irgendwie in den Ablauf. Klären Sie, wie Pfand und Leergut in der Software abgebildet werden, bevor Sie irgendetwas anderes vergleichen.

Ein vierter Fall ist die Boutique. Dreißig Modelle in vier Größen und drei Farben ergeben 360 Datensätze, und ohne Lieferanten-Codes beginnt das Etikettieren in jeder Saison von vorn. Der Etikettendrucker ist dann kein einmaliges Hilfsmittel, sondern tägliches Arbeitsgerät. Für ganz kleine Läden lohnt ergänzend ein Blick auf unseren Beitrag zum Kassensystem für den kleinen Laden.

Ist Ihre Excel-Liste barcodefest?

Die meisten Läden führen ihre Artikel beim ersten Umstieg in einer Tabelle, und Tabellenprogramme behandeln Barcodes wie Zahlen. Aus einer dreizehnstelligen GTIN wird in der Anzeige 4,01E+12, und wer die Datei so speichert, verliert im schlimmsten Fall die letzten Stellen. Plötzlich teilt sich das Sortiment eines ganzen Lieferanten denselben falschen Code. Auch führende Nullen verschwinden auf diese Weise, was bei Importware zu unerklärlichen Lesefehlern führen kann.

Fünf Schritte zur Vorbereitung der Excel-Liste: Barcode-Spalte als Text, doppelte Codes suchen, Einzel- und Kartoncodes trennen, interne Nummern vergeben, Testimport mit zwanzig Artikeln
Diese Arbeit vor dem Import ist viel günstiger als die Fehlersuche vor einer vollen Kasse.

Das zweite Problem sind Gebinde. Kasten und Einzelflasche, Karton und Packung tragen unterschiedliche Codes. Hängen beide am selben Artikel, geht womöglich ein ganzer Kasten zum Preis einer Flasche über die Theke, oder eine einzelne Flasche bucht den Bestand um einen Kasten herunter. Kontrollieren Sie gerade die Schnelldreher von Hand. Prüfen Sie außerdem die Steuersätze: In einer Liste, die bisher nur für den Einkauf gedacht war, fehlt oft die Zuordnung zu 7 oder 19 Prozent, und an der Kasse wird daraus ein echtes Problem. Das dritte Thema sind Dubletten, also ein Code, der bereits bei einem anderen Artikel hinterlegt ist. Fragen Sie in der Demo, wie das System darauf reagiert.

Eine unordentliche Liste verdient eine eigene Zeile in Ihrem Budget. Fragen Sie also, wer bereinigt und wer importiert; manche Anbieter nehmen nur eine fertige Vorlage an und überlassen Ihnen den Rest. Die Reihenfolge der Schritte beschreibt unser Beitrag Von Excel zur Warenwirtschaft.

Angebote auf dieselbe Tabelle bringen

Nachdem die Hardware abgetrennt ist, bleiben bei der Software drei Fragen: Wonach wird abgerechnet, wann zahlen Sie, was ist enthalten? Manche Anbieter rechnen pro Kasse ab, andere pro Nutzer, pro Filiale oder nach Artikelstaffeln. Bei einer einzigen Kasse mit drei Aushilfen kann das Nutzermodell teuer wirken, bei zwei Kassen und einer Person das Kassenmodell. Schreiben Sie deshalb zuerst Ihre eigenen Zahlen auf: Kassen, Personen, Filialen, Artikel und die Kundenkonten, die Sie mitnehmen wollen.

Auch die Abrechnungsart beeinflusst den Vergleich stärker, als es zunächst scheint. Ein Abo verteilt die Kosten und steht bei jeder Preisanpassung neu zur Diskussion. Eine einmalige Zahlung ist am Anfang sichtbarer. Fair vergleichen lassen sich beide nur über einen Zeitraum von drei Jahren: Tragen Sie alles ein, was anfällt, also Wartung, Updates, weitere Nutzer, Support, TSE und, falls gekoppelt, Zahlungsgebühren. Eine Zeile gehört noch dazu: Können Sie nach drei Jahren Ihre Daten mitnehmen und gehen? Diese Gesamtrechnung ist die sauberste Antwort auf die Frage nach den Kassensoftware mit Barcode Kosten für Ihren Laden.

Hinzu kommen Kosten, die auf keiner Rechnung stehen: die Abendstunden für die Eröffnungsinventur, langsamere Kassiervorgänge in den ersten Wochen, Etikettenmaterial, ein Ersatzscanner, die Stunden Ihrer Steuerberatung und die Einarbeitung jeder neuen Aushilfe. Daran ist niemand schuld, kostenlos ist es trotzdem nicht. Wer prüfen möchte, ob es auch ohne Lizenzgebühr geht, findet die Abwägung im Beitrag zur kostenlosen Kassensoftware im Einzelhandel.

Beim Datenschutz fällt keine eigene Rechnung an, die Pflicht besteht aber dennoch. Sobald Namen, Telefonnummern und offene Beträge von Kunden im System stehen, greift die DSGVO. Fragen Sie, wo die Daten liegen, ob ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung angeboten wird, wer darauf zugreifen kann und was nach Vertragsende passiert. Und geben Sie Aushilfen nur die Rechte, die sie wirklich brauchen.

Wann es vernünftig ist, noch zu warten

Nicht jeder Laden muss heute umstellen. Eine Werkstatt mit einigen Dutzend Einzelstücken, ein Betrieb, der überwiegend Dienstleistungen verkauft, oder ein Antiquitätenhändler kann mit Etiketten mehr Arbeit als Nutzen haben. Gerade wenn die offene Ladenkasse sauber geführt ist und niemand in der Schlange wartet, gibt es keinen Grund zur Eile.

Zwei Spalten mit Anzeichen, die für den Barcode-Umstieg sprechen, und solchen, die fürs Abwarten sprechen
Eine grobe Orientierung. Überprüfen Sie die Punkte anhand Ihrer eigenen Verluste und Ihres Alltags.

Die Anzeichen für einen Umstieg sind dagegen ziemlich konkret: Aushilfen kassieren und kennen die Preise nicht. Derselbe Artikel geht je nach Person zu unterschiedlichen Preisen über die Theke. Sie müssen durch den Laden gehen, um zu wissen, was noch da ist. Der Kassensturz passt am Abend nicht und niemand kann erklären, warum. Treffen mehrere Punkte zu, sollten Sie die Kosten des Abwartens mit Ihren eigenen Zahlen gegen die Umstellung rechnen und sich dabei nicht auf das Versprechen eines Verkäufers verlassen.

Umstellen, während der Laden geöffnet bleibt

Das größte Risiko liegt nicht in der Technik, sondern im Zeitpunkt. Wer die Umstellung in die stärkste Woche legt, lässt das Personal ein neues System vor der Schlange lernen. Wählen Sie eine ruhige Phase und teilen Sie die Arbeit in Stücke, die an einem Abend zu schaffen sind.

Zeitleiste von zwei Wochen vor dem Start bis nach dem ersten Monat: Listenbereinigung, Etikettieren, Eröffnungsinventur, Schulung und Stichprobeninventur
Eine beispielhafte Reihenfolge. Planen Sie großzügiger, wenn viele Artikel Etiketten brauchen.

Vorsicht beim Parallelbetrieb. Ein paar Tage lang das Kassenbuch neben dem neuen System weiterzuführen, fühlt sich sicher an. Hält man das zu lange durch, glaubt am Ende niemand mehr einer der beiden Aufzeichnungen, und beide laufen auseinander. Legen Sie einen Stichtag fest, klären Sie den genauen Übergang mit Ihrer Steuerberatung und führen Sie den Betrieb danach nur noch im neuen System. Für Artikel, die nicht scannen, liegt ein Notizblock neben der Kasse. Korrigieren Sie sie noch am selben Abend, bevor die Suche per Name zur Gewohnheit wird.

Entscheiden Sie außerdem früh, wer einen Artikel ohne Scan buchen darf. Wenn alles als „Diverses“ durchgeht, macht das die gesamte Vorarbeit zunichte, und der Bestand holt das nie wieder auf.

Bringen Sie zur Demo eine Tüte schwieriger Artikel mit

In einer Demo mit Vorführdaten scannt jeder Code und jeder Preis stimmt. In Ihrem Laden wird das anders aussehen. Packen Sie eine runde Flasche ein, ein zerknittertes Etikett, einen Artikel mit Einzel- und Kartoncode, etwas ganz ohne Barcode und, falls vorhanden, ein echtes Waagenetikett. Hinzu kommen zwei Vorgänge: eine Retoure und ein Storno. Läuft die Demo online, beschreiben Sie die Fälle und lassen sich die Masken zeigen.

Dann fragen Sie: Was sieht die Aushilfe, wenn ein Code nicht hinterlegt ist, und was darf sie ohne Sie tun? Lassen sich Preise gesammelt ändern? Was passiert bei Verbindungsabbruch mit den Verkäufen? Welche Drucker funktionieren? Ändert ein weiterer Nutzer die Rechnung? In welchem Format bekomme ich am Ende meine Daten? „Nein, aber so lösen wir das“ ist eine brauchbare Antwort. Unangenehm sind nur die Antworten, die Sie erst nach der Einrichtung erhalten.

Wo Welda Stock passt und wo vielleicht nicht

Welda Stock ist in erster Linie eine browserbasierte Warenwirtschaft mit Barcode-Verkauf. Sie läuft auf einem Computer mit Browser und einem handelsüblichen Barcodescanner bei stabiler Internetverbindung, ohne Installation. Für den Verkauf nach Gewicht wertet sie die von Ladenwaagen gedruckten Gewichts- und Preis-Barcodes automatisch aus; die Kompatibilität prüfen wir vor der Einrichtung gemeinsam. Jeder Verkauf bucht den Bestand sofort ab und erzeugt einen Kundenbeleg, am Abend steht ein Tagesabschlussbericht bereit. Dazu kommen Warnungen bei kritischem Bestand, Anschreiben und Kundenkonten, Lieferantenrechnungen und -schulden, Marge je Artikel, Inventur mit Schwunderfassung, getrennte Rollen für Kasse, Lager und Leitung sowie mehrere Filialen mit getrennten Beständen. Die Oberfläche gibt es auf Deutsch, Türkisch und Englisch.

Zum Preis: Die Kassensoftware mit Barcode Kosten richten sich bei Welda Stock nicht nach einem festen Paket, sondern nach Ihrer Zahl an Nutzern, Filialen und Lagern, nach Artikelzahl und Datenübernahme sowie nach Hardware und Kassenablauf. Es fällt eine einmalige Einrichtungsgebühr an, ohne versteckte oder wiederkehrende Kosten; Einrichtung, Excel-Import und Schulung sind im Angebot enthalten. Den Betrag legen wir gemeinsam in einem kostenlosen Gespräch fest, wenn wir Ihren Bedarf kennen.

Genauso offen sagen wir, wo Grenzen liegen oder was wir nicht zusagen können. In unseren Produktunterlagen ist keine TSE-Anbindung beschrieben, und wir versprechen sie hier auch nicht. Wer in Deutschland elektronisch kassiert, muss also klären, wie die Anforderungen des Kassengesetzes erfüllt werden, und sollte das mit uns und der Steuerberatung offen besprechen, bevor irgendetwas unterschrieben wird. Auch zu Pfand, Kartenterminals, Etikettendruck und der Vergabe interner Nummern machen unsere Unterlagen keine Aussage; sprechen Sie uns an, wenn das für Sie wichtig ist. Da das System im Browser läuft, ist es auf die Verbindung angewiesen, und eine vollständig offline laufende Kasse sollten Sie von Anfang an ansprechen. Passen wir nicht zu Ihrem Laden, erfahren Sie das lieber vor der Einrichtung als danach.

Was Ladeninhaber vor dem ersten Barcode-Scan wissen wollen

Welche Hardware brauche ich mindestens?

Für viele Läden sind es ein Computer und ein Barcodescanner. Was dazukommt, hängt von der Ware ab: ein Etikettendrucker bei vielen Artikeln ohne Code, eine geeichte Etikettenwaage bei loser Ware, ein Bondrucker, wenn der Beleg aus dem System kommt. Prüfen Sie vor dem Kauf immer, ob die Geräte mit der gewählten Software funktionieren.

Funktioniert jeder Scanner mit jeder Kassensoftware?

Die meisten USB-Scanner verhalten sich wie eine Tastatur und schreiben die Nummer dorthin, wo der Cursor steht, deshalb sind Probleme eher selten. Kleine Einstellungen können trotzdem stören, etwa die Enter-Taste nach dem Code oder das Tastaturlayout. Bei falsch eingestelltem Layout werden Sonderzeichen und Ziffern mitunter falsch übertragen. Ein kurzer Test mit Ihrem Gerät klärt das.

Brauche ich zwingend eine TSE, wenn ich Barcodes nutze?

Entscheidend ist nicht der Barcode, sondern ob Sie ein elektronisches Aufzeichnungssystem mit Kassenfunktion einsetzen. Dann ist grundsätzlich eine TSE erforderlich. Welche Lösung für Ihren Aufbau gilt und ob Ausnahmen greifen, klären Sie bitte mit Ihrer Steuerberatung und dem jeweiligen Anbieter.

Was tun, wenn der Großteil meiner Ware keinen Barcode hat?

Der Umstieg ist trotzdem möglich, aber nehmen Sie das Etikettieren in Budget und Kalender auf. Multiplizieren Sie die Artikel ohne Code mit der durchschnittlichen Stückzahl im Regal, um den Umfang einzuschätzen. Für kleine, verwechslungssichere Artikel kann eine Barcode-Liste an der Kasse als Übergang dienen.

Abo oder Einmalzahlung, was ist sinnvoller?

Das hängt von Ihrer Liquidität ab und davon, wie lange Sie beim System bleiben wollen. Vergleichen Sie beide Varianten über drei Jahre, einschließlich weiterer Nutzer, Support, Updates und laufender Kosten für die TSE. Bei Welda Stock fällt eine einmalige Einrichtungsgebühr an, den Betrag legen wir im kostenlosen Gespräch fest.

Was sollte ich vor der Angebotsanfrage vorbereiten?

Notieren Sie Branche, Filialen und Lager, ungefähre Artikelzahl, Anzahl der Nutzer, ob Sie Scanner oder Waagen nutzen und wie Sie den Bestand heute führen. Ergänzen Sie den Anteil der Artikel ohne Barcode und Ihre heutige Kasse. So kalkulieren alle Anbieter denselben Auftrag, und Sie können die Angebote wirklich vergleichen.

Wenn Ihre Liste steht, ist der nächste Schritt einfach: Nennen Sie uns Artikelzahl, Geräte und Ihren Kassenablauf, und wir füllen dieselbe Tabelle im kostenlosen Gespräch auch für Welda Stock aus, unverbindlich.

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